Making Of – Dewon Harpers Kriminalakten – Teil 1

So ein Blick hinter die Kulissen ist ja immer ganz interessant. Ich persönlich zumindest lese immer ganz gerne mal was darüber, wie Autoren so arbeiten, woher sie ihre Ideen nehmen und wie sie diese umsetzen. Deshalb poste ich ja auch monatlich kleine Inspirationen und Ideen hier im Blog. Warum also das Ganze nicht auch mal etwas größer aufziehen und mehr ins Detail gehen. Zum Beispiel mit meiner ersten Veröffentlichung:

DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN

Wenn ihr den Spaß noch nicht gelesen habt, keine Angst, Spoiler werden sich hier kaum finden. Ihr könnt aber natürlich auch erstmal zuschlagen und das Buch für nur 99 Cent aufs Kindle laden.

DIE STADT

Am Anfang steht ja immer irgendeine Idee. Und diese Idee war in diesem Fall, einen Ort zu kreieren, der unzählige Möglichkeiten für absoluten Wahnsinn aber auch in der Realität verhaftete Geschichten bietet. So wurde die Stadt Lebingen geboren, die vor allem durch Verbrechen und Korruption besticht. Aber eben auch durch übernatürliche Phänomene und anderen Irrsinn. Ich wollte mir einfach keine Grenzen setzen. Allerdings funktioniert das nicht ganz so einfach, denn auch wenn die Geschichten selten miteinander verwoben sind, muss man ja irgendwie erklären, warum das alles in der gleichen Stadt passieren kann, ohne dass sich die Bewohner an den ganzen Kram erinnern und noch nicht völlig durchgedreht sind. Okay, man könnte sagen, dass die Bewohner alle durchgedreht sind, aber eben auf andere Weise. Es gibt also einen Kniff um diese Stadt, der aber noch nicht verraten wird, denn ihr sollt ja auch die nachfolgenden Bände lese. Ja, heiß machen kann ich.

DIE HANDLUNG

Die Grundidee war dabei, eine Figur innerhalb dieser Stadt zu haben, die jede Menge – um nicht zu sagen alle – Geschichten rund um die Stadt kennt. Ich dachte erst an einen Autor, aber das war mir zu langweilig. Irgendwann kam mir dann die Idee, dass diese Figur ihr Gedächtnis verloren hat und nichts außer den Geschichten im Kopf hat. Dewon Harper war geboren. Natürlich braucht es auch für diese Sache eine Erklärung. Warum hat der Erzähler sein Gedächtnis verloren? Woher kennt er all diese Geschichten? Und warum wird er verfolgt? So kam die Grundstory dazu, die zwischen den einzelnen Geschichten zum Tragen kommt. Zugegeben habe ich dabei zwei Fehler gemacht: Erstens habe ich mich für die Ich-Perspektive entschieden. Eigentlich mag ich die nicht wirklich. Weder beim Lesen noch beim Schreiben. Aber da ich die Figur so mysteriös wie möglich halten wollte, bot sich das irgendwie an. Der zweite Fehler war, dass ich die ursprüngliche Idee vielleicht etwas zu sehr ausgeweitet habe. Deshalb kommt diese zusammenhängende Story in den ersten Teilen nicht so recht in die Gänge und dient wirklich nur als Puffer zwischen den Kurzgeschichten. Aber ich verfolge einen Plan und weiß, wo die Sache hingeht. Das ist schon mal mehr, als ich über … so ziemlich alles andere sagen kann, was ich sonst so schreibe.

Um hier den Rahmen nicht zu sprengen, gehe ich auf die einzelnen Geschichten in einem zweiten Teil ein. Bis dahin könnt ihr gerne das Buch noch schnell lesen, indem ihr es für nur 99 Cent aufs Kindle ladet.

13 Gedanken zu “Making Of – Dewon Harpers Kriminalakten – Teil 1

    1. Ja, ich weiß, es ist doof. Ein Taschenbuch ist in Planung, aber da steht noch eine Menge Arbeit bevor und es wird noch dauern, bis das erscheint.
      Alternativ kannst du natürlich die kostenlose Kindle App auch auf ein Handy oder deinen Computer laden und es darauf lesen. Ansonsten gilt: Geduldig bleiben. Es kommt auch irgendwann auf Papier.

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      1. Ich kann halt gar nicht digitales zeug lesen… Ich schnall dabei immer nicht, dass ich ja grad entspannen kann weil ich ein Buch lese, es ist immer gequält für mich 🙈😅

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  1. Ich denke mal, dieses „Idee ausweiten“ ist wahrscheinlich einer der größten Fehler. Irgendwann läuft man Gefahr, sich komplett zu verzetteln…

    Die Ich – Perspektive ist auch nicht so mein Fall. Gerade, weil man auch einige Sachen nicht nutzen kann (wie z. B. dieses „er überlegte, ob…“ Als Ich – Erzähler weißt du diese Sachen ja nicht.

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    1. Ja, das ist immer ein schmaler Grat. In diesem Fall nicht ganz so schlimm, weil der Hauptkern ohnehin die Kurzgeschichten sind. Aber ich würde beispielsweise niemals eine Romanreihe auf 5 Teile oder so vorausplanen. Da kommt dann am Ende vermutlich nix bei rum.

      Ja, das ist auch mein Problem mit der Ich-Perspektive. Man ist da so eingeschränkt auf die Sichtweise der einzelnen Person und sieht alles nur durch ihre Augen. Dabei wird eine Welt aber gerade dadurch lebendig, sie durch mehrere Augen zu sehen.

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      1. Gut gesagt. Deswegen bin ich auch kein Fan der Ich – Perspektive. Zumindest, was das selber schreiben angeht. Es gibt ja auch gute Werke in dieser Form… habe ich mir sagen lassen.

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      2. Ja, die gibt es durchaus. Es kommt ja auch immer ein bisschen auf die Geschichte selbst an. In diesem Fall beispielsweise habe ich die Ich-Perspektive für die kleine Haupthandlung gewählt, weil ich dadurch den Erzähler Dewon Harper so mysteriös wie möglich halten kann, was innerhalb der Geschichte einfach Sinn macht. Bei einem Krimi beispielsweise ist die Perspektive je nach Ansatz sicher auch nicht verkehrt, wenn es darum geht, dass ein Kommissar eben den Mörder finden muss und der Leser dann auch nur die Informationen kriegt, die der Kommissar hat. Bei einem allwissenden Erzähler wäre das dann wieder schwieriger, weil der ja eben bereits weiß, was wie wo wann passiert ist. Andererseits lassen sich dadurch dann auch gekonnt kleine Hinweise im Text einbauen. Kommt also stark darauf an, was man eigentlich vorhat.

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      3. Das stimmt natürlich und in deinem Falle ist diese Ich – Form wohl auch sehr gut angebracht. Für Krimis sicherlich nicht die verkehrte Form. Wie du schon sagst, der Leser weiß auch nur so viel wie der Ermittler.

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      4. Vom Schreiben her muss ich allerdings sagen, dass mir die Ich-Perspektive wenig Spaß macht. Ich schließe zwar in meiner Experimentierfreudigkeit für die Zukunft nichts aus, aber ich denke nicht, dass ich da so schnell wieder drauf zurückgreifen werde.

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Laber mich voll, ich mag das.

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