Bundestagswahl – Spontane Gedanken 6

Es gibt ja so einige Themen, über die andauernd palavert wird. Und keins dürfte für mich so unfassbar langweilig sein wie Politik. Wenn ich das Wort nur höre, könnte ich direkt wegnicken. Es interessiert mich wirklich überhaupt nicht, dieses ewig gleiche Gelaber der Oberen, die viel reden aber absolut nichts sagen. Und deshalb geht mir die Wahl auch jedes mal aufs Neue ganz gewaltig am Arsch vorbei. Ich war nicht mehr wählen seit … keine Ahnung, 2002 oder so. Damals mit Schröder noch, dem Affen, der dann doch lieber mit Gas seine Knete verdienen wollte und somit mal wieder zeigte, wie hirnlos und behämmert diese ganze politische Grütze eigentlich ist, und sich deshalb lieber verpisst hat und alle seine Wähler hängen ließ. Toller Typ …
Jetzt flennen natürlich wieder alle rum: „Du gehst nicht wählen? Aber die Demokratie!“ Nun, für mich definiert sich Demokratie dadurch, dass ich zwischen Pest und Cholera entscheiden darf, wer die nächsten 4 Jahre die meiste Knete fürs Nichtstun in den faulen Arsch geschoben kriegt, ohne auch nur irgendwas zu bewegen oder Interesse daran zu haben, mir als Bürger das Leben zu erleichtern, während ich zusehen muss, dass ich über die Runden komme und nicht ab morgen unter der Brücke penne. (Um es mal überspitzt auszudrücken. Hier im Dorf gibts gar keine Brücke unter der ich pennen könnte.)

Aber dieses Jahr war es etwas anders. Die Arschkrampen für Dummgeborene sind auf dem Vormarsch. Und da musste ich dann doch mal am heiligen Sonntag, der in der Regel für Filme, Serien und Football reserviert ist, vor die Tür gehen, um meine Kreuze zu machen. Aber nicht, weil ich irgendeine Partei ganz besonders toll gefunden hätte. Soweit ich das beurteilen kann, sind die alle sogar noch faulere Saftsäcke geworden, als es ohnehin schon der Fall war. Nein, ich war wählen aus Protest, einfach weil ich keinen Bock auf die Abgefuckten Fotzen-Deutschen habe und nicht irgendwann mit einem Kreuz auf dem Arm im Gleichschritt gegen illegale Einwanderer marschieren will. Das würde nämlich bedeuten, dass ich am heiligen Sonntag wieder regelmäßig vor die Tür müsste. Also keine Option für mich.

Und was hat es am Ende gebracht? Merkel ist mal wieder Kanzlerin. Wie auch die nächsten zwanzig Jahre. Oder vermutlich bis sie irgendwann den Löffel und damit das Amt abgibt. Die SPD ist der gleiche Saftladen wie immer und kaspert immer weiter ab. Die anderen sind halt auch da gewesen und keine Sau interessierts. Und die NSDAP 2.0 ist natürlich auch am Start. Als drittbeste Partei. Und jetzt wundern sich die Leute alle über die Dummheit der Wähler? Hallo, kleine Ansage: Wo Menschen sind, ist vor allem die Dummheit. Wen wundert da bitte so ein Ergebnis? Dumme Arschlöcher dürfen eben auch wählen. Das ist nun mal Demokratie.

Vielleicht wäre es deshalb mal Zeit, die Demokratie zu überdenken. Ja ja, ich weiß, alle finden die richtig toll. Aber ich bin mal für etwas Abwechslung. Wie wäre es mal wieder mit einer Diktatur? Und nein, ich meine keinen größenwahnsinnigen Massenmörder, unter dessen Herrschaft man zu sputen hat, wenn man nicht an die Wand gestellt werden will. Ich meine irgendjemand cooles, der einfach locker drauf ist und hin und wieder mal zum „Tag des Tanzes“ aufruft, an dem jeder verpflichtet ist zu tanzen. Oder einfach mal spontan einen neuen Feiertag einführt, an dem man sich so richtig besaufen kann – inklusive einer Woche Zwangsurlaub, um den Kater auszukurieren. Ich würde das natürlich für andere Dinge nutzen, da ich nicht mehr trinke. Aber eine freie Woche ist eine freie Woche. Man muss halt nur aufpassen, dass er nicht plötzlich in Polen einmarschieren will, dann kann da so viel nicht schief gehen. Und wir wären immer alle gut drauf, wegen dem Tanzen und dem Saufen und dem Urlaub. Wobei es vermutlich genau darauf hinauslaufen würde. Die Macht steigt den Leuten ja gerne zu Kopf.

„Mein Diktator, hast du gehört: In Polen wird nicht getanzt.“

„Was? Das müssen wir ändern. Lasst sie uns ausrotten und dann auf dem Massengrab tanzen!“

„Aber mein Diktator …“

„Schnauze. Ich habe gesprochen. Und jetzt tanz ab!“

 

Hm, vielleicht ist die Demokratie also doch nicht so verkehrt. Wenn die Arschgeigen mal anfangen würden, ihren verdammten Job zu machen. Bis dahin versuche ich erstmal, die nächsten 4 Jahre zu überleben und dann geht der Spaß von vorne los. Und dann werde ichwieder an der Wahlurne stehen und überlegen, wo das Kreuz am sinnvollsten ist und vergeblich nach der Autorenpartei suchen, die für Kreativität für alle steht. Aber so heilig ist mir der Sonntag dann mittlerweile auch nicht mehr, um mir diese Suche entgehen zu lassen. Und vielleicht finde ich diese Partei ja doch noch irgendwann.

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Zeit – Spontane Gedanken 5

Zeit ist relativ, sagte mal ein großer Denker. Aber auch große Denker können sich mal irren. Denn in erster Linie ist Zeit nicht vorhanden. Vor allem nicht für die Dinge, die man gerne macht. Und deshalb ist hier gerade halt nicht so viel los. Aber wie das mit der Zeit so ist, wird sie sicher zurück kommen. So lange wird es hier eben nur sporadisch neuen Quark aus meiner Feder geben. Das Problem ist nebenbei nicht, dass ich keine Lust zu Schreiben hätte. Ich schreibe nach wie vor jede Menge. Nur haben im Moment andere Dinge Vorrang. Ich will endlich mal etwas veröffentlichen, mit dem ich auf Dauer Millionär werden kann – denn das ist natürlich mein großes Ziel. Halt mal eben einen Bestseller aus dem Ärmel schütteln und dann für den Rest meiner Zeit auf Tahiti Eier schaukeln. Daran arbeite ich gerade akribisch und beginne unbewusst damit, neue Wörter in meinen Wortschatz aufzunehmen.

„Sporadisch“ und „akribisch“ sind ja echt so Wörter, wo ich mich immer frage, wie sowas entsteht. Wichtig scheint zumindest die Endung „-isch“ zu sein. Muss ich mich mal näher mit befassen, wenn ich die Zeit dafür habe. „Zeit“ ist ja nebenbei auch so ein Wort, das sich etabliert hat, obwohl es gar nicht so recht ausdrückt, wie gewaltig sie ist. Eigentlich sollte sowas wie „Zeit“ einen viel größeren, breiteren, bedeutenderen, gewaltigeren Ausdruck haben. Etwas richtig gigantisches, das direkt zeigt, dass man da von etwas wirklich großem spricht.

Es ist so ein bisschen wie die Wortfindung des Wals, der neben dem Petunientopf entstand und die Dinge benannte, während er Richtung Boden fiel. Leider blieb ihm ja nicht viel Zeit, denn der Aufprall war tödlich und zu dem Wort war er noch gar nicht gekommen.

Ich habe leider auch nicht viel Zeit, also muss ich mir schnell ein Wort ausdenken, dass dem Ausdruck „Zeit“ den verdienten Effekt der Größe, des Gigantischen, des Monströsen zu geben. Wie wäre es mit Gagontamantonerium? Klingt toll, nicht wahr? Kann sich nur kein Schwein merken. Bleiben wir also wohl doch einfach bei „Zeit“. Es würde wohl auch zu viel Zeit in Anspruch nehmen, jedes mal nach der Uhrgagontamantonerium zu fragen. Das wäre einfach zu gagontamantoneriumintensiv.

Wenn ich wieder Zeit habe, lesen wir uns wieder. So lange macht es wie der Petunientopf und denkt euch einfach „nicht schon wieder“.

Verfallsdatum – Spontane Gedanken 4

Während ich hier so rumhänge und auf den Start des NFL Drafts warte, den ich mir rein aus Interesse mal angucken will, obwohl ich absolut keinen Plan von College Football habe und dementsprechend nicht einen der Typen kenne, die die NFL Teams sich da ranholen werden, esse ich einen Joghurt. Was für eine Wendung, was? Damit hättet ihr jetzt sicher nicht gerechnet. Football und Joghurt. Eine ungewöhnliche Mischung. Aber so bin ich halt.

Jedenfalls habe ich mir diesen Joghurt reingeschaufelt und hinterher festgestellt, dass auf dem Deckel ein Datum aufgedruckt ist, das mittlerweile nicht mehr erlebbar ist. Es liegt in der Vergangenheit. Mit anderen Wirten: Der Joghurt hatte seine Lebenserwartung bereits überschritten und war bereit, die nächste Evolutionsstufe anzutreten. Ich bin ja nicht wirklich kleinlich, wenn es darum geht, auf das Verfallsdatum zu achten. Ich kaufe einen Joghurt auch noch, wenn er schon einen Tag abgelaufen ist. Was soll da schon groß dran sein? Ich will diesen Joghurt. Und wenn er mir aus dem Becher entgegen springt. Wenn die Wurst nicht vor mir weg läuft, ist sie noch essbar. Wenn der Käse nicht zum Himmel stinkt, kommt er noch auf die Pizza. Was wäre Pizza schließlich ohne eine Tonne Käse?

Aber wie bei allem anderen im Leben, gibt es Ausnahmen. Aus irgendeinem Grund habe ich eine Abneigung gegen Apfelmus, wenn es bereits geöffnet ist. Ich habe keinen Plan warum das so ist. Vielleicht bin ich als Kind mal in einen Topf mit Apfelmus gefallen und finde es seitdem unterbewusst eklig. Wenn also das Glas schon offen ist und ich nicht genau weiß, wer es wann geöffnet hat, kann ich das Zeug einfach nicht mehr essen. Ähnlich geht es mir mit Mayonnaise. Da ist es aber eher das Auge, das mitkotzt. Wenn Mayonnaise gelb wird, sieht das einfach nicht mehr essbar aus.

In letzter Zeit versuche ich aber sowieso ein bisschen von diesem ganzen fetten Fraß wegzukommen und mehr Obst zu essen. Funktioniert selbstverständlich überhaupt nicht, aber das wundert mich kaum. Was mich mehr wundert, ist die Verhaltensweise von Obst in Auseinandersetzung mit Zeit. Zuletzt habe ich hin und wieder mal Erdbeeren gekauft. In so einem Plastikdosending, das nicht unbedingt „FRISCH!“ schreit, aber sah alles ganz gut aus. Schmeckten auch ganz gut. Und hielten sich auch lange im Kühlschrank. So nach einer Woche habe ich die letzten Erdbeeren aus der Packung gegessen. Weil die so töfte waren musste ich die dann natürlich noch mal kaufen und habe sie wieder im Kühlschrank aufbewahrt. Allerdings habe ich sie etwas aus dem Blick verloren und wollte dann nach drei Tagen mal welche in meinen Quark schneiden. Und siehe da: Alle vergammelt. Also ist das Verfallsdatum bei Erdbeeren offenbar ihre eigene Willkür. Wenn sie keinen Bock zum Gammeln haben, lassen sie es halt. Wenn sie einen schlechten Tag haben, kann man sie schon wegschmeißen, wenn man vom Einkauf zu Hause angekommen ist.

Ganz interessant wird es scheinbar bei Früchten, die auf Bäumen wachsen. Birnen werden weich. Wie Leute, die alt werden. Die werden ja auch weich in der Birne. Aber essen kann man sie scheinbar etwas länger. Also die Birnen, nicht die alten Leute. Ich habe neulich zum Test mal einen Apfel gekauft. Seit Wochen liegt jetzt der Apfel hier rum und er sieht noch aus wie am ersten Tag. Okay, eigentlich habe ich ihn natürlich gekauft, um ihn zu essen, aber dann gabs doch wieder Pommes mit Schnitzel und der Apfel blieb liegen. Aber schlecht wird der scheinbar nicht. Oder ist das nur noch die Schale und da drin ist alles bereits vergammelt und verwurmt und demnächst greift der mich an, wenn ich zu nahe an den Obstkorb gehe?

Ihr erfahrt es, wenn ich es überlebe.

Die 5 Besten … Fakten über mich

Normalerweise beantworte ich Goranas Fragen nach den 5 Besten ja auf meinem Filmschrottplatz, da es sich für gewöhnlich um Film- und Serienthemen dreht. Hin und wieder geht es dann aber auch mal um was anderes. Da bietet es sich dann an, die Fragen auch mal hier zu beantworten (hab ich ja schon mal getan), da die Filmschrottplatzbesucher mich schon ziemlich gut kennen und wissen wie irre ich bin. Das sollen die Leser hier natürlich auch zwischendurch mal mitkriegen. Hier also

Die 5 Besten Fakten über mich

Ich halte zwar die Formulierung für etwas eigenartig, denn was sind schon gute oder schlechte Fakten? Was sind die besten Fakten? Was sind die schlechtesten? Und wen interessiert der Quark überhaupt? Egal. Da ich das ganze nicht so genau definieren kann, gehe ich das eben etwas anders an und gebe euch mal einen Einblick in meine Birne:

5 Egal was ich alleine oder mit anderen als Kind gespielt habe, ich habe immer eine Geschichte dazu erfunden, um es spannender zu machen. Spielzeugsoldaten hatten eigenen Charakter und Ränge, „He-Man“ und die „Masters Of The Universe“ kloppten sich in interstellaren Machtkämpfen mit Playmobilfiguren. Selbst wenn ich und mein Cousin zu zweit Fußball gespielt haben (er im Tor, ich im Sturm) war es ein Duell zweier Teams, bei denen immer im Wechsel ein Team im Angriff und eins im Tor war, quasi wie beim Elfmeterschießen, und wir haben ganze Strafraumsezenen inszeniert, um es spannender zu machen, anstatt einfach nur aufs Tor zu pölen. Ein absolutes Highlight war wohl das Nachspielen von „Resident Evil“ auf dem Grundstück meines Onkels, für dass ich extra Karten gezeichnet und Rätsel erfunden habe und wir dann in Zombies und Helden aufgeteilt wurden. War ein Riesenspaß.

4 Zu Schulzeiten habe ich viel gezeichnet. Vor allem Cartoons mit den „Looney Tunes“ oder „Tom und Jerry“. Aber auch simples Gekritzel in Schulhefte und auf Schultischen. Mein Platz war quasi ein künstlerisches Meisterwerk und das ständif wegwischen zu müssen war ein Verbrechen an der Kunst. Lehrer haben einfach kein Auge für sowas.

3 Zur etwa gleichen Zeit startete ich den unglaublich gescheiterten Versuch, Raptexte zu schreiben. Ich müsste mal gucken, ob ich da noch welche von Rumfliegen habe, dann poste ich die mal hier. Ist bestimmt ein Riesenspaß mit grandiosen Zeilen.

2 Als großer Fan der alten Lucas Arts Point & Click Adventures wie „Monkey Island“ oder „Day Of The Tentacle“ habe ich mal versucht, so ein Spiel zu erstellen. Es ging um einen Jungen an einer Burg, der das Herz der Prinzessin erobern wollte, indem er zum Ritter wird und sie rettet, nachdem sie entführt wurde. Die Idee war nebenbei schon so banane, wie ihr es teils von mir gewohnt seid. Der Entführer war natürlich nicht irgendein Bauer von Nebenan, sondern ein böser Wissenschaftler, der mit einer Zeitmaschine angereist ist, um die Prinzessin zu entführen, da er in seiner Zeit keine Frau gefunden hatte. Ihr seht, meine Ideen waren schon immer etwas speziell. Das Spiel war zum Teil schon programmiert und die ersten paar Räume waren schon spielbar. Leider habe ich dann zwischenzeitlich das Interesse verloren und irgendwann bei einem Festplattencrash auch alle Daten davon. Eigentlich schade, aber vielleicht verwurste ich die Idee mal zu einem Buch. Wenn hier jemand ist, der den Quatsch lesen will …

Das Schreiben habe ich erst äußerst spät für mich entdeckt. Der erste Versuch war ein Filmdrehbuch, da ich ja großer Filmfan bin und das natürlich der erste Impuls war. Ich mochte aber diese drögen Vorgaben und Einschränkungen nicht sonderlich gerne und habe das schnell eingestellt (auch wenn das Thema nie ganz vom Tisch war und ich vielleicht irgendwann doch mal ein Drehbuch schreibe). Eigentlich nur aus einer Laune heraus habe ich damals dann begonnen, einen Roman zu schreiben. Eigentlich war es so, wie immer: Ich hatte eine Idee und habe losgelegt. In dem Fall war es nur so, dass ich schnell festgestellt habe, dass das genau das Richtige für mich ist, da es verhältnismäßig simpel umzusetzen ist – man muss schließlich erstmal nur schreiben können – und dass es absolut keine Grenzen gibt, was man machen kann. Perfekt. Und jetzt habt ihr mich und meinen Wahnsinn an der Backe. Toll, nicht wahr?.

Studieren – Spontane Gedanken 3

Ich habe ja nicht studiert. Nicht, weil es mir an Interessengebieten mangelt, die sich da unter Umständen angeboten hätten. Sondern eher, weil ich schon die Schule absolut grauenhaft fand. Es ist einfach so, dass ich direkt abschalte, wenn ich etwas langweilig finde, oder es mich einfach nicht interessiert. Quasi eine Version von ADHS – nur ohne das „H“. Dabei bin ich recht wissbegierig. Ich interessiere mich erstmal für eigentlich alles. Man kann mir zum Beispiel was über Energiegewinnung aus Kuhscheiße erzählen und ich denke dann im ersten Moment: „Hm, das ist interessant.“ Aber im Verlauf des Gesprächs Schrägstrich Vortrags fällt mir dann natürlich auf, dass es überhaupt nicht interessant ist und ich denke mir nur noch: „Mann, das ist überhaupt nicht interessant. Es ist mir scheißegal. Werd fertig mit deinem Kackgelaber.“

Ganz schlimm ist es zum Beispiel bei Religion. Da kann ich einfach nichts ernst nehmen und es ist mir einfach komplett egal. Dieser ganze Humbug mit Leuten, die übers Wasser latschen und das Wasser dann in Wein verwandeln und einem alten Sack mit langem Bart, der irgendwo im Himmel rumsitzt und sich irgendwann dachte: „Boah, ist das langweilig hier im Nichts. Ich glaube, ich erschaffe mal was. Vielleicht einen Wal und einen Petunientopf.“ Aber dann hat er doch erst mal kleiner angefangen und an seiner Nähmaschine das Elementarteilchen gebastelt. Und daraus hat er dann immer mehr Kram zusammengefuckelt, den kein Mensch braucht. Unter anderem den Menschen.

Ich glaube das ja nicht. Ich bin Verfechter der Evolutionstheorie. Die verstehe ich zwar auch nicht wirklich, aber das Grundprinzip ergibt einfach mehr Sinn als ein alter Fatzke im Nichts an einer Nähmaschine. Irgendetwas ist da und entwickelt sich halt weiter. Und so entsteht dann der Dodo. Und dann kommen wir und rotten ihn aus. Evolution ergibt Sinn. Und überhaupt, wenn es einen Gott gäbe, müsste der demnach ja mittlerweile auch weiterentwickelt sein durch die Evolution. Gott wäre inzwischen also vermutlich ein dreiköpfiges Tentakelmonster mit millionen Froschaugen. Und eigener fliegender Untertasse natürlich. Und sowas soll ich anbeten?

Jetzt ist allerdings die Frage, wo denn das Universum eigentlich herkommt, wenn nicht Gott da war, um es mit seiner Nähmaschine zu erschaffen. Kann ich auch nicht sagen. Viel wichtiger ist aber ja ohnehin die Frage, wo es hingeht. Und ich schätze mal, solange wir hier rumturnen, geht es weiter vor die Hunde.
Ich meine, wir sind nicht mal ansatzweise in der Lage das Universum zu begreifen, aber es gibt bereits ernsthafte Überlegungen, eine Realityshow auf dem Mars zu drehen. Sowas wie Big Brother. Nur, wenn du raus bist, biste verreckt. Und dann liegste da im Dreck. Auf dem Mars. Die Idee ist einfach so dermaßen dämlich, dass es eigentlich nur ein großer Erfolg werden kann. Und theoretisch könnte dann auf dem Mars ja sogar eine ganz neue Evolution beginnen. Und neue Religionen könnte man auch gründen. Und dann beten sie da oben alle Grupsalong das Marsmonster an. Da würde ich dann aber abschalten. Religion interessiert mich halt nicht. Auch nicht mit grünen Aliens vom Mars.

Es ist quasi so, wie wenn ein Geschichtsprofessor vor einem steht und man sich denkt: „Cool. Der hat bestimmt interessante Geschichten auf Lager.“ Und dann erzählt er einem was vom Deckschrubber auf Christoph Kolumbus‘ Schiff und man denkt sich nur: „Mann, das ist überhaupt nicht interessant. Es ist mir scheißegal. Werd fertig mit deinem Kackgelaber.“ Ich kann mich darauf dann einfach nicht konzentrieren. Und deshalb habe ich nicht studiert.

Geburtstage -Spontane Gedanken 2

In wenige Tagen ist es wieder mal so weit. Ich werde ein Jahr älter. Okay, um genau zu sein, werden wir alle jeden Tag ein Jahr älter (habe ich euch allen schön den Tag versaut, was?). Aber am eigenen Geburtstag wird man halt ganz besonders ein Jahr älter. Glücklicherweise bin ich aber niemand, den das wirklich stört. Also das Älterwerden. Älter werden wir alle. Weiser nur die wenigsten. Und ich sowieso nicht. Trotzdem finde ich Geburtstage absolut grauenhaft. Vor allem den eigenen. Man mag es kaum glauben, aber ich stehe einfach nicht gerne im Mittelpunkt. Mir gehen die meisten Leute halt einfach nur auf den Sack. Und außerdem habe ich gerne meine Ruhe. Das sind zwei Dinge, die sich auf dem eigenen Geburtstag einfach schlecht vereinbaren lassen. Denn da hat man eigentlich nie Ruhe und es gehen mir ausnahmslos alle Leute auf den Sack. Alle möglichen Leute gratulieren und labern einen voll und rufen an und nerven von morgens bis abends rum und dann besitzen sie auch noch die Dreistigkeit, mir nicht jeweils 1000 Euro zu schenken, um mich für diesen nervenzerrenden Scheiß gebührend zu entlohnen.

Eigentlich will ich gar keine 1000 Euro haben. Ich bin da ziemlich bescheiden. Alle labern immer davon, was sie machen würden, wenn sie mal richtig Geld hätten. Mir fällt dazu nix ein. Haus bauen will ich nicht. Auto fahren kann ich nicht. Verreisen brauche ich nicht. Meine Träume sind eigentlich relativ günstig umsetzbar. Ich müsste nur jemanden bezahlen, der mir am Geburtstag die Leute vom Leib hält. Simpel aber billig. Aber geht ja nun mal nicht so einfach offenbar.

Und dann wollen ja auch noch alle feiern. Weil feiern und saufen geht halt immer. Nun, das habe ich auch mal so gesehen. Bis vor wenigen Jahren war ich auf jeder Party und jeder Veranstaltung, auf der es was zu saufen gab und habe mich volllaufen lassen, bis nix mehr rein ging – und habe dann noch ein bisschen was hinterher gekippt. Vermutlich war ich gar nicht weit vom Alkoholiker entfernt. Aber mittlerweile habe ich dem irgendwie abgeschworen. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Ich hatte einfach keinen Bock mehr drauf. Vor allem nicht auf den Kater am nächsten Tag, der mit dem Alter halt auch nicht besser wird. Ganz im Gegenteil. MIttlerweile kostet mich so ein anständiges Saufgelage schon mal eine Woche, bis ich überhaupt wieder irgendwas gescheit auf die Reihe kriege. Und deshalb wird auch nicht gefeiert. Und gesoffen schon gar nicht.

Aber man wird natürlich andauernd eingeladen. Jeder hat Geburtstag. Jedes Jahr. Und jeder feiert den Mist. Jedes Jahr. Und jeder lädt einen zu dem Quark ein. Jedes Jahr. Nicht, dass ich eine gute Party nicht zu schätzen weiß. Nur fühle ich mich oft auch einfach verpflichtet, da dann auch hin zu gehen, ob ich Bock habe oder nicht. Und inzwischen ist meine Bocklosigkeit doch stark gewachsen, was solche Dinge angeht. Ich habe 30 Jahre lang Dauerparty gemacht. Und ich finde, das reicht dann halt auch mal. Jetzt muss ich nicht mehr jede Kackparty mitnehmen, nur weil es eine Party ist. Aber es gibt eben viel zu viele davon, weil jeder feiert. Kann man ja nicht immer absagen.

Ich finde ja ohnehin,wir sollten zu der alten Tradition zurückkehren, statt Geburtstagen den Namenstag zu feiern. Das ist zwar noch viel sinnloser und schwachsinniger, aber hat einen großen Vorteil. Man kann mit anderen Leuten zusammen feiern. Und es gibt weniger Partys im Jahr. Früher hießen eh alle Karl und Elfriede. Also konnten sich zweimal im Jahr die Karls und Elfriedes zusammentun und eine große Party schmeißen, um ihren Namenstag zu zelebrieren, wie es sich gehört und dann war für den Rest des Jahres Ruhe im Dorf. Mann, muss das eine entspannte Zeit gewesen sein.

Die 5 Besten … Bücher

Normalerweise geht es bei Goranas 5 Besten am Donnerstag eher um Film und Serienthemen, weshalb ich diese Top 5 eher auf meinem Filmschrottplatz poste. Aber da es diese Woche mal um Bücher geht, macht es natürlich mehr Sinn, das Ergebnis hier zu posten.

5 Lieblingsbücher

Große Überraschungen wird es hier zwar vermutlich nicht geben, aber vielleicht interessiert es ja trotzdem jemanden.

5 Neue Vahr Süd von Sven Regener

Die Lehmann-Reihe ist generell einfach eine lockere Angelegenheit, aber die Geschichten von Lehmann beim Bund sind dann doch nicht zu schlagen.

4 Gott bewahre (The Second Coming) von John Niven

Was wäre wenn Jesus heute zurückkehren würde? Dieses Buch beschreibt es ziemlich gut. Jesus, Hippies und jede Menge Arschlöcher treffen aufeinander. Wenn man Religion nicht zu ernst nimmt (oder wie ich absolut ablehnt) kann man damit eigentlich nur Spaß haben.

3 Hotel New Hampshire von John Irving

Bären, Berrys und Bekloppte. Irving ist bei mir immer etwas Hit & Miss. Aber noch vor „Garp und wie er die Welt sah“ ist das hier sein für mich bestes Werk.

2 Einfach göttlich (Small Gods) von Terry Pratchett

Die Scheibenwelt darf selbstverständlich nicht fehlen. Die Auswahl war groß, letztlich ist aber diese Geschichte mein Favorit, einfach weil sie so wunderbar mit dem Wahnsinn namens Religion ins Gericht geht und ohne zu verurteilen den Spiegel vorhält. Pratchett war nun mal ein absoluter Gott, was das angeht.

1 Das Leben, das Universum und der ganze Rest (Life, the Universe and Everything) von Douglas Adams

Der dritte Anhalter-Band ist meiner Meinung nach einen kleinen Tacken besser als die Vorgänger – und als die Nachfolger sowieso. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte selbst so herrlich banane ist und ursprünglich eine Idee für die Serie „Doctor Who“ war. Generell ist die Reihe – oder zumindest die ursprüngliche Trilogie – einfach meine absolute Nummer 1 und ich habe nichts öfter gelesen als die ersten drei Anhalter-Romane.

Honorable Mentions: Brenner-Romane von Wolf Haas, Alles von Charles Bukowski, Shining von Stephen King, Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling, Fever Pitch von Nick Hornby