Making Of – Dewon Harpers Kriminalakten – Teil 1

So ein Blick hinter die Kulissen ist ja immer ganz interessant. Ich persönlich zumindest lese immer ganz gerne mal was darüber, wie Autoren so arbeiten, woher sie ihre Ideen nehmen und wie sie diese umsetzen. Deshalb poste ich ja auch monatlich kleine Inspirationen und Ideen hier im Blog. Warum also das Ganze nicht auch mal etwas größer aufziehen und mehr ins Detail gehen. Zum Beispiel mit meiner ersten Veröffentlichung:

DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN

Wenn ihr den Spaß noch nicht gelesen habt, keine Angst, Spoiler werden sich hier kaum finden. Ihr könnt aber natürlich auch erstmal zuschlagen und das Buch für nur 99 Cent aufs Kindle laden.

DIE STADT

Am Anfang steht ja immer irgendeine Idee. Und diese Idee war in diesem Fall, einen Ort zu kreieren, der unzählige Möglichkeiten für absoluten Wahnsinn aber auch in der Realität verhaftete Geschichten bietet. So wurde die Stadt Lebingen geboren, die vor allem durch Verbrechen und Korruption besticht. Aber eben auch durch übernatürliche Phänomene und anderen Irrsinn. Ich wollte mir einfach keine Grenzen setzen. Allerdings funktioniert das nicht ganz so einfach, denn auch wenn die Geschichten selten miteinander verwoben sind, muss man ja irgendwie erklären, warum das alles in der gleichen Stadt passieren kann, ohne dass sich die Bewohner an den ganzen Kram erinnern und noch nicht völlig durchgedreht sind. Okay, man könnte sagen, dass die Bewohner alle durchgedreht sind, aber eben auf andere Weise. Es gibt also einen Kniff um diese Stadt, der aber noch nicht verraten wird, denn ihr sollt ja auch die nachfolgenden Bände lese. Ja, heiß machen kann ich.

DIE HANDLUNG

Die Grundidee war dabei, eine Figur innerhalb dieser Stadt zu haben, die jede Menge – um nicht zu sagen alle – Geschichten rund um die Stadt kennt. Ich dachte erst an einen Autor, aber das war mir zu langweilig. Irgendwann kam mir dann die Idee, dass diese Figur ihr Gedächtnis verloren hat und nichts außer den Geschichten im Kopf hat. Dewon Harper war geboren. Natürlich braucht es auch für diese Sache eine Erklärung. Warum hat der Erzähler sein Gedächtnis verloren? Woher kennt er all diese Geschichten? Und warum wird er verfolgt? So kam die Grundstory dazu, die zwischen den einzelnen Geschichten zum Tragen kommt. Zugegeben habe ich dabei zwei Fehler gemacht: Erstens habe ich mich für die Ich-Perspektive entschieden. Eigentlich mag ich die nicht wirklich. Weder beim Lesen noch beim Schreiben. Aber da ich die Figur so mysteriös wie möglich halten wollte, bot sich das irgendwie an. Der zweite Fehler war, dass ich die ursprüngliche Idee vielleicht etwas zu sehr ausgeweitet habe. Deshalb kommt diese zusammenhängende Story in den ersten Teilen nicht so recht in die Gänge und dient wirklich nur als Puffer zwischen den Kurzgeschichten. Aber ich verfolge einen Plan und weiß, wo die Sache hingeht. Das ist schon mal mehr, als ich über … so ziemlich alles andere sagen kann, was ich sonst so schreibe.

Um hier den Rahmen nicht zu sprengen, gehe ich auf die einzelnen Geschichten in einem zweiten Teil ein. Bis dahin könnt ihr gerne das Buch noch schnell lesen, indem ihr es für nur 99 Cent aufs Kindle ladet.

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Mein Tanz mit dem Alien

Viele von meinen treuen Lesern (also ungefähr 3 von den 5) fragen ja immer wieder mal, ob ich mein Buch nicht auch als Taschenbuch veröffentlichen will, weil sie nach wie vor noch auf das gedruckte Wort schwören. Ich kann das durchaus verstehen. Und ich kann nur sagen: Ja, das Taschenbuch wird kommen, aber da ich eben die ganze Arbeit daran selber habe, dauert das wohl noch eine Weile.

Aber Abhilfe kommt in Form einer Anthologie daher. Wer gerne eine meiner Geschichten auf bedrucktem Papier lesen will, so wie es Johannes Gutenberg vorgesehen hat, als er damals mit einer Kartoffel und einem Tintenfass herumexperimentierte und dabei den Buchdruck erfand – so oder ähnlich war das, glaube ich – kann das jetzt tun.

Ein ganzer Reigen an unterhaltsamen und lustigen Aliengeschichten findet sich in der Anthologie DAS ALIEN TANZT POLKA. Und meine unterhaltsamste und lustigste Geschichte ist auch dabei. Herausgegeben wird der Spaß von Ellen Norten beim Verlag P. Machinery.

Den Spaß gibt es unter anderem bei Amazon zu kaufen.

Under Construction – August 2018

Hier erfahrt ihr, was bei mir im August so los war. Auf dem Papier und in meinem wirren Kopf.

BLOG

Die Idee für den nächsten Blogroman hat Formen angenommen. Wie ich erwähnte, würde ich gerne etwas über das Schreiben selbst machen. Und im Rahmen meiner nicht gerade minimalistischen Herangehensweise an manche Projekte, habe ich mir überlegt, dass ich einfach die komplette Geschichte des Schreibens behandle. Von der Steinzeit bis heute. Verpackt in eine fiktive Geschichte. Wie genau das aussehen wird, weiß ich noch nicht, aber ich arbeite an der Idee und hoffe, dass ich mit dem Schreiben anfangen kann, sobald mein Romanmanuskript fertig ist.

INSPIRATION

Ich sage es, wie es ist: Es war wochenlang arschheiß in Deutschland. Dabei klar zu denken oder sich inspirieren zu lassen, war gar nicht so leicht. Aber man kriegt irgendwie Wüstenvibes, wenn um einen herum die Wälder und Felder in der Dürre zugrunde gehen. Vielleicht wäre sowas wie eine Geschichte über Bauern interessant, die unter der Dürre leiden. Das ganze könnte im Mittelalter oder noch besser in einer Fantasywelt angesiedelt werden. Und da spalten sich dann die Bauern in zwei Gruppen: Die einen beauftragen einen Schamanen oder sowas, um mit einem Regentanz für Bewässerung zu sorgen, die anderen wenden sich an einen Alchemisten, der für sie mit chemischen Mitteln für Regen sorgen soll. Was beide Gruppen nicht wissen: Sie haben beide absolut keine Ahnung, wie das Wetter funktioniert und dass ihnen eigentlich niemand, außer die Götter selbst helfen können. Aber ein Bauer bricht auf, um den Wettergott zu finden und ihn um Regen zu bitten. Was der Bauer nicht weiß: Er hat genau so den Arsch offen, denn den Wettergott existiert natürlich gar nicht. Am Ende verdursten alle und kurz darauf fängt es an zu regnen, weil … einfach so. Veröffentlichung: Während der nächsten großen Hitzewelle.

Wer nebenbei gar nicht genug Hitzewelle haben kann, darf gerne Dewon Harpers Kriminalakten auf sein Kindle oder eine dementsprechende App laden. Da gibt es auch eine Hitzewelle.

GESCHICHTEN

Wie schon im Juli, habe ich mich auch im August größtenteils auf mein Romanmanuskript konzentriert. Und ich quäle mich immer noch durch den Mittelteil. Aber mir ist da die große Erleuchtung gekommen und ich werde wohl einfach die ganze Stadt niederbrennen, in der die Geschichte spielt. Dabei sollte dann sicher keine Langeweile aufkommen.

Fragen ohne Antwort #187

Diese Woche dreht sich bei Ginas Fragen alles um die Kindheit. Und das bedeutet, ich könnte jede Frage einfach mit „He-Man“ beantworten, aber das wäre wohl zu simpel. Also tauchen wir doch mal etwas tiefer in meine Vergangenheit und beantworten die Fragen:

1. Hast du noch einen Gegenstand oder ein Spielzeug aus deiner Kindheit?

Ich glaube nicht. Im Keller stehen vielleicht in einer dunklen, staubigen Ecke noch ein paar Kisten mit Kram und Krempel, der seit 25 Jahren in Vergessenheit geraten ist. Aber ich bin gerade zu faul, nachzugucken.

2. Hattest du als Kind einen geheimen Lieblingsort, an dem du immer gespielt hast?

Eigentlich nicht. Ich hatte aber später einen geheimen Lieblingsort, an dem ich immer heimlich geraucht habe. In der vielversprechenden Sicherheit hinter Müllcontainern auf einem großen Parkplatz. War so geheim, dass es absolut jeder wusste.

3. Hattest du als Kind einen besonderen Freund, sei es real, ein Plüschtier oder eine Actionfigur?

Ja und den Freund habe ich auch heute noch. Auch wenn man sich inzwischen natürlich nicht mehr täglich sieht. Die Zeit hat uns leider eingeholt und wir halten uns für unfassbar beschäftigt, sodass man sich nur noch selten mal trifft. An der Freundschaft hat das aber nichts geändert und wir haben teilweise immer noch die selben dämlichen Insider Gags wie vor 20 Jahren.

4. Welcher Film war als Kind dein Lieblingsfilm?

Gab es vermutlich so einige. Aber ich habe vor geraumer Zeit mal für meinen Filmschrottplatz einen meiner Kindheitsfavoriten ausgegraben und FLUSSFAHRT MIT HUHN besprochen. Achtung, nicht jugendfreie Inhalte. Lesen auf eigene Gefahr.

5. Welche Serie hast du als Kind am liebsten geschaut?

Das dürfte ein knappes Rennen zwischen DUCK TALES und der BUGS BUNNY SHOW sein. Nebenbei beides Serien, die ich auch heute noch ohne weiteres angucken könnte. Vor allem die Looney Tunes gehen bei mir immer. Ich mag einfach diesen Holzhammerhumor, der trotz seiner Einfachheit noch irgendwie intelligent war. Heute kriegt man sowas ja leider nicht mehr wirklich gebacken.

6. Wer war dein Kindheitsheld?

He-Man natürlich, weil er einfach He-Man ist. Er hat einfach alles. Ein Schwert. Einen Kampftiger. Einen selten dämlichen Namen. Alles, was ein Held braucht. Aber natürlich nur in seiner He-Man-Form. Prinz Adam war immer ein absoluter Lappen. Wie eigentlich alle in der Serie. Außer eben He-Man. Eigentlich war die Serie kompletter Müll, glaube ich. Jetzt habe ich noch mehr Lust, mir das mal wieder anzugucken.

7. Welches Kinderbuch war als Kind dein liebstes?

Vermutlich „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch. Ich konnte das sogar mal komplett auswendig. „Ihrer Hühner waren drei, und ein stolzer Hahn dabei.“ Und so weiter. Ich fand aber das Cover immer irgendwie verstörend. Die beiden sahen aus wie abgefuckte Schwerverbrecher. Was sie ja irgendwie auch waren, also passte es wohl.

8. Was hast du als Kind am liebsten gespielt?

He-Man … obwohl, nicht ganz. Ich hatte eine recht große Auswahl an Actionfiguren. He-Man, Turtles und solcher Kram. Und da ich schon immer ein kreatives Genie war, haben die alle in meiner eigenen Welt existiert und Kriege gegeneinander geführt. He-Man gegen die Playmobilbauarbeiter. Turtles gegen die Dino Riders. Dinosaurier gegen Spielzeugsoldaten. Das volle Programm. Gewonnen hat vermutlich immer He-Man.

9. Welches Game hast du damals als erstes gezockt?

Ich bin alt, also war es was altes. Pac-Man oder so. Ich weiß zumindest noch, dass es ein Weihnachten den Sega Mega Drive gab inklusive dem ersten Sonic. Meine Herren, habe ich den blauen Igel abgefeiert. Finde ihn auch heute noch cooler als den bescheuerten Klempner. Obwohl Sega alles getan hat, um ihr Maskottchen komplett zu zerstören.

10. Warst du eher ein Mama- oder ein Papakind?

Nach der Scheidung meiner Eltern bin ich bei meinem Vater geblieben, also … wobei das vermutlich auch irgendwie daran lag, dass ich somit in dem Kaff bleiben konnte, in dem ich heute immer noch herumgammel.

11. Welche Rolle hattest du in der Schule inne?

Bleh. Schule. Was habe ich den Laden gehasst. Einfach alles daran. Den Unterricht, die Lehrer, die Mitschüler, das ganze Konzept dahinter. Selbst die Pausen fand ich zum kotzen. Ich stand nur ewig doof in der Ecke rum und habe darauf gewartet, dass ich wieder rein kann, um weiter mit dem Kopf auf dem Tisch zu schlafen und der Scheißtag endlich endet. Es war einfach alles nur absolut fürchterlich. Meine Rolle war also der hasserfüllte Klassenclown, dem alles am Arsch vorbei geht. Irgendwie habe ich mich trotzdem zu einem Realschulabschluss gewuselt, der mir bis heute einen absoluten Scheiß gebracht hat. Aber geht schön brav in die Schule Kinder. Ist echt wichtig und so … bleh.

12. Spielst du auch heute noch das ein oder andere Mal? Vielleicht sogar mit deinen eigenen Kindern?

Ich würde zumindest von mir behaupten, bis zu einem gewissen Grad Kind geblieben zu sein. Ich kann auch sehr gut mit Kindern. Also denen von anderen. Da muss ich immerhin nicht auf sowas grauenhaftes wie Erziehung achten und kann mit denen einfach mal irgendwelchen Scheiß anstellen. Und sie sind so leicht zu begeistern. Ist eigentlich schade, dass man das irgendwann ablegt und sowas widerliches erfährt wie das Erwachsenwerden.

Eigene Kinder will ich aber nicht. Neben dem ganzen Scheißbauen ist das doch arg anstrengend.

13. Weist du noch wie man spielt?

Ja, schon. Aber bis auf eben solche Momente, in denen ich mit den Kindern anderer Leute Quatsch mache, kommt das natürlich nicht mehr wirklich vor. Vielleicht sollte ich mir mal wieder ein paar He-Man-Figuren kaufen.

14. In welcher Situation kommt das Kind in dir wieder zum Vorschein?

Siehe 12 und 13.

15. Was war das coolste, was du als Kind erlebt hast?

Puh. Keine Ahnung. Gab es bestimmt irgendwas, aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Vielleicht als He-Man die große Schlacht gegen die Turtles, Dino Riders und Playmobilbauarbeiter und Spielzeugsoldaten gewann. Das war sicher episch.

Fragen ohne Antwort #185

Es ist ja so: An sich mache ich ganz gerne bei diesen Frage-Antwort-Spielchen mit. Allerdings müssen mich die Fragen natürlich auch einigermaßen ansprechen. Modefragen und philosophisches Lebensgedusel holt mich da nicht unbedingt vom Sofa. (Es ist übrigens ein imaginäres Sofa, auf dem ich hin und wieder philosophisch vor mich über das Leben und Mode hindusel). Deshalb hat es etwas gedauert, bis ich wieder mal an diesem Spaß hier von Gina teilnehme. Also stellen wir uns den Fragen:

1. In den letzten Jahren/Jahrzehnten wurden unglaublich viele Fantasy-Welten von unterschiedlichen Autoren erschaffen.
Welche ist deine liebste?

Mittlerweile sollte bekannt sein, dass für mich nichts über die eigenartig verrückte Scheibenwelt von Terry Pratchett geht. Ich meine, klar, Fantasywelten sind (fast) immer fantasievoll, aber welche Welt ruht bitte auf dem Rücken von vier Elefanten, die auf dem Panzer einer Riesenschildkröte stehen, die sich einen Weg durchs All zieht? Rein physikalisch vermutlich etwas grenzwertig, aber das macht es ja so interessant. Ich frage mich gerade, wie Astronomie auf der Scheibenwelt funktioniert. Feste Sternenbilder kann die ja kaum haben, denn „die Schildkröte bewegt sich“.

2. Kannst du dir eine eigene Welt erschaffen? Wie sähe diese aus?

Kann ich und habe ich. Mein erstes Romanmanuskript war durchaus von der Scheibenwelt inspiriert (wenig überraschend, ich weiß), wenn auch nicht mal im entferntesten so irre. Die Rautenwelt besteht aus einem Felsklumpen, der sich wie ein Kreisel um sich selbst dreht und dadurch die Form einer Raute angenommen hat. Den unteren Teil bildet ein Felsgebilde, das nach unten spitz zu läuft und aus dem vereinzelte Wurzeln wachsen, in denen sich Weltraumschrott und Asteroiden verfangen. Oben ragt der Himmelsgipfel aus dem Mittmeer und verschwindet in den Wolken. Auf dem Gipfel leben die Götter und viele sind beim Versuch gescheitert, den Gipfel zu erklimmen, um den Göttern die wichtigsten Fragen des Lebens zu stellen. „Warum sind wir hier?“ „Wo gehen wir hin?“ „Warum ist die Milch schon wieder teurer geworden?“ Irgendwann im Verlauf des Schreibprozesses habe ich die Idee hinter dieser Welt allerdings mehr oder weniger verworfen und mich auf etwas kleineres beschränkt, sodass die Geschichte dann nur auf einem Kontinent auf dieser Welt spielte und die Welt selbst eigentlich unerheblich war. Weltenbau ist nicht einfach, macht aber durchaus Spaß.

Außerdem gibt es da natürlich auch noch die Stadt Lebingen. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, könnt ihr hier die erste Kurzgeschichtensammlung aus dieser Stadt erwerben: DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN Weitere Geschichten werden bald folgen …

3. Was hältst du eigentlich von Elfen, Orks und Halblingen? Wie ist dein Verhältnis zu Fantasy? (Falls dich das Thema überhaupt nicht interessiert, entschuldige ich mich für die obigen Fragen.^^)

Fantasy mag ich generell schon sehr. Aber Elfen, Orks und Halblinge sind sowas von ausgelutscht, dass die mich nicht mehr wirklich begeistern, sofern man ihnen nicht einen neuen Kniff gibt. Ich finde an Fantasy viel interessanter, wenn neue, unbekannte Wesen die Welten bevölkern. Das ist ja gerade der große Spaß an Fantasy. Man kann sich grenzenlos austoben. Also weniger bekannten Kram und lieber neue Dinge erfinden, die es nicht schon tausendmal gab.

4. Was für einen Computer besitzt du, welches Betriebssystem hat er und bist du zufrieden damit?

Irgendeinen Laptop mit Windows 10. Erfüllt seinen Zweck. Auch nichts, womit ich mich wirklich beschäftige. Ich würde auch noch mit XP klar kommen. Ist für mich alles der gleiche Krampf.

5. Glaubst du, dass Laptops in der Allgemeinheit schleichend durch Smartphones und Tablets ersetzt werden?

Eher nicht. Kleiner ist nicht besser, wie Männer und Frauen bekanntermaßen wissen. Ich könnte mir beispielsweise nicht vorstellen, meine Geschichten auf einem Tablet zu schreiben. Auf einem Smartphone schon gar nicht. Mal davon abgesehen, dass ich auch noch ein bisschen Überblick haben will, was so auf dem Bildschirm los ist und nicht alles im Kleinformat mit Augenschädigung anglotzen will. Ich besitze nebenbei kein Smartphone. Mein Handy ist nur fürs Telefonieren da und selbst das mache ich nur in ganz seltenen Fällen, weil ich Telefonieren absolut grauenhaft finde.

6. Wie stehst du zu Twitter, Instagram und Co.?

7. Auf welchen sozialen Netzwerken bist du unterwegs?

Twitter macht mir Spaß und ich bin da auch relativ aktiv. Da findet man mich hier:

https://twitter.com/AutorMichaelsen

Auf Instagram und Facebook bin ich auch, aber da mache ich eigentlich nur sporadisch was. Fotos sind nicht meins, weil ich sie absolut grauenhaft finde (wie telefonieren) und Facebook geht mir eigentlich nur noch auf den Sack, weil irgendwelche bescheuerten Algorithmen dafür sorgen, dass ich sowieso nicht mitkriege, was da so los ist. Wer mir trotzdem folgen will, findet mich hier:

https://www.instagram.com/mmautor/

https://www.facebook.com/michaelsenautor/

Am meisten bewege ich mich wie gesagt bei Twitter, wer also gar nicht genug von mir kriegen kann, ist da am besten aufgehoben. Vielleicht gehe ich demnächst mal näher auf meine „sozialen Kanäle“ ein und was ich da so treibe oder eben nicht treibe.

8. Welches Youtube-Video würdest du gern hier und jetzt mal empfehlen?

Fällt mir jetzt spontan nix ein. Es gibt sicher einige, aber bei mir ist das meist „gesehen und vergessen“. Sucht euch halt selbst ein gutes raus.

9. Fühlst du dich eher jung oder alt?

Körperlich alt, vom Verstand her jung und doof wie eh und je.

10. Würden andere dich eher jünger oder älter einschätzen?

Ich habe absolut keine Ahnung. Wie schätzt ihr mich denn ein?

11. Wie ist dein Verhältnis zum gegenwärtigen Wetter?

Ich habe ja den Sommer durchaus lieber als den Winter. Arschabfrieren macht halt absolut keinen Bock. Aber die momentane Hitze ist einfach anstrengend und ermüdend. Ich kriege kaum was auf die Reihe, weil ich mich immer zwingen muss, mich zu irgendwas aufzuraffen. Aber ich hoffe mal, dass das Schlimmste jetzt überstanden ist und sich das Wetter für die nächsten 50 Jahre auf konstanten 20-25 Grad mit gelegentlichen Regenschauern einpendelt. Das ist genau das Richtige für mich.

12. Was tust du gegen die jährliche Mückeninvasion?

Mich zerstechen lassen wie ein Nadelkissen. Wobei ich mit Mücken normalerweise wenig Probleme haben. Wenn die nicht nachts im Schlafzimmer rumschwirren, stören die mich eigentlich nicht. Außerdem hatte ich in letzter Zeit eher Schwierigkeiten mit Stechfliegen oder Bremsen oder wie auch immer die Kackviecher heißen. Da reagiere ich oft allergisch und habe dann tagelang was davon. Und kaum ist die eine Entzündung weg, kommt das nächste Kackvieh und sticht zu und der Spaß geht von vorne los.

13. Wie viele Mückenstiche hast du im Moment?

3. Hält sich also im Rahmen. Und einen entzündeten Stich habe ich gerade gar nicht. Es ist ein guter Tag.

14. Mit welcher Art Mensch lohnt es sich für dich zu diskutieren?

Leute, die ihre Meinung vertreten, aber auch offen für die Meinung anderer sind. Ich bin aber niemand, der gerne über „wichtige“ Themen diskutiert. Politik, Religion und der ganze Scheiß arten immer in anstrengendes Palaver aus. Ich diskutiere dann doch lieber über leichtere Sachen wie fiktionale Werke und warum ich mal wieder einen Film scheiße fand, den scheinbar alle geil finden.

15. Über welche Themen redest du gern?

Filme. Da kann ich stundenlang drüber quatschen. Aus jedem Genre, jedem Jahrzehnt und jedem Budgetbereich. Ist neben dem Schreiben/Lesen meine größte Leidenschaft.

16. Welches Wort hat den besten Klang?

Mir fällt gerade auf, dass das Wort „Klang“ so klingt, als würde es nachhallen. Wie, wenn man einen Gong schlägt. Oder eine Gabel gegen ein Glas. Das Wort „Klang“ scheint eine vibrierende Schwingung mitzubringen, was für ein Wort wie „Klang“ natürlich ziemlich passend ist. Ist also ein gutes Wort. Den besten „Klang“ hat aber natürlich das Wort Frühlingsanfang, denn es reimt sich auf „Klang“ und bringt auch noch gutes Wetter mit. Was will man mehr.

17. Hast du jemals Tagebuch geschrieben oder tust es noch?

Nein. Ich war sowieso die meiste Zeit meines Lebens eher nachtaktiv, also hätte ich ein Nachtebuch führen müssen. Da aber nachts jetzt nicht so viel spannendes passiert, bin ich nie auf die Idee gekommen. Und jetzt sind die Tage so eintönig, dass immer der gleiche Kram drin stünde:

„Aufgestanden. War wie immer ein Fehler.

Arbeiten gegangen. War wie immer ein Fehler.

Feierabend gemacht. War wie immer eine Erleichterung.

Zu viel Zeit im Internet verschwendet. War wie immer ein Fehler.

Etwas geschrieben. War wie immer zu wenig.

Schlafen gegangen. War wie immer zu spät.

Bald wieder aufstehen. Wird wie immer ein Fehler gewesen sein.“

18. Jemand gibt dir ein Notizbuch und sagt, du sollst es füllen, egal, mit was.

Simpel. Jede Menge halbgare Ideen für Geschichten, die ich dann nie schreiben werde, weil ich hinterher feststelle, dass die Ideen doch alle kacke sind.

19. Welche Zeitschriften hast du mit 14 gelesen?

Überwiegend Videospielmagazine. Damals war ich noch ein richtiger Gamer (nennt man das so?) aber mittlerweile habe ich damit quasi gar nichts mehr am Hut. Irgendwo blieb das komplett auf der Strecke, weil mir einfach die Zeit fehlte und ich mich von irgendwas trennen musste. Da war das tatsächlich das Naheliegendste. Und ich vermisse es auch nicht wirklich. Nur hin und wieder juckt es mir in den Fingern, mal wieder ein altes Spiel auszupacken. Aber mache ich dann trotzdem nie.

20. Wie alt warst du, als du feststelltest, dass du nun erwachsen bist? Und wie hast du das festgestellt?

Wenn es soweit ist, erfahrt ihr es hier.

 

 

Under Construction – Juli 2018

BLOG

Ich habe ja irgendwie Bock, mal wieder einen Blogroman bzw. Fortsetzungsroman hier zu veröffentlichen. Das bietet eigentlich immer eine gute Möglichkeit, regelmäßig neuen Stoff abzuliefern und gleichzeitig die eigene Schreibe zu verbessern. Über das Thema bin ich mir noch unsicher, aber ich glaube, ich würde gerne etwas über das Schreiben im Allgemeinen machen. Ich hatte erst an eine Geschichte über einen Autor am Anfang seiner Karriere gedacht, aber irgendwie ist mir das zu langweilig. Zumal ich auch kein großer Fan davon bin, Autoren als Charaktere zu nutzen. Ich glaube, da ist die Gefahr sehr hoch, dass man einfach nur über sich selbst schreibt. Aber ich werde mal weiter darauf rumdenken. Mal sehen, was mir da in Zukunft einfällt.

INSPIRATION

Im Juli findet hier immer das jährliche Dorfschützenfest statt. Drei Tage lang gnadenloses Komasaufen und Bufftata einer besoffenen Marschkapelle, die durchs Dorf wankt und dabei eine Meute von torkelnden Alkoholikern mit bescheuerten Hüten durch die Straßen leitet, um am letzten Tag einen Holzvogel von einer Stange zu ballern, damit sich anschließend jemand König nennen darf und man auch am dritten Tag noch einen Grund zum Weitersaufen hat, obwohl man schon nicht mehr geradeaus gucken kann. Ich wohne fast mein ganzes Leben hier und habe es trotzdem nicht geschafft, auch nur ansatzweise Begeisterung für dieses völlig dämliche Brauchtum zu entwickeln. Aber ich finde, das ganze Spektakel sollte mal gebührend auf Papier festgehalten werden. Wie genau sich das gestalten könnte, weiß ich noch nicht aber da fällt mir sicher noch was ein. Vielleicht ein Art Krieg zwischen den Schützenbrüdern zwei benachbarter Dörfer. Hier herrscht ohnehin so eine gewisse Konkurrenzsituation mit einem Haufen Schadenfreude, bei dem jedes Kaff dem anderen Pisswetter am Schützenfestwochenende wünscht, damit ihr eigenes Saufgelage als das Geilere in die Geschichte eingeht. Das alleine ist eigentlich schon banane genug, um es irgendwie aufzugreifen. Genre: Unklar. Irgendwas mit Bier und Bufftata.

GESCHICHTEN

Der Juli stand ganz im Zeichen meines Romanmanuskripts über Dämonen, Jäger und apokalyptische Reiter. Ich bin ganz gut voran gekommen und hoffe, den ersten Entwurf im August zu beenden. Leider befinde ich mich gerade im Mittelteil, der – wie letzten Monat bereits erwähnt – für mich immer die größte Herausforderung ist. Da sackt die Geschichte immer so ein bisschen ab und ich habe das Gefühl, dass ich nur die große Lücke zwischen Anfang und Ende fülle, damit da überhaupt etwas steht. Das dürfte vor allem in der folgenden Überarbeitung wieder für sehr viel Kopfzerbrechen sorgen. Aber gehört eben auch dazu. Ich bin nun mal kein Plotter und da tun sich dann beim Schreiben immer Lücken auf, die es später zu füllen oder zu verbessern gilt. Immerhin haben sich die Charaktere bereits gut genug in meinem Kopf geformt, um sie beschäftigen zu können. Also sollte es einigermaßen zügig voran gehen.

Spontane Gedanken – Grillen

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder zum Grillen eingeladen. Und ich kann nur sagen, ich verstehe die Begeisterung für das alles immer noch nicht so ganz. Es ist nicht so, dass ich keinen Spaß hatte, aber das ganze Konzept des Grillens ist bei mir nie so recht angekommen.

Das fängt schon damit an, dass es draußen ohnehin tödlich heiß ist und man dann noch in der Nähe eines Grills sitzt, der auf die ohnehin tödliche Hitze nochmal eine ganze Portion Todeshitze drauflegt. Mit anderen Worten: Grillen ist vor allem Schwitzen und im Zuge dessen viel Saufen. Da ich keinen Alkohol mehr trinke kommen dann natürlich die ständigen Nachfragen, ob ich nicht doch ein kühles Bier haben will. Nein, will ich nicht.

Eingeladen sind 3 Leute. Eingekauft wird im Vorfeld aber natürlich für 25. Das wird sich im weiteren Verlauf des Abends noch negativ bemerkbar machen. Nachdem dann die drei Tonnen Grillkohle und acht Tonnen Grillfleisch angeschleppt wurden, werden erst mal die Grillanzünder gesucht und über die gängigen Alternativen palavert, wie man die Kohle noch zum Glühen bringen könnte. An diesem Punkt stellt sich dann endgültig heraus, wer die wahren Grillexperten sind, die im Notfall sogar in der Wildnis überleben würde. Kurz gesagt: Keiner der Anwesenden, würde in der Wildnis überleben, aber unter Umständen mit der Kombination glühende Kohlen und Kompressor eine Hecke in Brand setzen. Die Grillanzünder wurden zum Glück noch rechtzeitig gefunden.

Da liegt dann also die Wurst. Direkt vom Grill. Quasi brutzelt sie auf dem Pappteller weiter. Und es ist direkt klar, dass man sich bei jedem Bissen die Fresse verbrennen wird und die Geschmacksnerven mit dieser Hitze rein gar nichts anfangen können. Also warte ich ab. Ich hasse heißes Essen. Noch mehr, bei heißen Temperaturen. Aber dann kommt das Gedränge. „Ess doch auch mal was jetzt.“ „Die Wurst wird kalt.“ Die Wurst scheint zu glühen. Sie würde vermutlich nicht mal dann kalt werden, wenn ich sie in flüssigem Sauerstoff bade. Aber ein guter Gastgeber hat natürlich vorgesorgt und fährt Plan B auf: „Hier, wir haben auch Saucen.“ Und dann werden mehrere Saucengläser und Plastiktuben über den Tisch geschoben, bei denen ich nie sicher bin, ob die nicht nach drei Jahren aus einer der hinteren Schrankecke gekramt wurden. Ich habe da ja so einen kleinen Tick, was das angeht. Bei mir zuhause weiß ich immer, wann ich was aufgemacht habe. Wenn also ein Saucenglas im Kühlschrank steht, weiß ich „Ah ja, das habe ich damals beim Grillen im Sommer 2009 geöffnet. Ist vermutlich nicht mehr wirklich genießbar.“ Wenn ich aber nicht weiß, was wann geöffnet wurde und schon wie lange irgendwo vergammelt, kann ich es einfach nicht essen. Also lehne ich die breite Saucenauswahl dankend ab und beschränke mich auf den Ketchup, der noch geschlossen ist. Je nachdem wo man sich befindet, kann das natürlich auch wieder Blicke auf sich ziehen. Im Sinne von „Wieso macht der die neue Ketchupflasche auf, wenn hier doch ganz viele angefangene Saucen stehen?“ Nun, weil ich es kann. Diese Blicke werden mir hier immerhin erspart, also kann ich meine Wurst in den Ketchupsee tunken, der aus der Flasche auf meinen Teller geflossen ist wie ein Wasserfall, nachdem er zuvor in der Flasche fest hing wie Stauwasser an einem Damm.

Ich werde nie verstehen, warum jemand Ketchup in Glasflaschen kauft. Aber klar, da kommt dann der Umweltschutz ins Spiel. Plastik ist böse und so. Wir müssen die Welt retten und so weiter. Ich halte es ja für einen großen Irrglauben, dass wir unbedingt die Welt retten müssen. Ja, das Ozonloch ist da. Und die Regenwälder werden weggeholzt. Und blah. Ja, der Mensch greift in die Natur ein. Und das hat er immer getan. Aber der Natur sind wir scheißegal. Wenn die Natur meint, dass es zuviel wird, dann rottet sie uns einfach aus. Kein Problem. Vulkanausbrüche, Erdbeben, Taifuns, eine neue Eiszeit … wenn die Natur uns erledigen will, haben wir keine Chance. Wir sind alle im Arsch. Wir wissen es nur noch nicht. Natürlich kann und sollte man trotzdem was für den Umweltschutz tun. Mache ich auch. Aber bei Ketchup in Glasflaschen ziehe ich die Grenze.

Wie dem auch sei. Nach dem Verzehr von ein paar Ketchupwürsten bin ich froh, es hinter mir zu haben und bin voll. Man mag es mir zwar nicht ansehen, aber ich bin kein großer Esser. Ja, ich esse gerne. Aber nicht wirklich viel auf einen Schlag. Aber irgendwie müssen ja die acht Tonnen Grillfleisch noch losgeworden werden, was dann immer mit dem Satz beginnt: „Ich habe auch noch Steaks. Die müssen auch noch weg.“ Warum müssen die auch noch weg? Und warum wurden die überhaupt gekauft? Muss beim Grillen wirklich ein Bombardement an Fleischprodukten verbraten werden, nur damit man sowas wie Abwechslung vortäuschen kann? Ich will gar kein Steak haben. Und zwei schon gar nicht. Ja, auch wir Fleischfresser haben unsere Grenzen.

Nachdem dann alles weggegrillt wurde und die Fliegen wie ein Bombenteppich auf das Fleisch hinabstürzen, das sich jetzt gestapelt auf einem Teller mitten in der glühenden Sonne befindet, ist die Sache zum Glück überstanden und ich warte gespannt auf die nächste Einladung zum Grillabend. Die folgt natürlich prompt für nächste Woche. Man sollte nicht erwarten, dass ich mich darüber Freue. Aber ich komme gerne und Spaß hat es trotz allem gemacht. *mampf*