Fragen ohne Antwort #157

Ich bin ja niemand, der zum Jahresanfang irgendwelche Vorsätze fasst, die dann ohnehin nicht eingehalten werden. Wenn ich mehr Sport machen will, kann ich an dem Vorsatz schließlich auch genau so gut im Sommer scheitern. Wozu also direkt das eigene Jahr versauen?

Aber schon vor längerer Zeit habe ich mir vorgenommen, den Blog hier mal etwas in Schwung zu bringen. Bisher fehlen mir dazu aber auch weiterhin die zündenden Ideen. Immerhin habe ich aber im letzten Jahr der lieben Gina von Passion Of Arts zugesagt, hin und wieder mal bei ihren Fragen ohne Antwort mitzumachen. Ich mag ja solche Frage-Antwort-Dinger, weil es Spaß macht, sie auszufüllen und meine Leser dabei auch noch etwas über mich und meine wirren Gedanken erfahren. Und deshalb mache ich heute mal mit bei dem Spaß und tue Gina damit auch noch einen Gefallen, da sie sich schon so lange wünscht, dass mal der ein oder andere aus ihrem Blog-Umfeld die Fragen beantwortet. Na, wenn das mal alles nicht perfekte Gründe sind, um hier die 20 Fragen (ich bin immer noch der Meinung, dass 10 völlig ausreichen und weniger Arbeit für Fragensteller und -beantworter machen würden und dadurch vielleicht weniger abschreckend wirken) zu beantworten. Bei weiteren Fragen zu dem ganzen Ding – zum Beispiel, was zum Kuckuck eigentlich die VOGUE mit dem ganzen Kram zu tun hat – wendet euch an Gina. Ich habe nämlich absolut keine Ahnung. Also los:

1. Macht Ihnen das Älterwerden etwas aus?

Nicht wirklich. Im Prinzip ist es ja auch gar keine so schlechte Sache. Klar, alle sagen immer, dass als Kind alles einfacher war, aber dafür musste man täglich in diese komische Institution namens Schule tapern und sich da den langweiligen Krampf anhören, den die Nasen vorne an der Tafel so erzählten und so tun, als ob einen die ganze Scheiße wirklich interessiert. „Oh ja, erzähl mir mehr von Agrarwirtschaft in Timbuktu, Herr Lehrer.“ Erdkunde ist so ein Knallerfach. Spannung pur. Und man hat so viel gelernt. Ich bin zwar immer noch nicht in der Lage, den Rhein auf einer Landkarte zu finden, aber immerhin weiß ich wie man Kartoffeln in Timbuktu anbaut. Von Fächern wie Religion oder dem immer wieder einfach nur grauenhaften Sportunterricht fange ich besser gar nicht erst an. Älterwerden rockt. Ich weiß jetzt trotzdem eine Menge Scheiß, den kein Mensch wissen muss, aber immerhin sind es Dinge, die mich interessieren.

2. Unsterblichkeit als Motiv – Können Sie Schurken verstehen?

Nun ja, ist Unsterblichkeit nicht ein durchaus erstrebenswertes Ziel? Schließlich haben ja nur die Wenigsten so richtig Bock darauf, irgendwann unter der Erde zu verrotten. Gut, die Antagonisten müssten beim Versuch, die Unsterblichkeit zu verlangen natürlich nicht immer gleich das ganze Universum in unmittelbare Implodiergefahr bringen. Aber jede Forschung hat nun mal so seinen Preis. Wobei, was wäre eigentlich, wenn der Antagonist wirklich unsterblich wird und dann das Universum implodiert? Überlebt er das dann auch?

3. Wie würden sie reagieren wenn sie einen Benjamin Button zum Bruder oder Sohn hätten?

Ich würde pennen gehen. Der Film war so sterbenslangweilig, das im wahren Leben zu ertragen ist keine Option.

4. Wenn Sie den Stein der Auferstehung besäßen, würden Sie ihn nutzen? Oder hätten Sie doch lieber ein anderes Heiligtum des Todes in Ihrem Besitz?

Ist das nicht auch irgendwie die Frage nach Unsterblichkeit? Wiederauferstehung kommt ja irgendwie aufs Gleiche raus. Außer, dass dabei vielleicht das Universum nicht direkt implodiert.

5. Angenommen eine Zeitreise wäre für Sie möglich, würden Sie die Chance nutzen oder wäre Ihre Angst vor den Konsequenzen viel zu groß?

Pfft, Konsequenzen … ich bin weg hier und gucke mir dann später an, was ich angerichtet habe. Sind wir ehrlich: Viel schlimmer als momentan kann es doch ohnehin kaum werden. Ich frage mich ja ohnehin, ob man dabei wirklich so viel Schaden anrichten könnte. Wäre es wirklich so eine große Katastrophe, wenn der ein oder andere nicht geboren worden wäre, nur weil ich versehentlich in der Vergangenheit seine Ur-Oma überfahren habe? Übernimmt seinen Job halt jemand anderes, der es genau so gut versauen kann. Macht doch keinen Unterschied.

6. Sie wüssten, dass Ihr Vater nach einer Reise im All kaum gealtert zurückkehren würde, Sie dafür aber Ihr ganzes Leben schon gelebt haben – Würden Sie ihn davon abhalten zu gehen?

Wie oft hat man denn bitte die Möglichkeit ins All zu reisen? Und wer bin ich denn bitte, dass ich jemanden von dieser Reise abhalten würde? Grüß mir die Venus!

Mal davon abgesehen, wäre ich zwar bei seiner Rückkehr alt, aber ich könnte dann erzählen, wie ich es vom Selbsternannten Schriftsteller zum absoluten Mega-Autor, der die Welt regiert, gebracht habe. Hat vermutlich was mit Unsterblichkeit zu tun. Hm, wenn ich hier auf der Erde dafür sorge, dass das Universum implodiert und mein Vater ist nicht auf der Erde, wer würde dann eher draufgehen?

7. Zeit kann viel Veränderung bringen. Wie wünschen Sie sich eine Zukunft in etwa 300 Jahren?

Weniger geisteskranke Arschlöcher in hohen Positionen … oder nee, wartet, gar keine hohen Positionen mehr. Jeder gleichgestellt und alle geisteskranke Arschlöcher. Hui, das wäre ein Spaß. Da ich nicht unsterblich bin, muss ich mich dann ja nicht mit dem Chaos rumschlagen, das dieser Umstand mit sich bringen würde.

8. Der älteste Film, den Sie gesehen haben?

Puh, schwierig. Vermutlich ein Kurzfilm von Laurel und Hardy aus den 20ern. Spielfilm müsste „The Most Dangerous Game“ von 1932 sein. Fantastischer Film nebenbei.

9. Würden Sie auch gerne mal, wie Indiana Jones, auf ein Abenteuer gehen und uralte Schätze finden?

Theoretisch ist das bestimmt spaßig, aber ich bin ein zu fauler Sack, um in alten Tempeln rumzuhüpfen und gegen Nazis zu kämpfen. Ich schicke dann lieber andere vor und lasse mir was Schönes mitbringen.

10. Ihr persönlicher Binge-Watching-Rekord?

Keine Ahnung. Ich bin kein Binge-Watcher. Ich mag nach wie vor das System mit einer Episode pro Woche. Manchmal auch mal mehr, aber es kommt sehr selten vor, dass ich wirklich mehr als 2 Folgen einer Serie am Stück gucke.

11. Zeit heilt alle Wunden. Welche ist ihre bisher schlimmste Verletzung gewesen?

Ich bin nicht anfällig für Verletzungen und hatte in fast 35 Jahren noch keine ernsthafte Verletzung, die über „O, es blutet ein bisschen“ hinausgeht. Vielleicht bin ich tatsächlich unsterblich und unverwundbar. Oder ich habe einfach nur ne Menge Glück, was das angeht. Und bei allem anderen als Ausgleich dann eben Pech.

12. Welcher ist der älteste Gegenstand in Ihrem Besitz?

Besitz? Ist das dieses Ding, wo einem Gegenstände gehören? Sowas kann ich mir nicht leisten.

13. Könnten Sie mit jemandem befreundet sein, der mehr als doppelt so alt ist, wie Sie?

Mathe ist nicht so meine Stärke, deshalb weiß ich gerade nicht, wie alt das wäre, aber ich glaube, das wäre kein Problem, solange die Person mir nicht tierisch auf den Sack geht, wie 90 % der menschlichen Spezies es tut. Also stehen die Chancen gar nicht mal so gut.

14. Und wie wäre es mit einem Roboter, wäre da eine Freundschaft drin? Vorausgesetzt dieser gäbe einen täuschend echten Menschen ab.

Wenn ein Roboter, dann Marvin der manisch depressive Roboter aus „Per Anhalter durch die Galaxis“. Wir könnten uns dann gegenseitig bemitleiden.

15. Sind Sie ein geduldiger Mensch?

Ja. Wo bleibt Frage 16?

16. Und täglich grüßt das Murmeltier – Ist die Vorstellung von Gefangenschaft in einer Zeitschleife für Sie auch furchtbar unangenehm?

Ist doch toll. Man kann tun und lassen was man will und seinen Mitmenschen mal so richtig eins in die Fresse hauen, wenn sie einem mal wieder tierisch auf den Sack gehen. Wird vermutlich irgendwann langweilig, aber am Anfang ist es bestimmt super.

17. Wenn Sie wüssten, dass Sie in naher Zukunft alles vergessen werden, welche Maßnahmen würden Sie ergreifen?

Alle guten Bücher und Filme schon mal rauslegen, damit ich die dann nochmal zum ersten Mal erleben kann. Es gibt ja solche Werke, die einen so richtig vom Hocker gehauen haben. Aber wenn man sie dann kennt, ist es natürlich beim zweiten Mal nicht mehr die selbe Erfahrung.

18. 12 Uhr mittags findet ein Duell statt und Sie sind einer dieser Duellanten – Sind sie pünktlich?

Vermutlich nicht. Ich komme so um halb 2, wenn mein Gegner bereits gelangweilt in einer Ecke sitzt, niete ihn schnell überraschend um und gehe mich im Saloon besaufen.

19. Fänden Sie es schön, wenn man das Leben mit einer Fernbedienung vor- und zurückspulen könnte?

Wäre mir zu anstrengend. Ich wäre vermutlich nur am hin und her spulen und wüsste irgendwann gar nicht mehr, wo ich mich befinde. Was wäre eigentlich wenn man zu weit spult? Bis nach seinem Tod zum Beispiel. Dann ist man im Arsch und kann nicht wieder zurückspulen. Und was ist wenn man bis in die Schulzeit zurückspult und der Schulschläger die Fernbedienung klaut? Dann muss man die ganze Erdkundekacke noch mal ertragen. Danke, ich passe.

20. Würden Sie wollen, dass man Dinosaurier züchtet, wenn die Möglichkeiten gegeben wären?

Es sollte doch ziemlich klar sein, wie das ablaufen würde. Professor Jura forscht in seinem Labor und hat plötzlich die leuchtende Idee. „Juhu, ich habe einen T-Rex erschaffen!“ Rooooooaaaaaaaaaaar! Und Haps. Professor Jura ist Dino-Futter. Und der Rest der Menschheit ist als nächstes dran. Vermutlich keine so gute Idee. Wobei so ein Triceratops als Haustier ja schon ganz cool wäre. Aber die Futterkosten kann man sich ohnehin nicht leisten.

10 Gedanken zu “Fragen ohne Antwort #157

  1. Danke fürs Mitmachen, das sind tolle Antworten, die mich meistens sehr erheitert haben. Besonders die 3 hat mir gefallen. Von Erdkunde scheinst du ja wirklich ein Trauma zu haben, aber glaube mir, ich kann das nachvollziehen. In der Schule lernt man ja kaum was brauchbares. Wenn ich so an meinen Job denke .. ich muss nur noch Zentimeter in Meter etc. umrechnen .. ich hätte nach der 2. Klasse aufhören können 😀

    Gute Frage das mit der Unsterblichkeit und der implodierten Erde. Im Prinzip müsste man das überleben.

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    1. Das Ding mit der Schule ist eben genau das. Klar, man braucht Mathe, Deutsch und Englisch und halt auch ein bisschen Wissen über anderen Kram. Aber wir haben damals wirklich unfassbaren Krampf durchgenommen in den sogenannten Nebenfächern, wo man sich damals schon gefragt hat, wozu das eigentlich gut sein soll. Die Frage mit dem implodierten Universum kann ich zum Beispiel nicht beantworten, weil es mir in Physik nie beigebracht wurde. Stattdessen wurde mir erklärt, wie eine Glühbirne funktioniert. Toll. Und was bringt mir das heute? Gar nix, denn wir haben nur noch Energiesparlampen.

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      1. Genau. Man lernt im Grunde nicht viel, was man fürs Leben braucht. Einen Haushalt führen .. Geld anlegen, Überweisungen tätigen … etc. Hauptsache man weis, dass Kolumbus Amerika entdeckt hat. Und dann hat er das nicht einmal! Der Penner! Die Vikinger waren da schon um Jahre vor ihm da und haben auch nicht die Inkas ausgerottet!
        Ich weiß auf jeden Fall, wo Hitler zum scheißen hingegangen ist, aber nicht wie man eine Bewerbung an eine Universität schreibt.

        Physik … oh Gott … da bin ich durchgefallen xD

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      2. Ich war in Physik auch immer absolut schlecht. Aber eben auch, weil es nur um Kram ging, der mich nicht interessiert. Dabei gibt es ja durchaus interessante Physik. Der ganze Krempel im Weltall beispielsweise. Was sind schwarze Löcher? Was passiert genau, wenn ein Stern erlischt? Oder auch simple Dinge wie Gravitation. Haben wir alles nie gehabt.

        Ich finde ja ohnehin, dass das Schulsystem hier komplette Scheiße ist. Wieso muss ich mich in späteren Jahren noch mit Krampf wie Religion, Sport, Musik, Politik etc. rumplagen, wenn mir das einfach alles komplett am Arsch vorbei geht? Es wäre viel sinnvoller, wenn man so ab Jahr 8 die für sich interessanten Fächer wählen könnte. Und das am besten aus einer größeren Auswahl, als den 5 Fächern, die man da sowieso hat. Kreative Fächer zum Wählen. Wissenschaftliche Fächer zum Wählen. Sprachliche Fächer zum Wählen. Und so weiter. Wäre einfach sinnvoll. Aber gut, ich fand ohnehin jede Sekunde in der Schule einfach nur absolut unerträglich und würde nicht mal zurück gehen, wenn mein Leben davon abhinge. Ich habe es einfach nur gehasst.

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      3. Ich hatte im Grunde nie wirklich Physik. Ich bin ja damals nur von der Hauptschule auf den sogenannten M-Zweig (Mittlere Reife Zweig) gewechselt und auch da hatten wir nur PCB (Physik – Biologie – Chemie). Meistens haben wir uns in Biologie aufgehalten, völliger Schwachsinn, drei Fächer in eines zu quetschen. Später nach der Ausbildung hab ich es dann mit dem Abi probiert und bin auf die Berufsoberschule. Da ich einen technischen Beruf hatte, musste ich in den Technick-Zweig, aber hier in Landshut hat man da eh die Wahl zwischen Pest und Cholera. Technick oder Wirtschaft! Gestaltung hätte ich auch noch nehmen können … aber dann hätte ich erstmal die Aufnahmeprüfung dafür schaffen und täglich nach München pendeln müssen!
        Nun zurück zu Physik … ich war also auf der BOS und dann ging es in Physik total Mathematisch zu und ich dachte ich habs endlich verstanden und fand mich recht gut, für jemanden, der noch nie damit zu tun gehabt hatte. Dummerweise hab ich alles falsch gerechnet … 0 Punkte in der Schulaufgabe, also eine glatte 6.
        Unser Schulsystem ist schon lange ziemlich Banane, ich hab allein aus Berufsszwecken schon 2x die Mittlere Reife gemacht und das ohne Prüfung. Warum geht man dann in die Realschule?

        Stimme dir zu, ab der 8. Klasse sollte man wirklich wählen können. Was ich mich immer durch den Sport und vor allem dieses Werken geplagt habe. Ich hab zwei linke Hände!

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      4. Ihr hattet die drei Fächer zusammengefasst? Das ist ja noch bekloppter.
        Werken fand ich auch immer kacke. Mein selbstgefeilter Brieföffner würde sich nichtmal als Mordwaffe anbieten.

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      5. Oh ja .. der größte Mist, den die je erfunden hatten!
        Ich hab von dem werken nichts mehr übrig, alles was ich gebastelt hab ist außenander gefallen.

        Nun .. wenn ein Einbrecher kommt, bist du wenigstens bewaffnet xD

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  2. Jemand abhalten ins all zu reisen? Niemals!! Wenn ich es könnte, wäre ich schon unterwegs 🙂
    Schöne Antwort bei Frage 16 🙂
    Ist Unsterblichkeit wirklich erstrebenswert, wenn man immer wieder aufs Neue miterleben muss, wie alle Lieben und Freunde neben einem wegsterben?

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Laber mich voll, ich mag das.

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