Fragen ohne Antwort #201

Dieses Mal geht es bei den Fragen ohne Antwort um … irgendwie alles so ein bisschen. Immerhin ist Abwechslung garantiert. Also los:

1. Welchen bereits zu Hause gesichteten Film würdest Du gerne einmal im Kino sehen?

Es kommt selten vor, dass ich mir bei einem Film im Nachhinein denke: „Den hättest du besser im Kino auf der großen Leinwand gesehen.“ Es kommt ohnehin selten vor, dass ich überhaupt ins Kino gehe. Die immer gleiche Blockbuster-Grütze zieht mich da nicht hin. Alles schon tausendmal gesehen. Deshalb sind es eher die unbekannteren Filme, die ich gerne im Kino sehen würde, die da aber natürlich laufen, da das Disney-Monopol und die 2-3 übriggebliebenen anderen Studios die Kinos mit ihrem immer gleichen langweiligen, uninspirierten, CGI-überladenen Actiongetöse zumüllen und daneben kein Platz mehr ist. Aber lassen wir das. Für das große Filmabgekotze könnt ihr auch meinen Filmschrottplatz besuchen. Der erste Film, der mir bei dieser Frage einfällt, ist: THE FALL von Tarsem Singh. Nicht nur, dass der Film eine tolle Geschichte über das Geschichtenerzählen erzählt, er bietet auch einen ganzen Haufen fantastischer Bilder. Selten war der Ausdruck „Every Frame A Painting“ so treffend.

Da der Trailer zu viel spoilert, poste ich hier mal eine Szene, die einen guten Eindruck davon macht. Ich kann nur jedem empfehlen, sich den Film anzuschauen. Ein Meisterwerk. Und ich nutze diesen Ausdruck wirklich selten:

2. Welches ist Dein Lieblingsbrettspiel? 

Ich spiele nicht oft Brettspiele, aber alle Jubeljahre mal, treffe ich mich mit ein paar Kollegen für ein paar Runden RISIKO. Und als taktisches und strategisches Genie, kann ich voller Stolz verkünden, dass ich sogar schon mal gewonnen habe. Genau einmal. Ich habe also alles erreicht, würde ich sagen. Früher haben wir auch hin und wieder mal DIE SIEDLER VON CATAN gespielt und als siedelnder Fachmann kann ich voller Stolz verkünden, dass ich da nie gewonnen habe. Aber gibt es beim Siedeln wirklich einen Gewinner?

3. In welchem Land das Du besucht hast, konntest Du mit der dortigen Küche am wenigsten anfangen? 

Ich reise quasi nie. Ich war mal in Schweden, Holland und mal auf Klassenfahrt in Kroatien. An das Essen kann ich mich nicht mehr erinnern. War zu sehr damit beschäftigt, mich sinnlos zu besaufen.

4. Welches Album hat Dich am meisten geprägt, oder ist für Dich einfach gesagt, das beste aller Zeiten? 

Das gleichermaßen kreative, experimentelle und irgendwie auch teils irre Album Queen II der besten Band aller Zeiten Queen. Das Album teast wunderbar an, was man in späteren Jahren noch von der Band erwarten konnte.

5. Nenne bis zu 5 Konzerte, die Dir besonders in Erinnerung geblieben sind.

Ich musste jetzt erstmal überlegen und bin zu der Antwort gelangt, dass ich nichtmal 5 Konzerte in meinem Leben besucht habe. Ich bin kein großer Konzertgänger. Die Bands, die ich wirklich live sehen wollen würde, existieren nicht mehr. Mit einer Ausnahme: Rammstein. Die schaue ich mir im Mai an. Das wird mir vermutlich in Erinnerung bleiben, wenn es dann soweit ist.

6. Poste ein Musikstück, das Du total hypnotisierend findest. 

Da kommt natürlich nur eine Band in Frage:

7. Achterbahn, Bungee Sprung, Tandem-Fallschirmsprung, Paragliding, Drachenfliegen, Tiefseetauchen oder im Biergarten sitzen?

Achterbahn: Zu schnell

Bungee: Zu hoch

Paragliding und Drachenfliegen: Zu höher

Fallschirm: Viel zu hoch

Tiefseetauchen: Zu tief und nass

Biergarten: Zu voll

Ich bleibe zu Hause.

8. Wir gehen nur nach Äußerlichkeiten. Wer ist für Dich aktuell der/die attraktivste Prominente? 

Dieses WIR schließt mich nicht wirklich mit ein, denke ich. Klar, auch ich erkenne bei Personen an, wenn sie schön und attraktiv sind, aber ich bin lange aus dem Alter raus, wo das für mich irgendeine Rolle spielt (wenn es das überhaupt mal irgendwann getan hat). Mal davon abgesehen, beschäftige ich mich nicht mit der sogenannten Prominenz. Die haben auch nur einen an der Waffel, wie wir alle. Wenn ich aber eine Antwort geben müsste, sieht die seit über 20 Jahren gleich aus: Jennifer Aniston. Die Frau war, ist und bleibt einfach attraktiv.

9. Wieviele der folgenden Menschen kennst Du in etwa persönlich? (Mindestens die Bezeichnung „Bekannter“ muss zutreffen. „Habe ich mich mal unterhalten“ reicht nicht.)
– Veganer 
– Homosexuelle
– Flüchtlinge
– Künstler
– Wutbürger

Wenn man es genau nimmt, alles außer Homosexuelle. Zumindest fällt mir da momentan niemand in meinem Umfeld ein. Ich habe in der Vergangenheit hin und wieder mal einen mit einem homosexuellen Männerpaar gehoben, die im selben Haus wie mein Cousin wohnten. Aber das ist gefühlt Ewigkeiten her. Flüchtlinge beziehe ich hier auch eher auf die Vergangenheit. Von der „aktuellen“ Flüchtlingswelle kenne ich niemanden. Wutbürger ist auch eher schwammig. Ich kenne ein paar Leuten mit eigenartigen Ansichten, aber niemanden, der Leute durch die Straßen jagt oder Gebäude abfackelt.

10. Kommen wir zu europäischen Hauptstädten
– Die schönste?
– Die erlebnisreichste?
– Die angenehmsten Menschen? 
– Musst Du unbedingt noch besuchen?
– Würdest Du auswandern?

Antwort auf alle: Lebingen.

11. Hast Du eine Phobie?

Akrophobie, besser bekannt als Höhenangst. Und die ist ziemlich ausgeprägt. Ich werde schon nervös, wenn ich auf einem Stuhl stehe.

12. Bist Du tätowiert? 

Nein. Hatte ich auch nie wirklich das Verlangen nach. Wenn mir wirklich etwas einfallen würde, bei dem ich weiß, dass mir das mein Leben lang etwas bedeuten wird, würde ich es vielleicht machen, aber mir einfach irgendwelchen Quark auf die Backe stechen lassen, nur weil mir gerade jetzt das Motiv gefällt, ist nicht meine Welt.

13. Glaubst Du, dass eines Tages die Menschheit frei von Religion sein wird? 

Natürlich nicht. Genau so wenig, wie sie jemals frei von Politik sein wird. Schließlich braucht die Menschheit immer etwas, weswegen sie sich völlig sinnlos die Köpfe einschlagen kann. Deshalb wird es auch immer Fußballfans geben.

14. Welches komplette Album hast Du Dir zuletzt gekauft/gedownloaded?

In Zeiten des kostenlosen Musik-Streamings ist das seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lange her. Kann mich nicht erinnern. Es ist aber nicht so, dass ich nicht gerne immer noch Alben höre, anstatt einfach irgendwelche Playlists zusammenzustellen. Aber Musik kaufen steht bei mir schon lange nicht mehr an. Ich gebe mein weniges Geld lieber für Bücher und Filme aus.

15. Filmabend bei Dir zu Hause? Was bietest Du Deinen Gästen an?

Eine große Auswahl an Filmen auf DVD und BluRay. Mittlerweile über 1000 Streifen aus allen Jahrzehnten und allen Genres.

 

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Fragen ohne Antwort #198 – Teil 2

Weiter geht es mit der Beantwortung von Ginas Fragen ohne Antwort. Teil 1 habe ich letzte Woche hier beantwortet. Dieses Mal geht es um Horror, Killer und andere nette Dinge:

11. Du hast die Möglichkeit, für einen Monat ein Tier zu sein: Würdest du sie nutzen? Warum? Welches Tier wärst du? 

Ich mag zwar Tiere (für gewöhnlich mehr als Menschen), außer es sind eklige, blutsaugende Insekten (die, wenn ich näher darüber nachdenke, am meisten Ähnlichkeit zu Menschen haben; ich bin wohl ein kleiner Misanthrop), aber eins sein muss ich nun wirklich nicht unbedingt. Ich bleibe Mensch und hasse meine Spezies einfach so weiter. Das macht mehr Spaß.

12. Du verlierst all deine Erinnerungen bis auf eine Einzige. Wäre das schlimmer als komplett ein komplett gelöschtes Gedächtnis? 

Kommt wohl auf die Erinnerung an, die bleibt. Wenn es eine positive ist, warum dann nicht behalten. Wenn es eine negative ist, könnte ich darauf natürlich auch gerne verzichten. Im Endeffekt wäre es aber sicher ganz lustig, einfach alles auf (ungefähr) Null zu setzen und Erfahrungen nochmal zu machen. Vielleicht lernt man was neues oder stellt fest, dass man sich nicht mehr in bestimmten Situationen wie ein Vollidiot verhält.

13. Wohin würdest du gehen, wenn du aufgrund von undefinierten nicht hinnehmbaren Ereignissen in deinem Land plötzlich das Bedürfnis hättest, es zu verlassen? Würdest du es überhaupt verlassen? Würdest du bleiben und Widerstand leisten? Wie?

Ich bin ja kein großer Reisetyp und so spontan fällt mir kein Land ein, in das ich „auswandern“ würde. Also bleibe ich wohl und leiste Widerstand. Der sieht vermutlich ungefähr so aus, dass ich zuhause bleibe und weiterhin rumgammel wie bisher. Vielleicht nehme ich die Mühe auf mich und hänge ein Revolutionsbanner aus dem Fenster. Ja, ich bin ein echter Kämpfer!

14. Als du eines Abends nach Hause kommst, klebt ein Zettel an deiner Tür, auf dem mit roten Buchstaben „Gefahr! Rette dich!“ steht. Du betrittst deine Wohnung und findest einen blutroten Handabdruck an der Wand deines Flurs. Wie fühlst du dich? Was sind deine nächsten Schritte?

Klingt ziemlich gestellt. Wer würde sowas schreiben und meine Wand beschmieren? Der Sache muss ich natürlich auf den Grund gehen, um dem Verursacher den Eimer Farbe in Rechnung zu stellen, mit dem ich die Wand neu streichen muss.  Also kontrolliere ich Größe und Form des Handabdrucks und stelle so fest, wem die Hand gehört. Vielleicht mache ich noch eine Geschmacksprobe, um herauszufinden, womit die Wand beschmiert wurde. Schließlich kann das ebenfalls einen Hinweis darauf geben, wer hier rumgesaut hat. Nicht jeder mag Himbeersirup und nicht jeder hat rote Wassermalfarbe zuhause. Die Handschrift auf dem Schild dürfte mir dann endgültig verraten, wer der Täter war. Okay, zugegeben, eigentlich würde mir das alles nicht wirklich weiterhelfen, denn ich weiß nicht, wer Himbeersirup mag und kenne von niemandem die Handschrift auswendig. Vermutlich lasse ich den Handabdruck einfach, wo er ist und mache weiter wie gewohnt.

15. Was bedeutet „Horror“ für dich?

Langweilige Menschen, die nur über langweilige, belanglose und vor allem mich absolut nicht tangierende Themen quatschen und einen damit unendlich vollsülzen. Ihr kennt das sicher: Diese Momente, in denen man denkt, die Zeit steht still und man muss sich jetzt für den Rest der Ewigkeit Gequatsche über irgendwelchen uninteressanten Scheiß anhören. Da kriege ich jedesmal innerlich die Krise und versuche dann auch noch so zu tun, als würde mich die Kacke interessieren. Es ist die Hölle.

16. Wärst du eines dieser Horrorfilm-Wesen, vor denen die Helden eines Films davonrennen: Wen/Was würdest du darstellen und wie würdest du töten? Was wäre deine Hintergrundstory?

Nachdem ich zulange mit belangloser Scheiße vollgesülzt wurde, entwickelte ich mich zum Psychokiller, der langweilige, andere vollsülzende Leute mit Büchern voller spannender Themen erschlägt.

17. Würdest du eher ein dunkles verwunschenes Labyrinth durchqueren, um zu deinem Ziel zu gelangen oder durch einen dunklen gespenstischen Wald gehen?

Generell beides interessant. Aber mein Orientierungssinn ist die absolute Katastrophe, also würde ich wohl niemals aus einem Labyrinth wieder herausfinden. Ich meine, ich lebe seit fast 30 Jahren in diesem Ort und weiß immer noch nicht, wie man zu der ein oder anderen Straße kommt. Ich nehme also den Wald. Gespenster stören mich ohnehin nicht. Ich habe nie verstanden, was die einem groß antun sollen. Sollen sie halt durch Wände schweben und „Buhu“ machen, zu mehr sind sie ohnehin nicht imstande.

18. Wenn alle zaubern könnten: Wo wären die Grenzen der Magie?

Wenn man davon ausgeht, dass auch Magie an ein Naturgesetz gebunden wäre, gäbe es sicher Grenzen, aber wo genau die liegen würden, kommt darauf an, um was für eine Art von Magie es sich handelt und was man damit anstellen kann. Ich glaube ja, dass Magie schon lange das Ende der Menschheit gebracht hätte. Stellt euch mal vor, die ganzen Politiker könnten zaubern. Die hätten sich schon alle gegenseitig abgeschlachtet und bereits der erste Krieg in der Geschichte der Menschheit, wäre vermutlich unser Ende gewesen. Gut für uns, dass es keine Magie gibt. Für die Erde vielleicht nicht so gut. Die käme wohl besser ohne uns klar.

19. Würdest du eher altgriechisch, Latein oder keltisch sprechen? 

Ähm … keltisch … klingt zumindest von der Auswahl am interessantesten. Da ich aber schon seit Jahren daran scheitere, endlich mal Spanisch zu lernen, was ich mir irgendwann mal fest vorgenommen hatte, liegt Keltisch in ganz weiter Ferne.

20. Auf einer Skala von 1(eeeaasyyy) bis 10 (krass!): Wie zeitaufwendig und kompliziert waren diese Fragen?

Da einige Fragen durchaus Platz für Ausschweifungen und zum drüber Nachdenken anregen, würde ich mal sagen: 7.

 

Fragen ohne Antwort #198 – Teil 1

Es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Fragen ohne Antwort von Gina zu beantworten. Dieses Mal geht es vor allem um Bücher und Geschichten. Da muss ich natürlich dabei sein. Also los:

1. Sieh dir dein Bücherregal mal genau an: Wie viele Bücher befinden sich wohl darin? Und welche Genres dominieren? Bist du eher der Roman- oder der Sachbuchtyp? 

Ich bin ja das personifizierte Chaos. Deshalb habe ich gar kein Bücherregal, sondern die fliegen hier einfach überall rum. Sehr viele Bücher besitze ich aber ohnehin nicht. Mein Vater ist eher der Buchkäufer hier und ich bediene mich meist in seinem Regal. Und ja, er hat tatsächlich ein Regal, in dem sich irgendeine dreistellige Anzahl von Büchern befindet. In meinem Besitzt sind eigentlich nur meine Favoriten, wie die Scheibenwelt-Romane, ein Stapel von Schreibratgebern und noch ein paar andere ausgewählte Romane. Sachbücher lege ich mir nebenbei eher selten zu. Ich bin mehr der Geschichtenleser.

2. Das erste Buch, dass dir ins Auge sticht bei deiner Betrachtung, ist…? Warum ist es dir als erstes aufgefallen?

DAS ALIEN TANZT POLKA. Weil es hier direkt neben mir auf dem Schreibtisch liegt. Nebenbei enthält es eine Kurzgeschichte von mir und wenn ihr die lesen wollt, könnt ihr die Anthologie mit einem Haufen irrer und lustiger Aliengeschichten gerne hier kaufen. Werbung kann ich so richtig, was …

3. Welches Buch wäre bei längerem Nachdenken dein Lieblingsbuch aus deiner Sammlung? Was macht es so besonders für dich? 

EINFACH GÖTTLICH von Terry Pratchett, einfach weil es mein Favorit von der Scheibenwelt ist.

4. Hast du auch Karteileichen im Regal? Vielleicht Bücher, die du nie zu Ende gelesen hast, die dir mal geschenkt worden sind und die du wohl oder übel behalten hast? Was wäre das so? 

Eigentlich nicht. Es gibt zwar ein paar Bücher, die ich aufgrund von absolut unerträglicher Langeweile beim Lesen abgebrochen habe *hust Herr der Ringe hust* aber das kommt eher selten vor.

5. Besitzt du auch Zeitschriften? 

Nein, schon lange nicht mehr. Die Zeiten sind einfach vorbei.

6. Bist du eher ein Vielleser oder ein Büchermuffel? 

Ich habe unterschiedliche Phasen. Eigentlich lese ich natürlich wirklich sehr gerne, aber die Zeit macht mir da oft einen Strich durch die Rechnung. Deshalb komme ich meist nicht viel zum Lesen. Aber ihr könnt das ändern: Kauft alle meine Bücher und macht mich reich. Dann muss ich nicht mehr arbeiten und kann den ganzen Tag Schreiben. Und wenn ich eine Pause vom Schreiben brauche, kann ich lesen. Und dann wieder Schreiben, damit ihr auch immer was zum Lesen habt. Es ist eine absolute Win-Win-Situation für uns alle. Also kauft was das Zeug hält. Ja, ich kann Werbung wirklich so richtig …

7. Wie würdest du die Geschichte weiterführen (mind. 10 Sätze):
„Wir schreiben das Jahr 3052. Ich blicke aus meinem Fenster hinunter auf die blendend hellen Lichter der Stadt. Der Tag liegt hinter mir und mit ihm scheint jeder Gedanke an das heutige Ereignis zu verblassen, das mein bisheriges Leben für immer verändert hat.“ 

… Aber da sehe ich ihn. Zwischen den Lichtern. Diesen versifften Typen, der so gar nicht in das Bild der sauberen Stadt passen will.  Seit vor ungefähr 1000 Jahren das Problem der Umweltverschmutzung gelöst wurde, indem die gesamte Umwelt abgefackelt wurde, laufen wir alle nur noch in Schutzanzügen herum. Aber nicht er. Sein Erscheinungsbild gleicht den Fotos aus alten Geschichtsbüchern, in denen Lumpensammler und Obdachlose in zerrissener Kleidung die Straßen bevölkerten. Und heute hat er mich mit einer leeren Bierdose beworfen. Bierdosen wurden bereits vor fast 500 Jahren abgeschafft. Seit wir unsere Nahrung nur noch durch Schlauchsystem zu uns nehmen, die in jedem Gebäude angebracht sind. Ja, die übertragbaren Krankheiten, die sich dadurch ergeben, haben wir immer noch nicht ganz im Griff und täglich begegnen mir Menschen mit Herpes an den Lippen, aber immerhin wurde die Müllproduktion dadurch auf ein Minimum beschränkt und die Kosmetikbranche verdient sich dumm und dämlich an Lippenpflegeprodukten. Es beschwert sich also niemand. Schon gar nicht die Kosmetikindustrie. Der dreckige Kerl pisst an eine Straßenlaterne. Das ist in der Stadt sicher seit 200 Jahren nicht mehr vorgekommen. Nicht mehr, seit in unsere Anzüge Windeln eingenäht wurden. Der Mann stammt sicher nicht von hier. Er stammt nicht aus dieser Stadt. Nicht aus dieser Zeit. Ich bin mir sicher, dass er ein Zeitreisender ist. Ich muss herausfinden, woher er kommt und was er hier will. Und vor allem, warum er mir eine Bierdose an den Kopf geworfen hat …

8. Wenn du die Geschichte weiterspinnen solltest, was wäre die grobe Rahmenhandlung und wer wäre der Protagonist? Hättest du schon einen (vorläufigen) Titel parat? 

Titel vermutlich sowas wie DER SIFFIGE ZEITREISENDE. Der Protagonist wäre wahrscheinlich eine junge Frau, die der Sache um den vermutlichen Zeitreisenden auf den Grund geht. Wohin das führt, weiß ich nicht. Das weiß ich nie, wenn ich was schreibe. Ganz spontan würde ich sagen, dass nach und nach mehr Leute in der Stadt auftauchen, die dort (und in der Zeit) nichts zu suchen haben. Was sie dort wollen, wie sie dorthin kommen und was die junge Frau dabei herausfindet, müsste sich aber aus dem Schreibprozess ergeben.

9. Wer ist dein Lieblingsautor? Was macht ihn dazu? 

Das habe ich hier gefühlt schon hundertmal beantwortet: Terry Pratchett. In erster Linie, weil ich seinen Schreibstil sehr mag. Aber eben auch sein Talent dafür, Sozial- und Gesellschaftskritik in seinen Geschichten so zu verpacken, dass sie einem nicht direkt ins Gesicht springen, aber einem immer schön den Spiegel vorhalten.

10. Anderes Thema: Du befindest dich in einem Raum. Die Wände sind in einem satten Grün gestrichen. An der gegenüberliegenden Wand steht ein weißer Sessel. Neben diesem befindet sich eine große Holztruhe mit unbekanntem Inhalt. Rechts von dir steht ein kleiner Tisch mit einer Vase, in der eine blaue Blume steckt. An der linken Wand hängt ein Rahmen, in dem sich ein Schwarz-Weiß-Foto von einem alten Haus befindet. Den Großteil des Bodens, der mit dunkelbraunen Dielen bezogen ist, bedeckt ein flauschiger Teppich in beige. Eine Neonlampe erstrahlt von der Decke. Die nächsten 24 Stunden wirst du in diesem Raum verbleiben. Was tust du? Was ist in der Truhe?

Ich setze mich in Sessel und entspanne mal für eine Weile. Da es sich bei der Truhe um ein Produkt aus intelligentem Birnbaumholz handelt, kommt sie irgendwann auf tausenden kleinen Beinen an den Sessel gelaufen und öffnet den Deckel. Sie präsentiert mir einen Stapel Papier und einen Stift. Wenn ich mit Entspannen fertig bin, kann ich also schreiben, damit ihr immer was zu lesen habt. Erinnert ihr euch. Werbung kann ich so richtig …

 

Da ich bei diesem Spaß hier ohnehin nur alle paar Wochen mal mitmache, habe ich jetzt entschieden, die zweite Hälfte der Fragen nächste Woche zu beantworten, damit ihr auch hier auf dem Blog regelmäßiger was zu lesen habt. Weil Werbung … nee, wartet, ist ja eigentlich gar keine Werbung. Mehr ein Cliffhanger. Die kann ich so gar nicht …

 

Media Monday #380

Für gewöhnlich mache ich ja nicht mehr wirklich beim Media Monday vom Medienjournal mit. Nicht, weil ich keine Lust dazu habe, sondern einfach, weil mir die Zeit dazu fehlt. Aber nachdem ich gerade eine ziemlich beschissene Nachricht bezüglich meines besten Freundes und einem Herzinfarkt erhielt, kann ich mich heute ohnehin nicht auf irgendwas so wirklich konzentrieren und brauche einfach irgendeine Ablenkung. Da das Thema heute auch noch Bücher sind, bietet es sich da natürlich an, bei dem Spaß mal wieder mitzumachen (und mir vorzunehmen, das in Zukunft wieder öfter zu tun, was vermutlich scheitern wird; wie immer).

1. Eine Buchreihe wie Per Anhalter durch die Galaxis wird es für mich kein zweites Mal geben, denn es war die Reihe, die mich überhaupt erst zum Lesen gebracht hat und außerdem ist der Humor darin ungeschlagen. Wenn ich mich in ein Buch teleportieren könnte, wäre es definitiv dieses. Mit den Froods Arthur, Ford, Zaphod, Trillian und Marvin verrückte Abenteuer zu erleben, wäre einfach sowas von grandios, dass ich mich die ganze Zeit auf besonders flupige Art und Weise flollopen, guppen und weidomieren würde.

2. Terry Pratchett ist eine/r diese/r AutorInnen, von der/dem ich wirklich alles verschlingen könnte, denn er hat einen hervorragenden Stil und schafft es auf unnachahmliche Weise, gesellschaftliche Kritik in ein Fantasygewand zu verpacken, dass man ständig merkt, wie einem der Spiegel vorgehalten wird, ohne dabei mit dem Holzhammer zu arbeiten.

3. Ich-Erzähler in Romanen schrecken mich meist ab. Ich bevorzuge (auch beim Schreiben) eher eine umfassende Sichtweise, die mich tiefer in die Welt und die Geschichte eintauchen lässt. Ausnahmen bestätigen dabei natürlich die Regel.

4. Buch-Verfilmungen sind ja ein wirklich beliebtes Geschäft, aber wie haltet ihr das? Nur Buch, nur Film, am liebsten beides und wenn ja, was zuerst? Ich bin Buchadaptionen gegenüber erstmal nicht abgeneigt. Aber ich bevorzuge es tatsächlich, wenn man sich nicht ganz explizit an die Vorlage hält. Wenn ich ein Buch gelesen habe, ist mir die Geschichte ohnehin schon vertraut und dann mag ich es, wenn man daraus etwas Neues macht, anstatt das Gleiche nochmal zu erzählen. Im Normalfall lese ich auch erst das Buch, bevor ich den Film gucke, denn das visuelle Medium beeinflusst mir zu sehr die Bilder in meinem Kopf, die beim Lesen entstehen. Gerade das macht das Lesen ja so interessant: Man schafft sich anhand der Worte eine eigene Welt, die niemals so aussieht, wie es dann im Film der Fall ist.

5. In Sachen Literatur hat es mir im Moment das Genre Fantasy wahnsinnig angetan, was aber eigentlich immer der Fall ist. Trotzdem wühle ich mich gerne durch alle möglichen Genres, denn es gibt bei allem gute Sachen, die absolut lesenswert sind.

6. Nichts liegt ganz weit oben auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), denn ich habe da absolut keinen Überblick, was ich so alles auf der Liste habe. Was ich mir schon seit Jahren vorgenommen habe, ist Stephen Kings DER DUNKLE TURM. Aber irgendwie kann ich mich nie aufraffen, das mal anzufangen.

7. Zuletzt habe ich erfahren, dass mein bester Kumpel, den ich seit fast 30 Jahren kenne, im Alter von gerade mal 36 einen Herzinfarkt hatte und das war scheiße, weil keine Begründung notwendig. Immerhin habe ich mittlerweile erfahren, dass es ihm schon wieder besser geht. Aber meine Fresse, was für ein Abend aus der Hölle.

Fragen ohne Antwort #187

Diese Woche dreht sich bei Ginas Fragen alles um die Kindheit. Und das bedeutet, ich könnte jede Frage einfach mit „He-Man“ beantworten, aber das wäre wohl zu simpel. Also tauchen wir doch mal etwas tiefer in meine Vergangenheit und beantworten die Fragen:

1. Hast du noch einen Gegenstand oder ein Spielzeug aus deiner Kindheit?

Ich glaube nicht. Im Keller stehen vielleicht in einer dunklen, staubigen Ecke noch ein paar Kisten mit Kram und Krempel, der seit 25 Jahren in Vergessenheit geraten ist. Aber ich bin gerade zu faul, nachzugucken.

2. Hattest du als Kind einen geheimen Lieblingsort, an dem du immer gespielt hast?

Eigentlich nicht. Ich hatte aber später einen geheimen Lieblingsort, an dem ich immer heimlich geraucht habe. In der vielversprechenden Sicherheit hinter Müllcontainern auf einem großen Parkplatz. War so geheim, dass es absolut jeder wusste.

3. Hattest du als Kind einen besonderen Freund, sei es real, ein Plüschtier oder eine Actionfigur?

Ja und den Freund habe ich auch heute noch. Auch wenn man sich inzwischen natürlich nicht mehr täglich sieht. Die Zeit hat uns leider eingeholt und wir halten uns für unfassbar beschäftigt, sodass man sich nur noch selten mal trifft. An der Freundschaft hat das aber nichts geändert und wir haben teilweise immer noch die selben dämlichen Insider Gags wie vor 20 Jahren.

4. Welcher Film war als Kind dein Lieblingsfilm?

Gab es vermutlich so einige. Aber ich habe vor geraumer Zeit mal für meinen Filmschrottplatz einen meiner Kindheitsfavoriten ausgegraben und FLUSSFAHRT MIT HUHN besprochen. Achtung, nicht jugendfreie Inhalte. Lesen auf eigene Gefahr.

5. Welche Serie hast du als Kind am liebsten geschaut?

Das dürfte ein knappes Rennen zwischen DUCK TALES und der BUGS BUNNY SHOW sein. Nebenbei beides Serien, die ich auch heute noch ohne weiteres angucken könnte. Vor allem die Looney Tunes gehen bei mir immer. Ich mag einfach diesen Holzhammerhumor, der trotz seiner Einfachheit noch irgendwie intelligent war. Heute kriegt man sowas ja leider nicht mehr wirklich gebacken.

6. Wer war dein Kindheitsheld?

He-Man natürlich, weil er einfach He-Man ist. Er hat einfach alles. Ein Schwert. Einen Kampftiger. Einen selten dämlichen Namen. Alles, was ein Held braucht. Aber natürlich nur in seiner He-Man-Form. Prinz Adam war immer ein absoluter Lappen. Wie eigentlich alle in der Serie. Außer eben He-Man. Eigentlich war die Serie kompletter Müll, glaube ich. Jetzt habe ich noch mehr Lust, mir das mal wieder anzugucken.

7. Welches Kinderbuch war als Kind dein liebstes?

Vermutlich „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch. Ich konnte das sogar mal komplett auswendig. „Ihrer Hühner waren drei, und ein stolzer Hahn dabei.“ Und so weiter. Ich fand aber das Cover immer irgendwie verstörend. Die beiden sahen aus wie abgefuckte Schwerverbrecher. Was sie ja irgendwie auch waren, also passte es wohl.

8. Was hast du als Kind am liebsten gespielt?

He-Man … obwohl, nicht ganz. Ich hatte eine recht große Auswahl an Actionfiguren. He-Man, Turtles und solcher Kram. Und da ich schon immer ein kreatives Genie war, haben die alle in meiner eigenen Welt existiert und Kriege gegeneinander geführt. He-Man gegen die Playmobilbauarbeiter. Turtles gegen die Dino Riders. Dinosaurier gegen Spielzeugsoldaten. Das volle Programm. Gewonnen hat vermutlich immer He-Man.

9. Welches Game hast du damals als erstes gezockt?

Ich bin alt, also war es was altes. Pac-Man oder so. Ich weiß zumindest noch, dass es ein Weihnachten den Sega Mega Drive gab inklusive dem ersten Sonic. Meine Herren, habe ich den blauen Igel abgefeiert. Finde ihn auch heute noch cooler als den bescheuerten Klempner. Obwohl Sega alles getan hat, um ihr Maskottchen komplett zu zerstören.

10. Warst du eher ein Mama- oder ein Papakind?

Nach der Scheidung meiner Eltern bin ich bei meinem Vater geblieben, also … wobei das vermutlich auch irgendwie daran lag, dass ich somit in dem Kaff bleiben konnte, in dem ich heute immer noch herumgammel.

11. Welche Rolle hattest du in der Schule inne?

Bleh. Schule. Was habe ich den Laden gehasst. Einfach alles daran. Den Unterricht, die Lehrer, die Mitschüler, das ganze Konzept dahinter. Selbst die Pausen fand ich zum kotzen. Ich stand nur ewig doof in der Ecke rum und habe darauf gewartet, dass ich wieder rein kann, um weiter mit dem Kopf auf dem Tisch zu schlafen und der Scheißtag endlich endet. Es war einfach alles nur absolut fürchterlich. Meine Rolle war also der hasserfüllte Klassenclown, dem alles am Arsch vorbei geht. Irgendwie habe ich mich trotzdem zu einem Realschulabschluss gewuselt, der mir bis heute einen absoluten Scheiß gebracht hat. Aber geht schön brav in die Schule Kinder. Ist echt wichtig und so … bleh.

12. Spielst du auch heute noch das ein oder andere Mal? Vielleicht sogar mit deinen eigenen Kindern?

Ich würde zumindest von mir behaupten, bis zu einem gewissen Grad Kind geblieben zu sein. Ich kann auch sehr gut mit Kindern. Also denen von anderen. Da muss ich immerhin nicht auf sowas grauenhaftes wie Erziehung achten und kann mit denen einfach mal irgendwelchen Scheiß anstellen. Und sie sind so leicht zu begeistern. Ist eigentlich schade, dass man das irgendwann ablegt und sowas widerliches erfährt wie das Erwachsenwerden.

Eigene Kinder will ich aber nicht. Neben dem ganzen Scheißbauen ist das doch arg anstrengend.

13. Weist du noch wie man spielt?

Ja, schon. Aber bis auf eben solche Momente, in denen ich mit den Kindern anderer Leute Quatsch mache, kommt das natürlich nicht mehr wirklich vor. Vielleicht sollte ich mir mal wieder ein paar He-Man-Figuren kaufen.

14. In welcher Situation kommt das Kind in dir wieder zum Vorschein?

Siehe 12 und 13.

15. Was war das coolste, was du als Kind erlebt hast?

Puh. Keine Ahnung. Gab es bestimmt irgendwas, aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Vielleicht als He-Man die große Schlacht gegen die Turtles, Dino Riders und Playmobilbauarbeiter und Spielzeugsoldaten gewann. Das war sicher episch.

Fragen ohne Antwort #185

Es ist ja so: An sich mache ich ganz gerne bei diesen Frage-Antwort-Spielchen mit. Allerdings müssen mich die Fragen natürlich auch einigermaßen ansprechen. Modefragen und philosophisches Lebensgedusel holt mich da nicht unbedingt vom Sofa. (Es ist übrigens ein imaginäres Sofa, auf dem ich hin und wieder philosophisch vor mich über das Leben und Mode hindusel). Deshalb hat es etwas gedauert, bis ich wieder mal an diesem Spaß hier von Gina teilnehme. Also stellen wir uns den Fragen:

1. In den letzten Jahren/Jahrzehnten wurden unglaublich viele Fantasy-Welten von unterschiedlichen Autoren erschaffen.
Welche ist deine liebste?

Mittlerweile sollte bekannt sein, dass für mich nichts über die eigenartig verrückte Scheibenwelt von Terry Pratchett geht. Ich meine, klar, Fantasywelten sind (fast) immer fantasievoll, aber welche Welt ruht bitte auf dem Rücken von vier Elefanten, die auf dem Panzer einer Riesenschildkröte stehen, die sich einen Weg durchs All zieht? Rein physikalisch vermutlich etwas grenzwertig, aber das macht es ja so interessant. Ich frage mich gerade, wie Astronomie auf der Scheibenwelt funktioniert. Feste Sternenbilder kann die ja kaum haben, denn „die Schildkröte bewegt sich“.

2. Kannst du dir eine eigene Welt erschaffen? Wie sähe diese aus?

Kann ich und habe ich. Mein erstes Romanmanuskript war durchaus von der Scheibenwelt inspiriert (wenig überraschend, ich weiß), wenn auch nicht mal im entferntesten so irre. Die Rautenwelt besteht aus einem Felsklumpen, der sich wie ein Kreisel um sich selbst dreht und dadurch die Form einer Raute angenommen hat. Den unteren Teil bildet ein Felsgebilde, das nach unten spitz zu läuft und aus dem vereinzelte Wurzeln wachsen, in denen sich Weltraumschrott und Asteroiden verfangen. Oben ragt der Himmelsgipfel aus dem Mittmeer und verschwindet in den Wolken. Auf dem Gipfel leben die Götter und viele sind beim Versuch gescheitert, den Gipfel zu erklimmen, um den Göttern die wichtigsten Fragen des Lebens zu stellen. „Warum sind wir hier?“ „Wo gehen wir hin?“ „Warum ist die Milch schon wieder teurer geworden?“ Irgendwann im Verlauf des Schreibprozesses habe ich die Idee hinter dieser Welt allerdings mehr oder weniger verworfen und mich auf etwas kleineres beschränkt, sodass die Geschichte dann nur auf einem Kontinent auf dieser Welt spielte und die Welt selbst eigentlich unerheblich war. Weltenbau ist nicht einfach, macht aber durchaus Spaß.

Außerdem gibt es da natürlich auch noch die Stadt Lebingen. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, könnt ihr hier die erste Kurzgeschichtensammlung aus dieser Stadt erwerben: DEWON HARPERS KRIMINALAKTEN Weitere Geschichten werden bald folgen …

3. Was hältst du eigentlich von Elfen, Orks und Halblingen? Wie ist dein Verhältnis zu Fantasy? (Falls dich das Thema überhaupt nicht interessiert, entschuldige ich mich für die obigen Fragen.^^)

Fantasy mag ich generell schon sehr. Aber Elfen, Orks und Halblinge sind sowas von ausgelutscht, dass die mich nicht mehr wirklich begeistern, sofern man ihnen nicht einen neuen Kniff gibt. Ich finde an Fantasy viel interessanter, wenn neue, unbekannte Wesen die Welten bevölkern. Das ist ja gerade der große Spaß an Fantasy. Man kann sich grenzenlos austoben. Also weniger bekannten Kram und lieber neue Dinge erfinden, die es nicht schon tausendmal gab.

4. Was für einen Computer besitzt du, welches Betriebssystem hat er und bist du zufrieden damit?

Irgendeinen Laptop mit Windows 10. Erfüllt seinen Zweck. Auch nichts, womit ich mich wirklich beschäftige. Ich würde auch noch mit XP klar kommen. Ist für mich alles der gleiche Krampf.

5. Glaubst du, dass Laptops in der Allgemeinheit schleichend durch Smartphones und Tablets ersetzt werden?

Eher nicht. Kleiner ist nicht besser, wie Männer und Frauen bekanntermaßen wissen. Ich könnte mir beispielsweise nicht vorstellen, meine Geschichten auf einem Tablet zu schreiben. Auf einem Smartphone schon gar nicht. Mal davon abgesehen, dass ich auch noch ein bisschen Überblick haben will, was so auf dem Bildschirm los ist und nicht alles im Kleinformat mit Augenschädigung anglotzen will. Ich besitze nebenbei kein Smartphone. Mein Handy ist nur fürs Telefonieren da und selbst das mache ich nur in ganz seltenen Fällen, weil ich Telefonieren absolut grauenhaft finde.

6. Wie stehst du zu Twitter, Instagram und Co.?

7. Auf welchen sozialen Netzwerken bist du unterwegs?

Twitter macht mir Spaß und ich bin da auch relativ aktiv. Da findet man mich hier:

https://twitter.com/AutorMichaelsen

Auf Instagram und Facebook bin ich auch, aber da mache ich eigentlich nur sporadisch was. Fotos sind nicht meins, weil ich sie absolut grauenhaft finde (wie telefonieren) und Facebook geht mir eigentlich nur noch auf den Sack, weil irgendwelche bescheuerten Algorithmen dafür sorgen, dass ich sowieso nicht mitkriege, was da so los ist. Wer mir trotzdem folgen will, findet mich hier:

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https://www.facebook.com/michaelsenautor/

Am meisten bewege ich mich wie gesagt bei Twitter, wer also gar nicht genug von mir kriegen kann, ist da am besten aufgehoben. Vielleicht gehe ich demnächst mal näher auf meine „sozialen Kanäle“ ein und was ich da so treibe oder eben nicht treibe.

8. Welches Youtube-Video würdest du gern hier und jetzt mal empfehlen?

Fällt mir jetzt spontan nix ein. Es gibt sicher einige, aber bei mir ist das meist „gesehen und vergessen“. Sucht euch halt selbst ein gutes raus.

9. Fühlst du dich eher jung oder alt?

Körperlich alt, vom Verstand her jung und doof wie eh und je.

10. Würden andere dich eher jünger oder älter einschätzen?

Ich habe absolut keine Ahnung. Wie schätzt ihr mich denn ein?

11. Wie ist dein Verhältnis zum gegenwärtigen Wetter?

Ich habe ja den Sommer durchaus lieber als den Winter. Arschabfrieren macht halt absolut keinen Bock. Aber die momentane Hitze ist einfach anstrengend und ermüdend. Ich kriege kaum was auf die Reihe, weil ich mich immer zwingen muss, mich zu irgendwas aufzuraffen. Aber ich hoffe mal, dass das Schlimmste jetzt überstanden ist und sich das Wetter für die nächsten 50 Jahre auf konstanten 20-25 Grad mit gelegentlichen Regenschauern einpendelt. Das ist genau das Richtige für mich.

12. Was tust du gegen die jährliche Mückeninvasion?

Mich zerstechen lassen wie ein Nadelkissen. Wobei ich mit Mücken normalerweise wenig Probleme haben. Wenn die nicht nachts im Schlafzimmer rumschwirren, stören die mich eigentlich nicht. Außerdem hatte ich in letzter Zeit eher Schwierigkeiten mit Stechfliegen oder Bremsen oder wie auch immer die Kackviecher heißen. Da reagiere ich oft allergisch und habe dann tagelang was davon. Und kaum ist die eine Entzündung weg, kommt das nächste Kackvieh und sticht zu und der Spaß geht von vorne los.

13. Wie viele Mückenstiche hast du im Moment?

3. Hält sich also im Rahmen. Und einen entzündeten Stich habe ich gerade gar nicht. Es ist ein guter Tag.

14. Mit welcher Art Mensch lohnt es sich für dich zu diskutieren?

Leute, die ihre Meinung vertreten, aber auch offen für die Meinung anderer sind. Ich bin aber niemand, der gerne über „wichtige“ Themen diskutiert. Politik, Religion und der ganze Scheiß arten immer in anstrengendes Palaver aus. Ich diskutiere dann doch lieber über leichtere Sachen wie fiktionale Werke und warum ich mal wieder einen Film scheiße fand, den scheinbar alle geil finden.

15. Über welche Themen redest du gern?

Filme. Da kann ich stundenlang drüber quatschen. Aus jedem Genre, jedem Jahrzehnt und jedem Budgetbereich. Ist neben dem Schreiben/Lesen meine größte Leidenschaft.

16. Welches Wort hat den besten Klang?

Mir fällt gerade auf, dass das Wort „Klang“ so klingt, als würde es nachhallen. Wie, wenn man einen Gong schlägt. Oder eine Gabel gegen ein Glas. Das Wort „Klang“ scheint eine vibrierende Schwingung mitzubringen, was für ein Wort wie „Klang“ natürlich ziemlich passend ist. Ist also ein gutes Wort. Den besten „Klang“ hat aber natürlich das Wort Frühlingsanfang, denn es reimt sich auf „Klang“ und bringt auch noch gutes Wetter mit. Was will man mehr.

17. Hast du jemals Tagebuch geschrieben oder tust es noch?

Nein. Ich war sowieso die meiste Zeit meines Lebens eher nachtaktiv, also hätte ich ein Nachtebuch führen müssen. Da aber nachts jetzt nicht so viel spannendes passiert, bin ich nie auf die Idee gekommen. Und jetzt sind die Tage so eintönig, dass immer der gleiche Kram drin stünde:

„Aufgestanden. War wie immer ein Fehler.

Arbeiten gegangen. War wie immer ein Fehler.

Feierabend gemacht. War wie immer eine Erleichterung.

Zu viel Zeit im Internet verschwendet. War wie immer ein Fehler.

Etwas geschrieben. War wie immer zu wenig.

Schlafen gegangen. War wie immer zu spät.

Bald wieder aufstehen. Wird wie immer ein Fehler gewesen sein.“

18. Jemand gibt dir ein Notizbuch und sagt, du sollst es füllen, egal, mit was.

Simpel. Jede Menge halbgare Ideen für Geschichten, die ich dann nie schreiben werde, weil ich hinterher feststelle, dass die Ideen doch alle kacke sind.

19. Welche Zeitschriften hast du mit 14 gelesen?

Überwiegend Videospielmagazine. Damals war ich noch ein richtiger Gamer (nennt man das so?) aber mittlerweile habe ich damit quasi gar nichts mehr am Hut. Irgendwo blieb das komplett auf der Strecke, weil mir einfach die Zeit fehlte und ich mich von irgendwas trennen musste. Da war das tatsächlich das Naheliegendste. Und ich vermisse es auch nicht wirklich. Nur hin und wieder juckt es mir in den Fingern, mal wieder ein altes Spiel auszupacken. Aber mache ich dann trotzdem nie.

20. Wie alt warst du, als du feststelltest, dass du nun erwachsen bist? Und wie hast du das festgestellt?

Wenn es soweit ist, erfahrt ihr es hier.

 

 

Spontane Gedanken – Grillen

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder zum Grillen eingeladen. Und ich kann nur sagen, ich verstehe die Begeisterung für das alles immer noch nicht so ganz. Es ist nicht so, dass ich keinen Spaß hatte, aber das ganze Konzept des Grillens ist bei mir nie so recht angekommen.

Das fängt schon damit an, dass es draußen ohnehin tödlich heiß ist und man dann noch in der Nähe eines Grills sitzt, der auf die ohnehin tödliche Hitze nochmal eine ganze Portion Todeshitze drauflegt. Mit anderen Worten: Grillen ist vor allem Schwitzen und im Zuge dessen viel Saufen. Da ich keinen Alkohol mehr trinke kommen dann natürlich die ständigen Nachfragen, ob ich nicht doch ein kühles Bier haben will. Nein, will ich nicht.

Eingeladen sind 3 Leute. Eingekauft wird im Vorfeld aber natürlich für 25. Das wird sich im weiteren Verlauf des Abends noch negativ bemerkbar machen. Nachdem dann die drei Tonnen Grillkohle und acht Tonnen Grillfleisch angeschleppt wurden, werden erst mal die Grillanzünder gesucht und über die gängigen Alternativen palavert, wie man die Kohle noch zum Glühen bringen könnte. An diesem Punkt stellt sich dann endgültig heraus, wer die wahren Grillexperten sind, die im Notfall sogar in der Wildnis überleben würde. Kurz gesagt: Keiner der Anwesenden, würde in der Wildnis überleben, aber unter Umständen mit der Kombination glühende Kohlen und Kompressor eine Hecke in Brand setzen. Die Grillanzünder wurden zum Glück noch rechtzeitig gefunden.

Da liegt dann also die Wurst. Direkt vom Grill. Quasi brutzelt sie auf dem Pappteller weiter. Und es ist direkt klar, dass man sich bei jedem Bissen die Fresse verbrennen wird und die Geschmacksnerven mit dieser Hitze rein gar nichts anfangen können. Also warte ich ab. Ich hasse heißes Essen. Noch mehr, bei heißen Temperaturen. Aber dann kommt das Gedränge. „Ess doch auch mal was jetzt.“ „Die Wurst wird kalt.“ Die Wurst scheint zu glühen. Sie würde vermutlich nicht mal dann kalt werden, wenn ich sie in flüssigem Sauerstoff bade. Aber ein guter Gastgeber hat natürlich vorgesorgt und fährt Plan B auf: „Hier, wir haben auch Saucen.“ Und dann werden mehrere Saucengläser und Plastiktuben über den Tisch geschoben, bei denen ich nie sicher bin, ob die nicht nach drei Jahren aus einer der hinteren Schrankecke gekramt wurden. Ich habe da ja so einen kleinen Tick, was das angeht. Bei mir zuhause weiß ich immer, wann ich was aufgemacht habe. Wenn also ein Saucenglas im Kühlschrank steht, weiß ich „Ah ja, das habe ich damals beim Grillen im Sommer 2009 geöffnet. Ist vermutlich nicht mehr wirklich genießbar.“ Wenn ich aber nicht weiß, was wann geöffnet wurde und schon wie lange irgendwo vergammelt, kann ich es einfach nicht essen. Also lehne ich die breite Saucenauswahl dankend ab und beschränke mich auf den Ketchup, der noch geschlossen ist. Je nachdem wo man sich befindet, kann das natürlich auch wieder Blicke auf sich ziehen. Im Sinne von „Wieso macht der die neue Ketchupflasche auf, wenn hier doch ganz viele angefangene Saucen stehen?“ Nun, weil ich es kann. Diese Blicke werden mir hier immerhin erspart, also kann ich meine Wurst in den Ketchupsee tunken, der aus der Flasche auf meinen Teller geflossen ist wie ein Wasserfall, nachdem er zuvor in der Flasche fest hing wie Stauwasser an einem Damm.

Ich werde nie verstehen, warum jemand Ketchup in Glasflaschen kauft. Aber klar, da kommt dann der Umweltschutz ins Spiel. Plastik ist böse und so. Wir müssen die Welt retten und so weiter. Ich halte es ja für einen großen Irrglauben, dass wir unbedingt die Welt retten müssen. Ja, das Ozonloch ist da. Und die Regenwälder werden weggeholzt. Und blah. Ja, der Mensch greift in die Natur ein. Und das hat er immer getan. Aber der Natur sind wir scheißegal. Wenn die Natur meint, dass es zuviel wird, dann rottet sie uns einfach aus. Kein Problem. Vulkanausbrüche, Erdbeben, Taifuns, eine neue Eiszeit … wenn die Natur uns erledigen will, haben wir keine Chance. Wir sind alle im Arsch. Wir wissen es nur noch nicht. Natürlich kann und sollte man trotzdem was für den Umweltschutz tun. Mache ich auch. Aber bei Ketchup in Glasflaschen ziehe ich die Grenze.

Wie dem auch sei. Nach dem Verzehr von ein paar Ketchupwürsten bin ich froh, es hinter mir zu haben und bin voll. Man mag es mir zwar nicht ansehen, aber ich bin kein großer Esser. Ja, ich esse gerne. Aber nicht wirklich viel auf einen Schlag. Aber irgendwie müssen ja die acht Tonnen Grillfleisch noch losgeworden werden, was dann immer mit dem Satz beginnt: „Ich habe auch noch Steaks. Die müssen auch noch weg.“ Warum müssen die auch noch weg? Und warum wurden die überhaupt gekauft? Muss beim Grillen wirklich ein Bombardement an Fleischprodukten verbraten werden, nur damit man sowas wie Abwechslung vortäuschen kann? Ich will gar kein Steak haben. Und zwei schon gar nicht. Ja, auch wir Fleischfresser haben unsere Grenzen.

Nachdem dann alles weggegrillt wurde und die Fliegen wie ein Bombenteppich auf das Fleisch hinabstürzen, das sich jetzt gestapelt auf einem Teller mitten in der glühenden Sonne befindet, ist die Sache zum Glück überstanden und ich warte gespannt auf die nächste Einladung zum Grillabend. Die folgt natürlich prompt für nächste Woche. Man sollte nicht erwarten, dass ich mich darüber Freue. Aber ich komme gerne und Spaß hat es trotz allem gemacht. *mampf*