Fragen ohne Antwort #201

Dieses Mal geht es bei den Fragen ohne Antwort um … irgendwie alles so ein bisschen. Immerhin ist Abwechslung garantiert. Also los:

1. Welchen bereits zu Hause gesichteten Film würdest Du gerne einmal im Kino sehen?

Es kommt selten vor, dass ich mir bei einem Film im Nachhinein denke: „Den hättest du besser im Kino auf der großen Leinwand gesehen.“ Es kommt ohnehin selten vor, dass ich überhaupt ins Kino gehe. Die immer gleiche Blockbuster-Grütze zieht mich da nicht hin. Alles schon tausendmal gesehen. Deshalb sind es eher die unbekannteren Filme, die ich gerne im Kino sehen würde, die da aber natürlich laufen, da das Disney-Monopol und die 2-3 übriggebliebenen anderen Studios die Kinos mit ihrem immer gleichen langweiligen, uninspirierten, CGI-überladenen Actiongetöse zumüllen und daneben kein Platz mehr ist. Aber lassen wir das. Für das große Filmabgekotze könnt ihr auch meinen Filmschrottplatz besuchen. Der erste Film, der mir bei dieser Frage einfällt, ist: THE FALL von Tarsem Singh. Nicht nur, dass der Film eine tolle Geschichte über das Geschichtenerzählen erzählt, er bietet auch einen ganzen Haufen fantastischer Bilder. Selten war der Ausdruck „Every Frame A Painting“ so treffend.

Da der Trailer zu viel spoilert, poste ich hier mal eine Szene, die einen guten Eindruck davon macht. Ich kann nur jedem empfehlen, sich den Film anzuschauen. Ein Meisterwerk. Und ich nutze diesen Ausdruck wirklich selten:

2. Welches ist Dein Lieblingsbrettspiel? 

Ich spiele nicht oft Brettspiele, aber alle Jubeljahre mal, treffe ich mich mit ein paar Kollegen für ein paar Runden RISIKO. Und als taktisches und strategisches Genie, kann ich voller Stolz verkünden, dass ich sogar schon mal gewonnen habe. Genau einmal. Ich habe also alles erreicht, würde ich sagen. Früher haben wir auch hin und wieder mal DIE SIEDLER VON CATAN gespielt und als siedelnder Fachmann kann ich voller Stolz verkünden, dass ich da nie gewonnen habe. Aber gibt es beim Siedeln wirklich einen Gewinner?

3. In welchem Land das Du besucht hast, konntest Du mit der dortigen Küche am wenigsten anfangen? 

Ich reise quasi nie. Ich war mal in Schweden, Holland und mal auf Klassenfahrt in Kroatien. An das Essen kann ich mich nicht mehr erinnern. War zu sehr damit beschäftigt, mich sinnlos zu besaufen.

4. Welches Album hat Dich am meisten geprägt, oder ist für Dich einfach gesagt, das beste aller Zeiten? 

Das gleichermaßen kreative, experimentelle und irgendwie auch teils irre Album Queen II der besten Band aller Zeiten Queen. Das Album teast wunderbar an, was man in späteren Jahren noch von der Band erwarten konnte.

5. Nenne bis zu 5 Konzerte, die Dir besonders in Erinnerung geblieben sind.

Ich musste jetzt erstmal überlegen und bin zu der Antwort gelangt, dass ich nichtmal 5 Konzerte in meinem Leben besucht habe. Ich bin kein großer Konzertgänger. Die Bands, die ich wirklich live sehen wollen würde, existieren nicht mehr. Mit einer Ausnahme: Rammstein. Die schaue ich mir im Mai an. Das wird mir vermutlich in Erinnerung bleiben, wenn es dann soweit ist.

6. Poste ein Musikstück, das Du total hypnotisierend findest. 

Da kommt natürlich nur eine Band in Frage:

7. Achterbahn, Bungee Sprung, Tandem-Fallschirmsprung, Paragliding, Drachenfliegen, Tiefseetauchen oder im Biergarten sitzen?

Achterbahn: Zu schnell

Bungee: Zu hoch

Paragliding und Drachenfliegen: Zu höher

Fallschirm: Viel zu hoch

Tiefseetauchen: Zu tief und nass

Biergarten: Zu voll

Ich bleibe zu Hause.

8. Wir gehen nur nach Äußerlichkeiten. Wer ist für Dich aktuell der/die attraktivste Prominente? 

Dieses WIR schließt mich nicht wirklich mit ein, denke ich. Klar, auch ich erkenne bei Personen an, wenn sie schön und attraktiv sind, aber ich bin lange aus dem Alter raus, wo das für mich irgendeine Rolle spielt (wenn es das überhaupt mal irgendwann getan hat). Mal davon abgesehen, beschäftige ich mich nicht mit der sogenannten Prominenz. Die haben auch nur einen an der Waffel, wie wir alle. Wenn ich aber eine Antwort geben müsste, sieht die seit über 20 Jahren gleich aus: Jennifer Aniston. Die Frau war, ist und bleibt einfach attraktiv.

9. Wieviele der folgenden Menschen kennst Du in etwa persönlich? (Mindestens die Bezeichnung „Bekannter“ muss zutreffen. „Habe ich mich mal unterhalten“ reicht nicht.)
– Veganer 
– Homosexuelle
– Flüchtlinge
– Künstler
– Wutbürger

Wenn man es genau nimmt, alles außer Homosexuelle. Zumindest fällt mir da momentan niemand in meinem Umfeld ein. Ich habe in der Vergangenheit hin und wieder mal einen mit einem homosexuellen Männerpaar gehoben, die im selben Haus wie mein Cousin wohnten. Aber das ist gefühlt Ewigkeiten her. Flüchtlinge beziehe ich hier auch eher auf die Vergangenheit. Von der „aktuellen“ Flüchtlingswelle kenne ich niemanden. Wutbürger ist auch eher schwammig. Ich kenne ein paar Leuten mit eigenartigen Ansichten, aber niemanden, der Leute durch die Straßen jagt oder Gebäude abfackelt.

10. Kommen wir zu europäischen Hauptstädten
– Die schönste?
– Die erlebnisreichste?
– Die angenehmsten Menschen? 
– Musst Du unbedingt noch besuchen?
– Würdest Du auswandern?

Antwort auf alle: Lebingen.

11. Hast Du eine Phobie?

Akrophobie, besser bekannt als Höhenangst. Und die ist ziemlich ausgeprägt. Ich werde schon nervös, wenn ich auf einem Stuhl stehe.

12. Bist Du tätowiert? 

Nein. Hatte ich auch nie wirklich das Verlangen nach. Wenn mir wirklich etwas einfallen würde, bei dem ich weiß, dass mir das mein Leben lang etwas bedeuten wird, würde ich es vielleicht machen, aber mir einfach irgendwelchen Quark auf die Backe stechen lassen, nur weil mir gerade jetzt das Motiv gefällt, ist nicht meine Welt.

13. Glaubst Du, dass eines Tages die Menschheit frei von Religion sein wird? 

Natürlich nicht. Genau so wenig, wie sie jemals frei von Politik sein wird. Schließlich braucht die Menschheit immer etwas, weswegen sie sich völlig sinnlos die Köpfe einschlagen kann. Deshalb wird es auch immer Fußballfans geben.

14. Welches komplette Album hast Du Dir zuletzt gekauft/gedownloaded?

In Zeiten des kostenlosen Musik-Streamings ist das seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lange her. Kann mich nicht erinnern. Es ist aber nicht so, dass ich nicht gerne immer noch Alben höre, anstatt einfach irgendwelche Playlists zusammenzustellen. Aber Musik kaufen steht bei mir schon lange nicht mehr an. Ich gebe mein weniges Geld lieber für Bücher und Filme aus.

15. Filmabend bei Dir zu Hause? Was bietest Du Deinen Gästen an?

Eine große Auswahl an Filmen auf DVD und BluRay. Mittlerweile über 1000 Streifen aus allen Jahrzehnten und allen Genres.

 

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Under Costruction – November 2018

Viel Kleinarbeit stand im November an:

BLOG

Die Idee für einen neuen Fortsetzungs-Blog-Roman nimmt Formen an. Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher, wie genau ich das aufziehen soll. Und wann ich es schreiben soll. Da ich selbst am Ende des Jahres keinen Urlaub haben werde, fehlt mir momentan einfach die Zeit, um das ganze dann mal anzugehen. Aber das wird schon irgendwann werden. Der Plan ist jetzt einfach mal, so früh wie möglich im neuen Jahr mit der Geschichte hier anzufangen und dann wird man sehen, wo die Reise hingeht.

INSPIRATION

Irrenanstalten. Ich war selbst nie da. Es mag zwar so wirken, dass ich ganz extrem einen an der Waffel habe (und das ist auch ganz sicher der Fall), aber immer noch soweit unter Kontrolle, dass ich mir einen Aufenthalt in einer Anstalt ersparen kann. Und ja, ich weiß, dass da nicht nur Leute herumhängen, die sich für Paviane halten oder glauben, dass die Erde eine Scheibe ist, sondern welche mit ernsthaften Problemen. Aber die lasse ich mal außen vor, wenn ich darüber nachdenke, eine Geschichte in der Anstalt von Lebingen anzusiedeln, wo die wirklich Verrückten einziehen. Also eher die – nennen wir es – hollywoodeske Version einer Klapsmühle. Wie genau diese Geschichte aussehen wird, weiß ich noch nicht, aber ich glaube, das Setting bietet einen Haufen Möglichkeiten, mich so richtig auszutoben.

GESCHICHTEN

Nachdem ich endlich den ersten Entwurf zu meinem Pre-Apokalypse-Projekt beendet habe (das durch zu viel Arbeit im Sommer etwas ausgebremst wurde und eigentlich schneller fertig sein sollte, aber das Leben holt einen dann eben oft einfach ein und irgendwie muss ich ja hin und wieder auch mal Geld verdienen, bis ihr alle meine Bücher kauft und mich reich macht), steht gerade eine eher anstrengende Phase an. Sehr viel Kleinarbeit bestimmt momentan mein sogenanntes Autorenleben. Neben der Überarbeitung mehrerer Geschichten steht dabei vor allem die Erstellung des Buchsatzes für die Dewon Harper Taschenbücher auf dem Programm. Das Schreiben selbst bleibt dabei leider sehr auf der Strecke, dabei ist das ja eigentlich der spaßige Part. Aber das gehört nun mal dazu. Ich hoffe jedenfalls, dass ich möglichst früh im neuen Jahr die Dewon Harper Taschenbücher nachliefern kann. Bis dahin dürft ihr natürlich auch gerne weiterhin die Kindle-Variante für nur 99 Cent erstehen. Hier gibt es Teil 1. Hier gibt es Teil 2.

Fragen ohne Antwort #198 – Teil 2

Weiter geht es mit der Beantwortung von Ginas Fragen ohne Antwort. Teil 1 habe ich letzte Woche hier beantwortet. Dieses Mal geht es um Horror, Killer und andere nette Dinge:

11. Du hast die Möglichkeit, für einen Monat ein Tier zu sein: Würdest du sie nutzen? Warum? Welches Tier wärst du? 

Ich mag zwar Tiere (für gewöhnlich mehr als Menschen), außer es sind eklige, blutsaugende Insekten (die, wenn ich näher darüber nachdenke, am meisten Ähnlichkeit zu Menschen haben; ich bin wohl ein kleiner Misanthrop), aber eins sein muss ich nun wirklich nicht unbedingt. Ich bleibe Mensch und hasse meine Spezies einfach so weiter. Das macht mehr Spaß.

12. Du verlierst all deine Erinnerungen bis auf eine Einzige. Wäre das schlimmer als komplett ein komplett gelöschtes Gedächtnis? 

Kommt wohl auf die Erinnerung an, die bleibt. Wenn es eine positive ist, warum dann nicht behalten. Wenn es eine negative ist, könnte ich darauf natürlich auch gerne verzichten. Im Endeffekt wäre es aber sicher ganz lustig, einfach alles auf (ungefähr) Null zu setzen und Erfahrungen nochmal zu machen. Vielleicht lernt man was neues oder stellt fest, dass man sich nicht mehr in bestimmten Situationen wie ein Vollidiot verhält.

13. Wohin würdest du gehen, wenn du aufgrund von undefinierten nicht hinnehmbaren Ereignissen in deinem Land plötzlich das Bedürfnis hättest, es zu verlassen? Würdest du es überhaupt verlassen? Würdest du bleiben und Widerstand leisten? Wie?

Ich bin ja kein großer Reisetyp und so spontan fällt mir kein Land ein, in das ich „auswandern“ würde. Also bleibe ich wohl und leiste Widerstand. Der sieht vermutlich ungefähr so aus, dass ich zuhause bleibe und weiterhin rumgammel wie bisher. Vielleicht nehme ich die Mühe auf mich und hänge ein Revolutionsbanner aus dem Fenster. Ja, ich bin ein echter Kämpfer!

14. Als du eines Abends nach Hause kommst, klebt ein Zettel an deiner Tür, auf dem mit roten Buchstaben „Gefahr! Rette dich!“ steht. Du betrittst deine Wohnung und findest einen blutroten Handabdruck an der Wand deines Flurs. Wie fühlst du dich? Was sind deine nächsten Schritte?

Klingt ziemlich gestellt. Wer würde sowas schreiben und meine Wand beschmieren? Der Sache muss ich natürlich auf den Grund gehen, um dem Verursacher den Eimer Farbe in Rechnung zu stellen, mit dem ich die Wand neu streichen muss.  Also kontrolliere ich Größe und Form des Handabdrucks und stelle so fest, wem die Hand gehört. Vielleicht mache ich noch eine Geschmacksprobe, um herauszufinden, womit die Wand beschmiert wurde. Schließlich kann das ebenfalls einen Hinweis darauf geben, wer hier rumgesaut hat. Nicht jeder mag Himbeersirup und nicht jeder hat rote Wassermalfarbe zuhause. Die Handschrift auf dem Schild dürfte mir dann endgültig verraten, wer der Täter war. Okay, zugegeben, eigentlich würde mir das alles nicht wirklich weiterhelfen, denn ich weiß nicht, wer Himbeersirup mag und kenne von niemandem die Handschrift auswendig. Vermutlich lasse ich den Handabdruck einfach, wo er ist und mache weiter wie gewohnt.

15. Was bedeutet „Horror“ für dich?

Langweilige Menschen, die nur über langweilige, belanglose und vor allem mich absolut nicht tangierende Themen quatschen und einen damit unendlich vollsülzen. Ihr kennt das sicher: Diese Momente, in denen man denkt, die Zeit steht still und man muss sich jetzt für den Rest der Ewigkeit Gequatsche über irgendwelchen uninteressanten Scheiß anhören. Da kriege ich jedesmal innerlich die Krise und versuche dann auch noch so zu tun, als würde mich die Kacke interessieren. Es ist die Hölle.

16. Wärst du eines dieser Horrorfilm-Wesen, vor denen die Helden eines Films davonrennen: Wen/Was würdest du darstellen und wie würdest du töten? Was wäre deine Hintergrundstory?

Nachdem ich zulange mit belangloser Scheiße vollgesülzt wurde, entwickelte ich mich zum Psychokiller, der langweilige, andere vollsülzende Leute mit Büchern voller spannender Themen erschlägt.

17. Würdest du eher ein dunkles verwunschenes Labyrinth durchqueren, um zu deinem Ziel zu gelangen oder durch einen dunklen gespenstischen Wald gehen?

Generell beides interessant. Aber mein Orientierungssinn ist die absolute Katastrophe, also würde ich wohl niemals aus einem Labyrinth wieder herausfinden. Ich meine, ich lebe seit fast 30 Jahren in diesem Ort und weiß immer noch nicht, wie man zu der ein oder anderen Straße kommt. Ich nehme also den Wald. Gespenster stören mich ohnehin nicht. Ich habe nie verstanden, was die einem groß antun sollen. Sollen sie halt durch Wände schweben und „Buhu“ machen, zu mehr sind sie ohnehin nicht imstande.

18. Wenn alle zaubern könnten: Wo wären die Grenzen der Magie?

Wenn man davon ausgeht, dass auch Magie an ein Naturgesetz gebunden wäre, gäbe es sicher Grenzen, aber wo genau die liegen würden, kommt darauf an, um was für eine Art von Magie es sich handelt und was man damit anstellen kann. Ich glaube ja, dass Magie schon lange das Ende der Menschheit gebracht hätte. Stellt euch mal vor, die ganzen Politiker könnten zaubern. Die hätten sich schon alle gegenseitig abgeschlachtet und bereits der erste Krieg in der Geschichte der Menschheit, wäre vermutlich unser Ende gewesen. Gut für uns, dass es keine Magie gibt. Für die Erde vielleicht nicht so gut. Die käme wohl besser ohne uns klar.

19. Würdest du eher altgriechisch, Latein oder keltisch sprechen? 

Ähm … keltisch … klingt zumindest von der Auswahl am interessantesten. Da ich aber schon seit Jahren daran scheitere, endlich mal Spanisch zu lernen, was ich mir irgendwann mal fest vorgenommen hatte, liegt Keltisch in ganz weiter Ferne.

20. Auf einer Skala von 1(eeeaasyyy) bis 10 (krass!): Wie zeitaufwendig und kompliziert waren diese Fragen?

Da einige Fragen durchaus Platz für Ausschweifungen und zum drüber Nachdenken anregen, würde ich mal sagen: 7.

 

Fragen ohne Antwort #198 – Teil 1

Es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Fragen ohne Antwort von Gina zu beantworten. Dieses Mal geht es vor allem um Bücher und Geschichten. Da muss ich natürlich dabei sein. Also los:

1. Sieh dir dein Bücherregal mal genau an: Wie viele Bücher befinden sich wohl darin? Und welche Genres dominieren? Bist du eher der Roman- oder der Sachbuchtyp? 

Ich bin ja das personifizierte Chaos. Deshalb habe ich gar kein Bücherregal, sondern die fliegen hier einfach überall rum. Sehr viele Bücher besitze ich aber ohnehin nicht. Mein Vater ist eher der Buchkäufer hier und ich bediene mich meist in seinem Regal. Und ja, er hat tatsächlich ein Regal, in dem sich irgendeine dreistellige Anzahl von Büchern befindet. In meinem Besitzt sind eigentlich nur meine Favoriten, wie die Scheibenwelt-Romane, ein Stapel von Schreibratgebern und noch ein paar andere ausgewählte Romane. Sachbücher lege ich mir nebenbei eher selten zu. Ich bin mehr der Geschichtenleser.

2. Das erste Buch, dass dir ins Auge sticht bei deiner Betrachtung, ist…? Warum ist es dir als erstes aufgefallen?

DAS ALIEN TANZT POLKA. Weil es hier direkt neben mir auf dem Schreibtisch liegt. Nebenbei enthält es eine Kurzgeschichte von mir und wenn ihr die lesen wollt, könnt ihr die Anthologie mit einem Haufen irrer und lustiger Aliengeschichten gerne hier kaufen. Werbung kann ich so richtig, was …

3. Welches Buch wäre bei längerem Nachdenken dein Lieblingsbuch aus deiner Sammlung? Was macht es so besonders für dich? 

EINFACH GÖTTLICH von Terry Pratchett, einfach weil es mein Favorit von der Scheibenwelt ist.

4. Hast du auch Karteileichen im Regal? Vielleicht Bücher, die du nie zu Ende gelesen hast, die dir mal geschenkt worden sind und die du wohl oder übel behalten hast? Was wäre das so? 

Eigentlich nicht. Es gibt zwar ein paar Bücher, die ich aufgrund von absolut unerträglicher Langeweile beim Lesen abgebrochen habe *hust Herr der Ringe hust* aber das kommt eher selten vor.

5. Besitzt du auch Zeitschriften? 

Nein, schon lange nicht mehr. Die Zeiten sind einfach vorbei.

6. Bist du eher ein Vielleser oder ein Büchermuffel? 

Ich habe unterschiedliche Phasen. Eigentlich lese ich natürlich wirklich sehr gerne, aber die Zeit macht mir da oft einen Strich durch die Rechnung. Deshalb komme ich meist nicht viel zum Lesen. Aber ihr könnt das ändern: Kauft alle meine Bücher und macht mich reich. Dann muss ich nicht mehr arbeiten und kann den ganzen Tag Schreiben. Und wenn ich eine Pause vom Schreiben brauche, kann ich lesen. Und dann wieder Schreiben, damit ihr auch immer was zum Lesen habt. Es ist eine absolute Win-Win-Situation für uns alle. Also kauft was das Zeug hält. Ja, ich kann Werbung wirklich so richtig …

7. Wie würdest du die Geschichte weiterführen (mind. 10 Sätze):
„Wir schreiben das Jahr 3052. Ich blicke aus meinem Fenster hinunter auf die blendend hellen Lichter der Stadt. Der Tag liegt hinter mir und mit ihm scheint jeder Gedanke an das heutige Ereignis zu verblassen, das mein bisheriges Leben für immer verändert hat.“ 

… Aber da sehe ich ihn. Zwischen den Lichtern. Diesen versifften Typen, der so gar nicht in das Bild der sauberen Stadt passen will.  Seit vor ungefähr 1000 Jahren das Problem der Umweltverschmutzung gelöst wurde, indem die gesamte Umwelt abgefackelt wurde, laufen wir alle nur noch in Schutzanzügen herum. Aber nicht er. Sein Erscheinungsbild gleicht den Fotos aus alten Geschichtsbüchern, in denen Lumpensammler und Obdachlose in zerrissener Kleidung die Straßen bevölkerten. Und heute hat er mich mit einer leeren Bierdose beworfen. Bierdosen wurden bereits vor fast 500 Jahren abgeschafft. Seit wir unsere Nahrung nur noch durch Schlauchsystem zu uns nehmen, die in jedem Gebäude angebracht sind. Ja, die übertragbaren Krankheiten, die sich dadurch ergeben, haben wir immer noch nicht ganz im Griff und täglich begegnen mir Menschen mit Herpes an den Lippen, aber immerhin wurde die Müllproduktion dadurch auf ein Minimum beschränkt und die Kosmetikbranche verdient sich dumm und dämlich an Lippenpflegeprodukten. Es beschwert sich also niemand. Schon gar nicht die Kosmetikindustrie. Der dreckige Kerl pisst an eine Straßenlaterne. Das ist in der Stadt sicher seit 200 Jahren nicht mehr vorgekommen. Nicht mehr, seit in unsere Anzüge Windeln eingenäht wurden. Der Mann stammt sicher nicht von hier. Er stammt nicht aus dieser Stadt. Nicht aus dieser Zeit. Ich bin mir sicher, dass er ein Zeitreisender ist. Ich muss herausfinden, woher er kommt und was er hier will. Und vor allem, warum er mir eine Bierdose an den Kopf geworfen hat …

8. Wenn du die Geschichte weiterspinnen solltest, was wäre die grobe Rahmenhandlung und wer wäre der Protagonist? Hättest du schon einen (vorläufigen) Titel parat? 

Titel vermutlich sowas wie DER SIFFIGE ZEITREISENDE. Der Protagonist wäre wahrscheinlich eine junge Frau, die der Sache um den vermutlichen Zeitreisenden auf den Grund geht. Wohin das führt, weiß ich nicht. Das weiß ich nie, wenn ich was schreibe. Ganz spontan würde ich sagen, dass nach und nach mehr Leute in der Stadt auftauchen, die dort (und in der Zeit) nichts zu suchen haben. Was sie dort wollen, wie sie dorthin kommen und was die junge Frau dabei herausfindet, müsste sich aber aus dem Schreibprozess ergeben.

9. Wer ist dein Lieblingsautor? Was macht ihn dazu? 

Das habe ich hier gefühlt schon hundertmal beantwortet: Terry Pratchett. In erster Linie, weil ich seinen Schreibstil sehr mag. Aber eben auch sein Talent dafür, Sozial- und Gesellschaftskritik in seinen Geschichten so zu verpacken, dass sie einem nicht direkt ins Gesicht springen, aber einem immer schön den Spiegel vorhalten.

10. Anderes Thema: Du befindest dich in einem Raum. Die Wände sind in einem satten Grün gestrichen. An der gegenüberliegenden Wand steht ein weißer Sessel. Neben diesem befindet sich eine große Holztruhe mit unbekanntem Inhalt. Rechts von dir steht ein kleiner Tisch mit einer Vase, in der eine blaue Blume steckt. An der linken Wand hängt ein Rahmen, in dem sich ein Schwarz-Weiß-Foto von einem alten Haus befindet. Den Großteil des Bodens, der mit dunkelbraunen Dielen bezogen ist, bedeckt ein flauschiger Teppich in beige. Eine Neonlampe erstrahlt von der Decke. Die nächsten 24 Stunden wirst du in diesem Raum verbleiben. Was tust du? Was ist in der Truhe?

Ich setze mich in Sessel und entspanne mal für eine Weile. Da es sich bei der Truhe um ein Produkt aus intelligentem Birnbaumholz handelt, kommt sie irgendwann auf tausenden kleinen Beinen an den Sessel gelaufen und öffnet den Deckel. Sie präsentiert mir einen Stapel Papier und einen Stift. Wenn ich mit Entspannen fertig bin, kann ich also schreiben, damit ihr immer was zu lesen habt. Erinnert ihr euch. Werbung kann ich so richtig …

 

Da ich bei diesem Spaß hier ohnehin nur alle paar Wochen mal mitmache, habe ich jetzt entschieden, die zweite Hälfte der Fragen nächste Woche zu beantworten, damit ihr auch hier auf dem Blog regelmäßiger was zu lesen habt. Weil Werbung … nee, wartet, ist ja eigentlich gar keine Werbung. Mehr ein Cliffhanger. Die kann ich so gar nicht …

 

Under Construction – Oktober 2018

Der Herbst ist da und ich habe mir direkt eine Erkältung gefangen, die mir tierisch auf den Senkel geht. Wegen mir kann dann jetzt der Frühling kommen. Da ich aber keiner dieser „Ich bin krank und muss sterben“-Typen bin, habe ich trotzdem ein bisschen was geschafft.

BLOG

Viel war hier nicht los im Oktober. Ich habe mich mehr oder weniger damit beschäftigt, ein paar Ideen für neue Blogposts zu entwickeln, die ich dann mal irgendwann veröffentlichen kann, wenn ich sie geschrieben habe. Mir fehlt leider immer noch die zündende Idee, mit der ich es schaffe, hier wöchentlich was rauszuknallen und warte noch auf die nötige Inspiration. Wenn ihr Ideen oder Wünsche habt, könnt ihr sie mir gerne zukommen lassen. Am besten hier: Vorschläge und Wünsche.

INSPIRATION

So eine richtig große Eingebung gab es im Oktober nicht. Dafür haben sich ein paar kleine Ideenversatzstücke in meinem Kopf manifestiert, die ich eventuell in meinen nächsten Geschichten unterbringen kann. Zum Beispiel ein paar Charaktere für meine Vogelscheuchen-Geschichte. Da ich selbst ja vom Land komme, aber absolut keine Ahnung von Flora und Fauna habe, finde ich zum Beispiel die Idee ganz lustig, einen Charakter zu haben, der so tut, als wüsste er über alles Bescheid, nur um den Besuchern aus der Stadt zu imponieren. Und als Gegenstück könnte es einen Charakter aus der Stadt geben, der sich tatsächlich mit der Natur auskennt und jeden Baum und jede Spur erkennt. Mal schauen, was sich daraus machen lässt.

Darüber hinaus fuckel ich gerade an einer Zombie-Geschichte herum, für eine Ausschreibung, an der ich ganz gerne teilnehmen würde. Mache ich zwar selten, aber hin und wieder stolpere ich darüber und wenn mich eine Idee zu einem Thema geradezu anspringt, muss ich das dann einfach irgendwie durchziehen. Außerdem ist es ja auch nicht verkehrt, hin und wieder mal den Versuch zu starten, woanders unterzukommen und nicht alles selbst verlegen zu müssen. Eine Kurzgeschichte von mir wurde ja bereits veröffentlicht. Wer sie gerne lesen möchte, sollte sich DAS ALIEN TANZT POLKA zulegen.

GESCHICHTEN

Bei meinem Pre-Apokalypse-Projekt habe ich gestern Abend das große Finale geschrieben. Die alles entscheidende Schlacht, in der über die Zukunft von Menschen und Dämonen entschieden wird. Mit anderen Worten: Der erste Entwurf ist fertig (abgesehen von einem letzten kurzen Kapitel, dass dann den Abschluss der Geschichte bildet). Die Struktur ist zwar ziemlich hinüber, aber gewohnheitsgemäß gestaltet sich der eigentliche Ablauf bei mir eh immer erst in der Überarbeitung. Wenn man nicht plottet, ist das ganze eben erstmal sehr viel Kauderwelsch. Aber nichts, was sich nicht mit ein paar Überarbeitungen regeln lässt. Die stehen dann demnächst an. Erstmal lasse ich das ganze aber mal ein paar Wochen liegen, um etwas Abstand zu gewinnen und dann mit frischem Enthusiasmus wieder ranzugehen.

Momentan überarbeite ich aber erstmal den dritten Teil der Dewon Harper Reihe, damit ich den Anfang des Jahres (geplant ist Februar) veröffentlichen kann. Schließlich könnt ihr es kaum erwarten, oder? ODER?

Teil 2 habt ihr euch ja sicher schon aufs Kindle geladen, oder? ODER? Wenn nicht, gibt es den hier für nur 99 Cent.

Dewon Harper ist zurück …

Ja, es ist wahr, Teil 2 ist da. Und schon weil sich das so schlecht reimt, solltet ihr ihn euch aufs Kindle laden. Für nur 99 Cent gibt es wieder knapp 100 Seiten Irrsinn aus Lebingen. Hier könnt ihr den Spaß direkt kaufen.

Dieses Mal erzählt Dewon Harper von Ausbrüchen, Fluchtwelten und Dingen, vor denen man flüchten kann, während er selbst ebenfalls auf der Flucht vor seinen Verfolgern im Wald nahe der Stadt untertaucht.

Das klingt dann so, wie in diesem Textauszug:

Elfriede schaute aus dem Fenster der Hütte. Draußen zog die Landschaft vorbei. Es hatte sich schnell herausgestellt, dass nicht die Landschaft sich bewegte, sondern die Hütte. Die Flut trug die Holzhütte durch den Wald. Der kleine Fluss war nicht länger ein einfacher Fluss. Er glich dem Amazonas in einem Tropensturm. Die Hütte schwamm mit einer Geschwindigkeit, für die keine Hütte ausgelegt ist, auf einen Staudamm zu. Der Staudamm hatte schwer zu kämpfen, um die Wassermassen aufzuhalten. Das Treibgut, das sich am Damm angesammelt hatte, hätte jeden Biber in einen Freudentaumel versetzt. Der Damm war durch die vielen Erschütterungen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Jeder weitere Aufprall könnte der letzte sein. Diesen letzten Aufprall verursachte die Hütte. Der Damm war nicht für Hüttenattacken ausgestattet und ein Riss in der Mitte ließ das Wasser durch. Der Druck der Wassermassen vergrößerte den Riss schnell und der Damm teilte sich wie das Rote Meer bei einem Prophetenbesuch. Die Flutwelle raste auf die Stadt zu.

Nachdem ihr jetzt endgültig überzeugt seid, hier nochmal der Link zum Buch. Viel Spaß beim Lesen: DEWON HARPERS FLUCHTPROTOKOLLE

Media Monday #380

Für gewöhnlich mache ich ja nicht mehr wirklich beim Media Monday vom Medienjournal mit. Nicht, weil ich keine Lust dazu habe, sondern einfach, weil mir die Zeit dazu fehlt. Aber nachdem ich gerade eine ziemlich beschissene Nachricht bezüglich meines besten Freundes und einem Herzinfarkt erhielt, kann ich mich heute ohnehin nicht auf irgendwas so wirklich konzentrieren und brauche einfach irgendeine Ablenkung. Da das Thema heute auch noch Bücher sind, bietet es sich da natürlich an, bei dem Spaß mal wieder mitzumachen (und mir vorzunehmen, das in Zukunft wieder öfter zu tun, was vermutlich scheitern wird; wie immer).

1. Eine Buchreihe wie Per Anhalter durch die Galaxis wird es für mich kein zweites Mal geben, denn es war die Reihe, die mich überhaupt erst zum Lesen gebracht hat und außerdem ist der Humor darin ungeschlagen. Wenn ich mich in ein Buch teleportieren könnte, wäre es definitiv dieses. Mit den Froods Arthur, Ford, Zaphod, Trillian und Marvin verrückte Abenteuer zu erleben, wäre einfach sowas von grandios, dass ich mich die ganze Zeit auf besonders flupige Art und Weise flollopen, guppen und weidomieren würde.

2. Terry Pratchett ist eine/r diese/r AutorInnen, von der/dem ich wirklich alles verschlingen könnte, denn er hat einen hervorragenden Stil und schafft es auf unnachahmliche Weise, gesellschaftliche Kritik in ein Fantasygewand zu verpacken, dass man ständig merkt, wie einem der Spiegel vorgehalten wird, ohne dabei mit dem Holzhammer zu arbeiten.

3. Ich-Erzähler in Romanen schrecken mich meist ab. Ich bevorzuge (auch beim Schreiben) eher eine umfassende Sichtweise, die mich tiefer in die Welt und die Geschichte eintauchen lässt. Ausnahmen bestätigen dabei natürlich die Regel.

4. Buch-Verfilmungen sind ja ein wirklich beliebtes Geschäft, aber wie haltet ihr das? Nur Buch, nur Film, am liebsten beides und wenn ja, was zuerst? Ich bin Buchadaptionen gegenüber erstmal nicht abgeneigt. Aber ich bevorzuge es tatsächlich, wenn man sich nicht ganz explizit an die Vorlage hält. Wenn ich ein Buch gelesen habe, ist mir die Geschichte ohnehin schon vertraut und dann mag ich es, wenn man daraus etwas Neues macht, anstatt das Gleiche nochmal zu erzählen. Im Normalfall lese ich auch erst das Buch, bevor ich den Film gucke, denn das visuelle Medium beeinflusst mir zu sehr die Bilder in meinem Kopf, die beim Lesen entstehen. Gerade das macht das Lesen ja so interessant: Man schafft sich anhand der Worte eine eigene Welt, die niemals so aussieht, wie es dann im Film der Fall ist.

5. In Sachen Literatur hat es mir im Moment das Genre Fantasy wahnsinnig angetan, was aber eigentlich immer der Fall ist. Trotzdem wühle ich mich gerne durch alle möglichen Genres, denn es gibt bei allem gute Sachen, die absolut lesenswert sind.

6. Nichts liegt ganz weit oben auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), denn ich habe da absolut keinen Überblick, was ich so alles auf der Liste habe. Was ich mir schon seit Jahren vorgenommen habe, ist Stephen Kings DER DUNKLE TURM. Aber irgendwie kann ich mich nie aufraffen, das mal anzufangen.

7. Zuletzt habe ich erfahren, dass mein bester Kumpel, den ich seit fast 30 Jahren kenne, im Alter von gerade mal 36 einen Herzinfarkt hatte und das war scheiße, weil keine Begründung notwendig. Immerhin habe ich mittlerweile erfahren, dass es ihm schon wieder besser geht. Aber meine Fresse, was für ein Abend aus der Hölle.