Montagsfrage: Kopfkino

Es ist schon wieder Montag. Fürchterlich, ich weiß. Ich würde jetzt auch lieber noch im Bett liegen und mir in meinem Kopf wilde Fantasien mit leichtbekleideten Engeln, blutrünstigen Froschmutanten und mir als coolem Helden, der im Bett liegt und dadurch Verbrechen löst, ausmalen. Aber immerhin geht es in der Montagsfrage vom Buchfresserchen heute auch um Kopfkino:

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Wenn du liest, stellst du dir dann bewusst alles vor oder passiert das eher automatisch? Oder liest du einfach ohne Kopfkino?

Ohne Kopfkino zu lesen kann ich mir schon mal so gar nicht vorstellen. Denn genau das ist doch das schöne am Lesen. Jeder baut sich seine eigene Welt aus den Worten zusammen. Das ist nebenbei auch der Grund warum für mich die Reihenfolge erst Film dann Buch nicht in Frage kommt. Wenn man ein mal die Bilder des Films im Kopf hat, zerstört es das Leseerlebnis, aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls entsteht in meinem Kopf beim Lesen immer eine Welt mit den Figuren und den Umgebungen und den Geräuschen; eben alles was dazu gehört. Dabei brauche ich auch keine detaillierten Beschreibungen. Sobald eine Person in der Geschichte auftaucht, habe ich sie vor Augen. Eine kurze Beschreibung macht das Bild dann noch etwas klarer, aber eine ewig ausschweifende Beschreibung ermüdet mich nur und ändert auch nicht mehr viel an dem Bild, dass ich ohnehin im Kopf habe. Deshalb hier ein Plädoyer gegen unnötig lange Beschreibungen in Büchern. Es langweilt nur. Looking at you Tolkien …

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18 Gedanken zu “Montagsfrage: Kopfkino

    1. Bei mir funktioniert ein Buch dann einfach nicht mehr. Ich kenne die Geschichte, habe Bilder im Kopf, die sich nicht mehr verdrängen lassen usw.
      Bei mir bildet sich halt eine komplette Welt im Kopf, da gehören Geräusche und auch Stimmen natürlich dazu. Auch wenn die nicht so ausgeprägt vorhanden sind, wie das Visuelle.

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      1. hm, bei mir ist es dann eher leise im Kopf. Mir ist wichtiger was ich sehe. Ich muss mich dann auch eher anstrengen wenn ich mir jemand anders vorstellen will, aber es geht durchaus. Meistens.

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      2. Probleme gibt es da vor allem, wenn die Beschreibung in der Vorlage stark von dem im Film/TV gesehenen abweicht. Hat der Charakter plötzlich blonde Haare statt schwarze, oder fehlte ihm im Film ein Arm, oder wasweißich. Das kriegt man eben schlecht wieder raus.

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      3. da ich mir eh schlecht details merken kann weiß ich das meist dann schon gar nicht mehr. Oft erst wenn ich das Buch lese und direkt danach den Film gucke. Sonst fällt mir sowas nur selten auf.

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      4. das hätte ich auch gerne. Wobei es eigentlich auch ganz gut ist, dass ich mir nicht so Details merken kann. Die grobe Geschichte hab ich ja im Kopf.

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Laber mich voll, ich mag das.

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