Bundestagswahl – Spontane Gedanken 6

Es gibt ja so einige Themen, über die andauernd palavert wird. Und keins dürfte für mich so unfassbar langweilig sein wie Politik. Wenn ich das Wort nur höre, könnte ich direkt wegnicken. Es interessiert mich wirklich überhaupt nicht, dieses ewig gleiche Gelaber der Oberen, die viel reden aber absolut nichts sagen. Und deshalb geht mir die Wahl auch jedes mal aufs Neue ganz gewaltig am Arsch vorbei. Ich war nicht mehr wählen seit … keine Ahnung, 2002 oder so. Damals mit Schröder noch, dem Affen, der dann doch lieber mit Gas seine Knete verdienen wollte und somit mal wieder zeigte, wie hirnlos und behämmert diese ganze politische Grütze eigentlich ist, und sich deshalb lieber verpisst hat und alle seine Wähler hängen ließ. Toller Typ …
Jetzt flennen natürlich wieder alle rum: „Du gehst nicht wählen? Aber die Demokratie!“ Nun, für mich definiert sich Demokratie dadurch, dass ich zwischen Pest und Cholera entscheiden darf, wer die nächsten 4 Jahre die meiste Knete fürs Nichtstun in den faulen Arsch geschoben kriegt, ohne auch nur irgendwas zu bewegen oder Interesse daran zu haben, mir als Bürger das Leben zu erleichtern, während ich zusehen muss, dass ich über die Runden komme und nicht ab morgen unter der Brücke penne. (Um es mal überspitzt auszudrücken. Hier im Dorf gibts gar keine Brücke unter der ich pennen könnte.)

Aber dieses Jahr war es etwas anders. Die Arschkrampen für Dummgeborene sind auf dem Vormarsch. Und da musste ich dann doch mal am heiligen Sonntag, der in der Regel für Filme, Serien und Football reserviert ist, vor die Tür gehen, um meine Kreuze zu machen. Aber nicht, weil ich irgendeine Partei ganz besonders toll gefunden hätte. Soweit ich das beurteilen kann, sind die alle sogar noch faulere Saftsäcke geworden, als es ohnehin schon der Fall war. Nein, ich war wählen aus Protest, einfach weil ich keinen Bock auf die Abgefuckten Fotzen-Deutschen habe und nicht irgendwann mit einem Kreuz auf dem Arm im Gleichschritt gegen illegale Einwanderer marschieren will. Das würde nämlich bedeuten, dass ich am heiligen Sonntag wieder regelmäßig vor die Tür müsste. Also keine Option für mich.

Und was hat es am Ende gebracht? Merkel ist mal wieder Kanzlerin. Wie auch die nächsten zwanzig Jahre. Oder vermutlich bis sie irgendwann den Löffel und damit das Amt abgibt. Die SPD ist der gleiche Saftladen wie immer und kaspert immer weiter ab. Die anderen sind halt auch da gewesen und keine Sau interessierts. Und die NSDAP 2.0 ist natürlich auch am Start. Als drittbeste Partei. Und jetzt wundern sich die Leute alle über die Dummheit der Wähler? Hallo, kleine Ansage: Wo Menschen sind, ist vor allem die Dummheit. Wen wundert da bitte so ein Ergebnis? Dumme Arschlöcher dürfen eben auch wählen. Das ist nun mal Demokratie.

Vielleicht wäre es deshalb mal Zeit, die Demokratie zu überdenken. Ja ja, ich weiß, alle finden die richtig toll. Aber ich bin mal für etwas Abwechslung. Wie wäre es mal wieder mit einer Diktatur? Und nein, ich meine keinen größenwahnsinnigen Massenmörder, unter dessen Herrschaft man zu sputen hat, wenn man nicht an die Wand gestellt werden will. Ich meine irgendjemand cooles, der einfach locker drauf ist und hin und wieder mal zum „Tag des Tanzes“ aufruft, an dem jeder verpflichtet ist zu tanzen. Oder einfach mal spontan einen neuen Feiertag einführt, an dem man sich so richtig besaufen kann – inklusive einer Woche Zwangsurlaub, um den Kater auszukurieren. Ich würde das natürlich für andere Dinge nutzen, da ich nicht mehr trinke. Aber eine freie Woche ist eine freie Woche. Man muss halt nur aufpassen, dass er nicht plötzlich in Polen einmarschieren will, dann kann da so viel nicht schief gehen. Und wir wären immer alle gut drauf, wegen dem Tanzen und dem Saufen und dem Urlaub. Wobei es vermutlich genau darauf hinauslaufen würde. Die Macht steigt den Leuten ja gerne zu Kopf.

„Mein Diktator, hast du gehört: In Polen wird nicht getanzt.“

„Was? Das müssen wir ändern. Lasst sie uns ausrotten und dann auf dem Massengrab tanzen!“

„Aber mein Diktator …“

„Schnauze. Ich habe gesprochen. Und jetzt tanz ab!“

 

Hm, vielleicht ist die Demokratie also doch nicht so verkehrt. Wenn die Arschgeigen mal anfangen würden, ihren verdammten Job zu machen. Bis dahin versuche ich erstmal, die nächsten 4 Jahre zu überleben und dann geht der Spaß von vorne los. Und dann werde ichwieder an der Wahlurne stehen und überlegen, wo das Kreuz am sinnvollsten ist und vergeblich nach der Autorenpartei suchen, die für Kreativität für alle steht. Aber so heilig ist mir der Sonntag dann mittlerweile auch nicht mehr, um mir diese Suche entgehen zu lassen. Und vielleicht finde ich diese Partei ja doch noch irgendwann.

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Laber mich voll, ich mag das.

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