Fragen ohne Antwort #185

Es ist ja so: An sich mache ich ganz gerne bei diesen Frage-Antwort-Spielchen mit. Allerdings müssen mich die Fragen natürlich auch einigermaßen ansprechen. Modefragen und philosophisches Lebensgedusel holt mich da nicht unbedingt vom Sofa. (Es ist übrigens ein imaginäres Sofa, auf dem ich hin und wieder philosophisch vor mich über das Leben und Mode hindusel). Deshalb hat es etwas gedauert, bis ich wieder mal an diesem Spaß hier von Gina teilnehme. Also stellen wir uns den Fragen:

1. In den letzten Jahren/Jahrzehnten wurden unglaublich viele Fantasy-Welten von unterschiedlichen Autoren erschaffen.
Welche ist deine liebste?

Mittlerweile sollte bekannt sein, dass für mich nichts über die eigenartig verrückte Scheibenwelt von Terry Pratchett geht. Ich meine, klar, Fantasywelten sind (fast) immer fantasievoll, aber welche Welt ruht bitte auf dem Rücken von vier Elefanten, die auf dem Panzer einer Riesenschildkröte stehen, die sich einen Weg durchs All zieht? Rein physikalisch vermutlich etwas grenzwertig, aber das macht es ja so interessant. Ich frage mich gerade, wie Astronomie auf der Scheibenwelt funktioniert. Feste Sternenbilder kann die ja kaum haben, denn „die Schildkröte bewegt sich“.

2. Kannst du dir eine eigene Welt erschaffen? Wie sähe diese aus?

Kann ich und habe ich. Mein erstes Romanmanuskript war durchaus von der Scheibenwelt inspiriert (wenig überraschend, ich weiß), wenn auch nicht mal im entferntesten so irre. Die Rautenwelt besteht aus einem Felsklumpen, der sich wie ein Kreisel um sich selbst dreht und dadurch die Form einer Raute angenommen hat. Den unteren Teil bildet ein Felsgebilde, das nach unten spitz zu läuft und aus dem vereinzelte Wurzeln wachsen, in denen sich Weltraumschrott und Asteroiden verfangen. Oben ragt der Himmelsgipfel aus dem Mittmeer und verschwindet in den Wolken. Auf dem Gipfel leben die Götter und viele sind beim Versuch gescheitert, den Gipfel zu erklimmen, um den Göttern die wichtigsten Fragen des Lebens zu stellen. „Warum sind wir hier?“ „Wo gehen wir hin?“ „Warum ist die Milch schon wieder teurer geworden?“ Irgendwann im Verlauf des Schreibprozesses habe ich die Idee hinter dieser Welt allerdings mehr oder weniger verworfen und mich auf etwas kleineres beschränkt, sodass die Geschichte dann nur auf einem Kontinent auf dieser Welt spielte und die Welt selbst eigentlich unerheblich war. Weltenbau ist nicht einfach, macht aber durchaus Spaß.

Außerdem gibt es da natürlich auch noch die Stadt Lebingen. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, könnt ihr hier die erste Kurzgeschichtensammlung aus dieser Stadt erwerben: DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN Weitere Geschichten werden bald folgen …

3. Was hältst du eigentlich von Elfen, Orks und Halblingen? Wie ist dein Verhältnis zu Fantasy? (Falls dich das Thema überhaupt nicht interessiert, entschuldige ich mich für die obigen Fragen.^^)

Fantasy mag ich generell schon sehr. Aber Elfen, Orks und Halblinge sind sowas von ausgelutscht, dass die mich nicht mehr wirklich begeistern, sofern man ihnen nicht einen neuen Kniff gibt. Ich finde an Fantasy viel interessanter, wenn neue, unbekannte Wesen die Welten bevölkern. Das ist ja gerade der große Spaß an Fantasy. Man kann sich grenzenlos austoben. Also weniger bekannten Kram und lieber neue Dinge erfinden, die es nicht schon tausendmal gab.

4. Was für einen Computer besitzt du, welches Betriebssystem hat er und bist du zufrieden damit?

Irgendeinen Laptop mit Windows 10. Erfüllt seinen Zweck. Auch nichts, womit ich mich wirklich beschäftige. Ich würde auch noch mit XP klar kommen. Ist für mich alles der gleiche Krampf.

5. Glaubst du, dass Laptops in der Allgemeinheit schleichend durch Smartphones und Tablets ersetzt werden?

Eher nicht. Kleiner ist nicht besser, wie Männer und Frauen bekanntermaßen wissen. Ich könnte mir beispielsweise nicht vorstellen, meine Geschichten auf einem Tablet zu schreiben. Auf einem Smartphone schon gar nicht. Mal davon abgesehen, dass ich auch noch ein bisschen Überblick haben will, was so auf dem Bildschirm los ist und nicht alles im Kleinformat mit Augenschädigung anglotzen will. Ich besitze nebenbei kein Smartphone. Mein Handy ist nur fürs Telefonieren da und selbst das mache ich nur in ganz seltenen Fällen, weil ich Telefonieren absolut grauenhaft finde.

6. Wie stehst du zu Twitter, Instagram und Co.?

7. Auf welchen sozialen Netzwerken bist du unterwegs?

Twitter macht mir Spaß und ich bin da auch relativ aktiv. Da findet man mich hier:

https://twitter.com/AutorMichaelsen

Auf Instagram und Facebook bin ich auch, aber da mache ich eigentlich nur sporadisch was. Fotos sind nicht meins, weil ich sie absolut grauenhaft finde (wie telefonieren) und Facebook geht mir eigentlich nur noch auf den Sack, weil irgendwelche bescheuerten Algorithmen dafür sorgen, dass ich sowieso nicht mitkriege, was da so los ist. Wer mir trotzdem folgen will, findet mich hier:

https://www.instagram.com/mmautor/

https://www.facebook.com/michaelsenautor/

Am meisten bewege ich mich wie gesagt bei Twitter, wer also gar nicht genug von mir kriegen kann, ist da am besten aufgehoben. Vielleicht gehe ich demnächst mal näher auf meine „sozialen Kanäle“ ein und was ich da so treibe oder eben nicht treibe.

8. Welches Youtube-Video würdest du gern hier und jetzt mal empfehlen?

Fällt mir jetzt spontan nix ein. Es gibt sicher einige, aber bei mir ist das meist „gesehen und vergessen“. Sucht euch halt selbst ein gutes raus.

9. Fühlst du dich eher jung oder alt?

Körperlich alt, vom Verstand her jung und doof wie eh und je.

10. Würden andere dich eher jünger oder älter einschätzen?

Ich habe absolut keine Ahnung. Wie schätzt ihr mich denn ein?

11. Wie ist dein Verhältnis zum gegenwärtigen Wetter?

Ich habe ja den Sommer durchaus lieber als den Winter. Arschabfrieren macht halt absolut keinen Bock. Aber die momentane Hitze ist einfach anstrengend und ermüdend. Ich kriege kaum was auf die Reihe, weil ich mich immer zwingen muss, mich zu irgendwas aufzuraffen. Aber ich hoffe mal, dass das Schlimmste jetzt überstanden ist und sich das Wetter für die nächsten 50 Jahre auf konstanten 20-25 Grad mit gelegentlichen Regenschauern einpendelt. Das ist genau das Richtige für mich.

12. Was tust du gegen die jährliche Mückeninvasion?

Mich zerstechen lassen wie ein Nadelkissen. Wobei ich mit Mücken normalerweise wenig Probleme haben. Wenn die nicht nachts im Schlafzimmer rumschwirren, stören die mich eigentlich nicht. Außerdem hatte ich in letzter Zeit eher Schwierigkeiten mit Stechfliegen oder Bremsen oder wie auch immer die Kackviecher heißen. Da reagiere ich oft allergisch und habe dann tagelang was davon. Und kaum ist die eine Entzündung weg, kommt das nächste Kackvieh und sticht zu und der Spaß geht von vorne los.

13. Wie viele Mückenstiche hast du im Moment?

3. Hält sich also im Rahmen. Und einen entzündeten Stich habe ich gerade gar nicht. Es ist ein guter Tag.

14. Mit welcher Art Mensch lohnt es sich für dich zu diskutieren?

Leute, die ihre Meinung vertreten, aber auch offen für die Meinung anderer sind. Ich bin aber niemand, der gerne über „wichtige“ Themen diskutiert. Politik, Religion und der ganze Scheiß arten immer in anstrengendes Palaver aus. Ich diskutiere dann doch lieber über leichtere Sachen wie fiktionale Werke und warum ich mal wieder einen Film scheiße fand, den scheinbar alle geil finden.

15. Über welche Themen redest du gern?

Filme. Da kann ich stundenlang drüber quatschen. Aus jedem Genre, jedem Jahrzehnt und jedem Budgetbereich. Ist neben dem Schreiben/Lesen meine größte Leidenschaft.

16. Welches Wort hat den besten Klang?

Mir fällt gerade auf, dass das Wort „Klang“ so klingt, als würde es nachhallen. Wie, wenn man einen Gong schlägt. Oder eine Gabel gegen ein Glas. Das Wort „Klang“ scheint eine vibrierende Schwingung mitzubringen, was für ein Wort wie „Klang“ natürlich ziemlich passend ist. Ist also ein gutes Wort. Den besten „Klang“ hat aber natürlich das Wort Frühlingsanfang, denn es reimt sich auf „Klang“ und bringt auch noch gutes Wetter mit. Was will man mehr.

17. Hast du jemals Tagebuch geschrieben oder tust es noch?

Nein. Ich war sowieso die meiste Zeit meines Lebens eher nachtaktiv, also hätte ich ein Nachtebuch führen müssen. Da aber nachts jetzt nicht so viel spannendes passiert, bin ich nie auf die Idee gekommen. Und jetzt sind die Tage so eintönig, dass immer der gleiche Kram drin stünde:

„Aufgestanden. War wie immer ein Fehler.

Arbeiten gegangen. War wie immer ein Fehler.

Feierabend gemacht. War wie immer eine Erleichterung.

Zu viel Zeit im Internet verschwendet. War wie immer ein Fehler.

Etwas geschrieben. War wie immer zu wenig.

Schlafen gegangen. War wie immer zu spät.

Bald wieder aufstehen. Wird wie immer ein Fehler gewesen sein.“

18. Jemand gibt dir ein Notizbuch und sagt, du sollst es füllen, egal, mit was.

Simpel. Jede Menge halbgare Ideen für Geschichten, die ich dann nie schreiben werde, weil ich hinterher feststelle, dass die Ideen doch alle kacke sind.

19. Welche Zeitschriften hast du mit 14 gelesen?

Überwiegend Videospielmagazine. Damals war ich noch ein richtiger Gamer (nennt man das so?) aber mittlerweile habe ich damit quasi gar nichts mehr am Hut. Irgendwo blieb das komplett auf der Strecke, weil mir einfach die Zeit fehlte und ich mich von irgendwas trennen musste. Da war das tatsächlich das Naheliegendste. Und ich vermisse es auch nicht wirklich. Nur hin und wieder juckt es mir in den Fingern, mal wieder ein altes Spiel auszupacken. Aber mache ich dann trotzdem nie.

20. Wie alt warst du, als du feststelltest, dass du nun erwachsen bist? Und wie hast du das festgestellt?

Wenn es soweit ist, erfahrt ihr es hier.

 

 

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Under Construction – Juli 2018

BLOG

Ich habe ja irgendwie Bock, mal wieder einen Blogroman bzw. Fortsetzungsroman hier zu veröffentlichen. Das bietet eigentlich immer eine gute Möglichkeit, regelmäßig neuen Stoff abzuliefern und gleichzeitig die eigene Schreibe zu verbessern. Über das Thema bin ich mir noch unsicher, aber ich glaube, ich würde gerne etwas über das Schreiben im Allgemeinen machen. Ich hatte erst an eine Geschichte über einen Autor am Anfang seiner Karriere gedacht, aber irgendwie ist mir das zu langweilig. Zumal ich auch kein großer Fan davon bin, Autoren als Charaktere zu nutzen. Ich glaube, da ist die Gefahr sehr hoch, dass man einfach nur über sich selbst schreibt. Aber ich werde mal weiter darauf rumdenken. Mal sehen, was mir da in Zukunft einfällt.

INSPIRATION

Im Juli findet hier immer das jährliche Dorfschützenfest statt. Drei Tage lang gnadenloses Komasaufen und Bufftata einer besoffenen Marschkapelle, die durchs Dorf wankt und dabei eine Meute von torkelnden Alkoholikern mit bescheuerten Hüten durch die Straßen leitet, um am letzten Tag einen Holzvogel von einer Stange zu ballern, damit sich anschließend jemand König nennen darf und man auch am dritten Tag noch einen Grund zum Weitersaufen hat, obwohl man schon nicht mehr geradeaus gucken kann. Ich wohne fast mein ganzes Leben hier und habe es trotzdem nicht geschafft, auch nur ansatzweise Begeisterung für dieses völlig dämliche Brauchtum zu entwickeln. Aber ich finde, das ganze Spektakel sollte mal gebührend auf Papier festgehalten werden. Wie genau sich das gestalten könnte, weiß ich noch nicht aber da fällt mir sicher noch was ein. Vielleicht ein Art Krieg zwischen den Schützenbrüdern zwei benachbarter Dörfer. Hier herrscht ohnehin so eine gewisse Konkurrenzsituation mit einem Haufen Schadenfreude, bei dem jedes Kaff dem anderen Pisswetter am Schützenfestwochenende wünscht, damit ihr eigenes Saufgelage als das Geilere in die Geschichte eingeht. Das alleine ist eigentlich schon banane genug, um es irgendwie aufzugreifen. Genre: Unklar. Irgendwas mit Bier und Bufftata.

GESCHICHTEN

Der Juli stand ganz im Zeichen meines Romanmanuskripts über Dämonen, Jäger und apokalyptische Reiter. Ich bin ganz gut voran gekommen und hoffe, den ersten Entwurf im August zu beenden. Leider befinde ich mich gerade im Mittelteil, der – wie letzten Monat bereits erwähnt – für mich immer die größte Herausforderung ist. Da sackt die Geschichte immer so ein bisschen ab und ich habe das Gefühl, dass ich nur die große Lücke zwischen Anfang und Ende fülle, damit da überhaupt etwas steht. Das dürfte vor allem in der folgenden Überarbeitung wieder für sehr viel Kopfzerbrechen sorgen. Aber gehört eben auch dazu. Ich bin nun mal kein Plotter und da tun sich dann beim Schreiben immer Lücken auf, die es später zu füllen oder zu verbessern gilt. Immerhin haben sich die Charaktere bereits gut genug in meinem Kopf geformt, um sie beschäftigen zu können. Also sollte es einigermaßen zügig voran gehen.

Spontane Gedanken – Grillen

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder zum Grillen eingeladen. Und ich kann nur sagen, ich verstehe die Begeisterung für das alles immer noch nicht so ganz. Es ist nicht so, dass ich keinen Spaß hatte, aber das ganze Konzept des Grillens ist bei mir nie so recht angekommen.

Das fängt schon damit an, dass es draußen ohnehin tödlich heiß ist und man dann noch in der Nähe eines Grills sitzt, der auf die ohnehin tödliche Hitze nochmal eine ganze Portion Todeshitze drauflegt. Mit anderen Worten: Grillen ist vor allem Schwitzen und im Zuge dessen viel Saufen. Da ich keinen Alkohol mehr trinke kommen dann natürlich die ständigen Nachfragen, ob ich nicht doch ein kühles Bier haben will. Nein, will ich nicht.

Eingeladen sind 3 Leute. Eingekauft wird im Vorfeld aber natürlich für 25. Das wird sich im weiteren Verlauf des Abends noch negativ bemerkbar machen. Nachdem dann die drei Tonnen Grillkohle und acht Tonnen Grillfleisch angeschleppt wurden, werden erst mal die Grillanzünder gesucht und über die gängigen Alternativen palavert, wie man die Kohle noch zum Glühen bringen könnte. An diesem Punkt stellt sich dann endgültig heraus, wer die wahren Grillexperten sind, die im Notfall sogar in der Wildnis überleben würde. Kurz gesagt: Keiner der Anwesenden, würde in der Wildnis überleben, aber unter Umständen mit der Kombination glühende Kohlen und Kompressor eine Hecke in Brand setzen. Die Grillanzünder wurden zum Glück noch rechtzeitig gefunden.

Da liegt dann also die Wurst. Direkt vom Grill. Quasi brutzelt sie auf dem Pappteller weiter. Und es ist direkt klar, dass man sich bei jedem Bissen die Fresse verbrennen wird und die Geschmacksnerven mit dieser Hitze rein gar nichts anfangen können. Also warte ich ab. Ich hasse heißes Essen. Noch mehr, bei heißen Temperaturen. Aber dann kommt das Gedränge. „Ess doch auch mal was jetzt.“ „Die Wurst wird kalt.“ Die Wurst scheint zu glühen. Sie würde vermutlich nicht mal dann kalt werden, wenn ich sie in flüssigem Sauerstoff bade. Aber ein guter Gastgeber hat natürlich vorgesorgt und fährt Plan B auf: „Hier, wir haben auch Saucen.“ Und dann werden mehrere Saucengläser und Plastiktuben über den Tisch geschoben, bei denen ich nie sicher bin, ob die nicht nach drei Jahren aus einer der hinteren Schrankecke gekramt wurden. Ich habe da ja so einen kleinen Tick, was das angeht. Bei mir zuhause weiß ich immer, wann ich was aufgemacht habe. Wenn also ein Saucenglas im Kühlschrank steht, weiß ich „Ah ja, das habe ich damals beim Grillen im Sommer 2009 geöffnet. Ist vermutlich nicht mehr wirklich genießbar.“ Wenn ich aber nicht weiß, was wann geöffnet wurde und schon wie lange irgendwo vergammelt, kann ich es einfach nicht essen. Also lehne ich die breite Saucenauswahl dankend ab und beschränke mich auf den Ketchup, der noch geschlossen ist. Je nachdem wo man sich befindet, kann das natürlich auch wieder Blicke auf sich ziehen. Im Sinne von „Wieso macht der die neue Ketchupflasche auf, wenn hier doch ganz viele angefangene Saucen stehen?“ Nun, weil ich es kann. Diese Blicke werden mir hier immerhin erspart, also kann ich meine Wurst in den Ketchupsee tunken, der aus der Flasche auf meinen Teller geflossen ist wie ein Wasserfall, nachdem er zuvor in der Flasche fest hing wie Stauwasser an einem Damm.

Ich werde nie verstehen, warum jemand Ketchup in Glasflaschen kauft. Aber klar, da kommt dann der Umweltschutz ins Spiel. Plastik ist böse und so. Wir müssen die Welt retten und so weiter. Ich halte es ja für einen großen Irrglauben, dass wir unbedingt die Welt retten müssen. Ja, das Ozonloch ist da. Und die Regenwälder werden weggeholzt. Und blah. Ja, der Mensch greift in die Natur ein. Und das hat er immer getan. Aber der Natur sind wir scheißegal. Wenn die Natur meint, dass es zuviel wird, dann rottet sie uns einfach aus. Kein Problem. Vulkanausbrüche, Erdbeben, Taifuns, eine neue Eiszeit … wenn die Natur uns erledigen will, haben wir keine Chance. Wir sind alle im Arsch. Wir wissen es nur noch nicht. Natürlich kann und sollte man trotzdem was für den Umweltschutz tun. Mache ich auch. Aber bei Ketchup in Glasflaschen ziehe ich die Grenze.

Wie dem auch sei. Nach dem Verzehr von ein paar Ketchupwürsten bin ich froh, es hinter mir zu haben und bin voll. Man mag es mir zwar nicht ansehen, aber ich bin kein großer Esser. Ja, ich esse gerne. Aber nicht wirklich viel auf einen Schlag. Aber irgendwie müssen ja die acht Tonnen Grillfleisch noch losgeworden werden, was dann immer mit dem Satz beginnt: „Ich habe auch noch Steaks. Die müssen auch noch weg.“ Warum müssen die auch noch weg? Und warum wurden die überhaupt gekauft? Muss beim Grillen wirklich ein Bombardement an Fleischprodukten verbraten werden, nur damit man sowas wie Abwechslung vortäuschen kann? Ich will gar kein Steak haben. Und zwei schon gar nicht. Ja, auch wir Fleischfresser haben unsere Grenzen.

Nachdem dann alles weggegrillt wurde und die Fliegen wie ein Bombenteppich auf das Fleisch hinabstürzen, das sich jetzt gestapelt auf einem Teller mitten in der glühenden Sonne befindet, ist die Sache zum Glück überstanden und ich warte gespannt auf die nächste Einladung zum Grillabend. Die folgt natürlich prompt für nächste Woche. Man sollte nicht erwarten, dass ich mich darüber Freue. Aber ich komme gerne und Spaß hat es trotz allem gemacht. *mampf*

Schreiben wie ein Selbsternannter Schriftsteller – Einführung von Nebencharakteren -Teil 1

Die Schlangofantenarmee ist auf dem Weg nach Burg Lebingen. Dort leben natürlich einige Menschen, die nicht die Hauptrolle in der Geschichte spielen. Und auch auf dem Weg dahin liegt ein Dorf, das von den Schlangofanten überfallen werden könnte. Also eine große Auswahl an Nebencharakteren. Nebencharaktere sind mindestens genau so wichtig wie die Hauptcharaktere. Nicht nur, weil sie die Welt lebendiger machen, sondern auch, weil sie Vielfalt in die eigentliche Geschichte bringen. Jetzt muss man dazu sagen, dass ich vorzugsweise aus der auktorialen Perspektive schreibe. Das heißt, dass der Erzähler alles weiß und eben die Geschichte aus seiner eigenen Sicht erzählt. Das bietet den Vorteil, dass man eben nicht an einen Charakter und deren Aufenthaltsort gebunden ist, sondern mehr oder weniger wild durch die Gegend springen kann. Wenn man aus der Ich-Perspektive oder der personalen Perspektive schreibt, gestaltet sich das Einführen von Nebencharakteren schwieriger, da man eben immer an eine Person gebunden ist. Das macht natürlich dann Sinn, wenn man zum Beispiel in einem Krimi ohnehin nur dem Protagonisten folgt und die Nebencharaktere nur mit diesem agieren. Aber wenn man eben lieber mit vielen Charakteren jongliert, dann ist die auktoriale Perspektive meiner Meinung nach ein guter Weg. Soviel also dazu. Jetzt sind wir also wieder ganz woanders und gucken mal, was bei einem der Nebencharaktere passiert, den wir damit auch direkt in die Geschichte einführen.

Wachmann Thorben stand auf dem hohen Wachturm am Rand des Dorfes und schielte auf das Naseneisen an seinem Helm. Das Naseneisen zog immer wieder seine Aufmerksamkeit auf sich und lenkte davon ab, den Wald zu beobachten. Er nahm den Helm ab und schüttelte seine Pupillen wieder in die richtige Position. Er hatte nie verstanden, warum ein Helm ein Naseneisen brauchte, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass einem beim Kampf ausgerechnet die Nase abgeschnitten wurde, doch sehr gering war. Er hatte noch nie gehört, dass ein Naseneisen einem Mann mal davor bewahrt hatte, seine Nase zu verlieren. Andere Körperteile schienen viel größeren Schutz zu benötigen. Nach einer Schlacht gab es immer unzählige Männer, die auf dem Schlachtfeld ihre Arme oder Beine oder Eingeweide suchten. Aber seine Aufgabe war nicht, die Weiterentwicklung von militärischer Schutzkleidung voranzutreiben. Seine Aufgabe war es, den ganzen Tag auf den Wald zu starren, aus dem nie etwas auftauchte, dass für das Dorf eine Bedrohung darstellte. Hin und wieder zeigte sich mal ein Reh oder ein Hase hoppelte aus einem Gebüsch. Aber zu keinem Zeitpunkt war jemals eine Bedrohung aus dem Wald gekommen. Ja, im hinteren Teil des Waldes, wo die Bäume tot waren und das Leben sich lange aus allen Pflanzen verzogen hatte, trieben bedrohliche Geschöpfe ihr Unwesen. Aber nahe des Dorfes, wo der Wald lebte und gedieh war das Gefährlichste, was man erblicken konnte, ein Fuchs, der die Gänse der Bauern stehlen wollte.

Es soll ja Autoren geben, die ihre Nebencharaktere eher stiefmütterlich behandeln im Vergleich zu den Hauptcharakteren. Ich mache das nicht. Für mich ist jeder Charakter gleich wichtig. Mal abgesehen von Ausnahmen natürlich wie dem üblichen Kanonenfutter, das ohnehin nach drei Sätzen stirbt, oder Leuten, die nur einen ganz kurzen Auftritt in der Geschichte haben. Aber auch da mache ich mir beim Schreiben zumindest ein paar Gedanken, was diese Personen darstellen und wie sie ticken. So hat der Leser – und vor allem auch ich selbst – zumindest direkt ein minimales Bild im Kopf. Nebenbei passiert das bei mir nicht vorausplanend. Ich entwickle das Meiste direkt während dem Schreibprozess.

Jetzt haben wir also gesehen, wie Wachmann Thorben die Welt um sich herum betrachtet. Jetzt schauen wir mal, was sonst noch so in seinem Kopf vorgeht.

Thorben gähnte und stützte sich mit verschränkten Armen auf sein Schwert. Er überlegte, ob er ein kleines Nickerchen machen sollte. Es kam ohnehin nie jemand kontrollieren, ob er seinen Job mit der nötigen Aufmerksamkeit ausübte. Er schaute sich die lange Narbe an, die sich quer über seinen Unterarm erstreckte. Eine alte Kriegsverletzung. Einer der vielen Gründe, warum er sich von der Armee losgesagt und in das kleine Dorf zurückgezogen hatte. Er hatte so einige Schlachten geschlagen und Verletzungen gehörten dazu, wenn man mit seinem Schwert inmitten von gegnerischen Horden stand und überall scharfe Klingen und spitze Pfeile durch die Gegend flogen. Nach der letzten Schlacht hatte Thorben entschieden, dass er genug gekämpft hatte und die grausamen Anblicke und Schreie auf den Schlachtfeldern reichten, um ihn für den Rest seines Lebens mit Albträumen zu versorgen. Ein Nickerchen war vielleicht doch keine so gute Idee.

Wir haben also ein bisschen was über die Weltsicht, das Aussehen und die Vergangenheit des Charakters erfahren. Das reicht dann auch vorerst. Und weil doof rumstehen und in die Gegend starren nicht das Spannendste ist, bauen wir noch schnell eine kleine Handlung ein, um die Szene zu beenden.

Thorben schaute auf. Etwas bewegte sich zwischen den Büschen am Waldesrand. Das Etwas trat aus dem Wald. Thorben schaute genauer hin. Das Schwert fiel um, als er die Arme über dem Kopf zusammenschlug. Eine Armee von Schlangofanten näherte sich dem Dorf. Thorben hob sein Schwert auf und kletterte so schnell es ging die Leiter am Wachturm herunter. Er lief los und übersah einen Stein am Boden. Er stolperte und fiel. Sein Helm kullerte über den Boden. Er stand auf und ließ den Helm liegen. „Die Schlangofanten kommen!“, rief er und lief zu seinem Pferd. „Rette sich wer kann!“ Er stieg auf das Pferd und ritt davon. Aus der Ferne hörte er die Schreie der Dorfbewohner, als die Schlangofanten in das Dorf einfielen. Er schaute sich nicht um.

Thorben hat also Angst vor Schlangofanten. Das kann man später wieder aufgreifen und ermöglicht zudem einen kompletten Nebenhandlungsstrang, bei dem Thorben sich am Ende seiner Angst stellen muss, wenn er zum Beispiel gegen Krump kämpft, oder in eine Schlacht gegen die Schlangofanten zieht. Ich halte mir da gerne ein paar Möglichkeiten offen.

Thorben reitet jetzt Richtung Burg und wer da so wohnt gucken wir uns beim nächsten Mal an.

Wie behandelt ihr eure Nebencharaktere? Stellt ihr die auch gerne gelangweilt auf Wachtürme? Und wie schnell könnt ihr aus einem Dorf flüchten, wenn eine Bedrohung naht?

Under Construction – Juni 2018

Als selbsternannter Schriftsteller hat man ständig auf mehreren Baustellen gleichzeitig zu arbeiten. Einen monatlichen Überblick über die Dinge, an denen ich gerade arbeite, gibt es ab jetzt hier im Blog.

BLOG

In letzter Zeit habe ich es tatsächlich ganz gut geschafft, regelmäßig ungefähr alle 2 Wochen einen neuen Blogpost zu veröffentlichen. Mal schauen, ob ich das beibehalten kann. Ein paar Posts habe ich schon vorbereitet, aber mir fehlen immer noch etwas die zündenden Ideen hier, um noch mehr rauszuhauen. Eigentlich würde ich gerne wöchentlich einen Post veröffentlichen. Aber mal schauen, wann mir da die große Erleuchtung kommt, mit der ich das dann bewerkstelligt kriege. Für Vorschläge bin ich natürlich immer offen.

INSPIRATION

Die Fußball WM ist im vollen Gange. Und mir ist es relativ egal. Die Zeiten, in denen ich mich mit diesem Sport eingehender beschäftigt habe, sind vorbei. Mittlerweile ist mir das zu viel Geldhinundhergeschiebe. Und Deutschland ist ja ohnehin sang- und klanglos ausgeschieden. Immerhin habe ich das eine Spiel gesehen, das sie gewonnen haben. War mir aber genau so egal wie der Rest. Das hat mich auf die Idee gebracht, über den Sport vielleicht eine Geschichte zu schreiben, in der es um Korruption, Spielmanipulation, abgehobene Sportstars und Millionen geht. Und natürlich um besoffene Sportfans, die sich gegenseitig in die Fresse hauen. Vermutlich siedele ich das Ganze in einem Science-Fiction-Setting an. Geplante Veröffentlichung: Zur WM 2022 in Katar, die sowas von gekauft ist, dass sich nicht mal ein korrupter Verschleierungsmeister wie die FIFA rausreden kann.

Nebenbei habe ich nach einem kurzen Gespräch mit der lieben Ally J. Stone auf Twitter spontan das persönliche Projekt #8bis2020 ins Leben gerufen. Das besagt nichts anderes, als dass ich bis einschließlich 2020 8 Bücher veröffentlichen will. Dabei gelten natürlich keine Kurzgeschichten, denn das wäre dann doch zu einfach. Also ich sage mal, mindestens 100 Seiten sollten es jeweils schon sein. Nummer 1 ist raus. Noch 7 zu erledigen.

WORK IN PROGRESS

Nach der Veröffentlichung ist vor der Veröffentlichung, sagte mal ein Mann der schlauer war als ich. Ich weiß nicht, wer es war, aber unter diesem Aspekt kommen da viele in Frage. Nachdem ich also meine erste Kurzgeschichtensammlung rausgeballert habe, die ihr HIER FÜR KINDLE kaufen könnt, arbeite ich natürlich an der Fortführung. Teil 2 und 3 befinden sich in der Überarbeitung. 4 ist in Arbeit. Der abschließende fünfte Teil ist mehr oder weniger durchgeplant.

Nebenbei stand noch die Überarbeitung einer Fantasy-Kurzgeschichte an, die dann irgendwann in einer Verlags-Antholgie erscheinen wird.

Bevor es mit der Arbeit an der Dewon Harper Reihe weitergeht, schreibe ich aber momentan erst mal den ersten Entwurf zu einem Roman, der sich im Urban-Fantasy-Genre bewegt. Eventuell mit einem kleinen Horroreinschlag, was mir aber vermutlich nicht so recht liegt. Aber mal schauen, wie es sich entwickelt. Bisher habe ich zumindest schon mal 2 Kapitel geschrieben und es entwickelt sich ganz gut. Schwierig wird sowieso wie immer der Mittelteil, aber da mache ich mir Gedanken drum, wenn ich dort ankomme.

Was passiert gerade spannendes auf euren Blogs? Wovon lasst ihr euch zur Zeit inspirieren? Und woran schreibt (und verzweifelt) ihr momentan?

Technisches Genie – Problem gelöst

Der kurze Hinweis, dass ich das Problem mit dem, bei Amazon veröffentlichten, Ebook gelöst habe. Wie das so ist, wenn man Sonntagnachmittags einfach nur herumhängt, kam mir der Geistesblitz und ich habe das automatisch generierte Inhaltsverzeichnis rausgeschmissen und durch ein selbst erstelltes ersetzt. Und siehe da, jetzt scheint sich das Buch auch auf der ersten Seite zu öffnen, wie es sein sollte.

Dewon Harpers Kriminalakten ist also jetzt noch besser. Wer es noch nicht gekauft hat, kann sich das Teil jetzt völlig beruhigt und mit einem Fehler weniger HIER herunterladen.

Dewon Harper ist da!

Nachdem ich es ja schon im letzten Blogpost angedeutet hatte, ist es jetzt soweit:

DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN ist jetzt auf Amazon für Kindle erhältlich. Und zwar HIER.

Und das Beste ist: Der Spaß kostet nur 99 Cent.

 

Was macht ein Mann, der seine eigene Geschichte nicht kennt? Er erzählt erst mal alle anderen.

Dewon Harper wird gesucht. Er weiß nicht von wem. Er weiß nicht warum. Die Erinnerung an seine Vergangenheit ist aus seinem Gehirn gelöscht. Als Einwohner einer Stadt wie Lebingen, gibt es sicher schlimmeres, als sein Gedächtnis an die Verbrecher, Volltrottel und den Irrsinn zu verlieren, die diese Stadt regelmäßig heimsuchen. Allerdings tummeln sich in Dewon Harpers Kopf unzählige Geschichten, die sich um diese Stadt und ihre Bewohner drehen:

Müllwagenfahrer und Hippies werden zu Mordermittlern, eine Hitzewelle brütet über der Stadt, ein Künstler verzweifelt auf dem Weg zum Ruhm und ein Leichenbestatter kommt einem Geheimnis auf die Spur.

Während er sich in einem heruntergekommenen Motelzimmer versteckt hält, erzählt Dewon Harper diese Geschichten und mehr über die Stadt Lebingen, in der scheinbar alles möglich ist.

 

Es handelt sich also im engeren Sinne um Krimis mit einer sehr simplen Rahmenhandlung (die aber im weiteren Verlauf der Teile noch ausgebaut werden wird).  Der erste Teil dient erst mal dazu, die Leser an meinen Irrsinn heranzuführen und bietet einen lockeren Einstieg. Hoffe ich. Ganz zufrieden bin ich sowieso nie, aber das ist wohl das normale Problem des Künstlers.

Leider habe ich das Lesestartproblem nicht in den Griff gekriegt und das Buch öffnet sich mittendrin. Da der Amazon Kundendienst absolut nicht hilfreich war und ich selbst einfach zu doof bin, den Fehler zu finden, muss ich wohl damit leben. Aber wäre ja auch eigenartig gewesen, wenn bei mir mal was ohne Komplikationen verläuft.

Wenn ihr den selbsternannten Schriftsteller unterstützen wollt, könnt ihr das Buch HIER kaufen. Viel Spaß beim Lesen.