Zeit – Spontane Gedanken 5

Zeit ist relativ, sagte mal ein großer Denker. Aber auch große Denker können sich mal irren. Denn in erster Linie ist Zeit nicht vorhanden. Vor allem nicht für die Dinge, die man gerne macht. Und deshalb ist hier gerade halt nicht so viel los. Aber wie das mit der Zeit so ist, wird sie sicher zurück kommen. So lange wird es hier eben nur sporadisch neuen Quark aus meiner Feder geben. Das Problem ist nebenbei nicht, dass ich keine Lust zu Schreiben hätte. Ich schreibe nach wie vor jede Menge. Nur haben im Moment andere Dinge Vorrang. Ich will endlich mal etwas veröffentlichen, mit dem ich auf Dauer Millionär werden kann – denn das ist natürlich mein großes Ziel. Halt mal eben einen Bestseller aus dem Ärmel schütteln und dann für den Rest meiner Zeit auf Tahiti Eier schaukeln. Daran arbeite ich gerade akribisch und beginne unbewusst damit, neue Wörter in meinen Wortschatz aufzunehmen.

„Sporadisch“ und „akribisch“ sind ja echt so Wörter, wo ich mich immer frage, wie sowas entsteht. Wichtig scheint zumindest die Endung „-isch“ zu sein. Muss ich mich mal näher mit befassen, wenn ich die Zeit dafür habe. „Zeit“ ist ja nebenbei auch so ein Wort, das sich etabliert hat, obwohl es gar nicht so recht ausdrückt, wie gewaltig sie ist. Eigentlich sollte sowas wie „Zeit“ einen viel größeren, breiteren, bedeutenderen, gewaltigeren Ausdruck haben. Etwas richtig gigantisches, das direkt zeigt, dass man da von etwas wirklich großem spricht.

Es ist so ein bisschen wie die Wortfindung des Wals, der neben dem Petunientopf entstand und die Dinge benannte, während er Richtung Boden fiel. Leider blieb ihm ja nicht viel Zeit, denn der Aufprall war tödlich und zu dem Wort war er noch gar nicht gekommen.

Ich habe leider auch nicht viel Zeit, also muss ich mir schnell ein Wort ausdenken, dass dem Ausdruck „Zeit“ den verdienten Effekt der Größe, des Gigantischen, des Monströsen zu geben. Wie wäre es mit Gagontamantonerium? Klingt toll, nicht wahr? Kann sich nur kein Schwein merken. Bleiben wir also wohl doch einfach bei „Zeit“. Es würde wohl auch zu viel Zeit in Anspruch nehmen, jedes mal nach der Uhrgagontamantonerium zu fragen. Das wäre einfach zu gagontamantoneriumintensiv.

Wenn ich wieder Zeit habe, lesen wir uns wieder. So lange macht es wie der Petunientopf und denkt euch einfach „nicht schon wieder“.

Verfallsdatum – Spontane Gedanken 4

Während ich hier so rumhänge und auf den Start des NFL Drafts warte, den ich mir rein aus Interesse mal angucken will, obwohl ich absolut keinen Plan von College Football habe und dementsprechend nicht einen der Typen kenne, die die NFL Teams sich da ranholen werden, esse ich einen Joghurt. Was für eine Wendung, was? Damit hättet ihr jetzt sicher nicht gerechnet. Football und Joghurt. Eine ungewöhnliche Mischung. Aber so bin ich halt.

Jedenfalls habe ich mir diesen Joghurt reingeschaufelt und hinterher festgestellt, dass auf dem Deckel ein Datum aufgedruckt ist, das mittlerweile nicht mehr erlebbar ist. Es liegt in der Vergangenheit. Mit anderen Wirten: Der Joghurt hatte seine Lebenserwartung bereits überschritten und war bereit, die nächste Evolutionsstufe anzutreten. Ich bin ja nicht wirklich kleinlich, wenn es darum geht, auf das Verfallsdatum zu achten. Ich kaufe einen Joghurt auch noch, wenn er schon einen Tag abgelaufen ist. Was soll da schon groß dran sein? Ich will diesen Joghurt. Und wenn er mir aus dem Becher entgegen springt. Wenn die Wurst nicht vor mir weg läuft, ist sie noch essbar. Wenn der Käse nicht zum Himmel stinkt, kommt er noch auf die Pizza. Was wäre Pizza schließlich ohne eine Tonne Käse?

Aber wie bei allem anderen im Leben, gibt es Ausnahmen. Aus irgendeinem Grund habe ich eine Abneigung gegen Apfelmus, wenn es bereits geöffnet ist. Ich habe keinen Plan warum das so ist. Vielleicht bin ich als Kind mal in einen Topf mit Apfelmus gefallen und finde es seitdem unterbewusst eklig. Wenn also das Glas schon offen ist und ich nicht genau weiß, wer es wann geöffnet hat, kann ich das Zeug einfach nicht mehr essen. Ähnlich geht es mir mit Mayonnaise. Da ist es aber eher das Auge, das mitkotzt. Wenn Mayonnaise gelb wird, sieht das einfach nicht mehr essbar aus.

In letzter Zeit versuche ich aber sowieso ein bisschen von diesem ganzen fetten Fraß wegzukommen und mehr Obst zu essen. Funktioniert selbstverständlich überhaupt nicht, aber das wundert mich kaum. Was mich mehr wundert, ist die Verhaltensweise von Obst in Auseinandersetzung mit Zeit. Zuletzt habe ich hin und wieder mal Erdbeeren gekauft. In so einem Plastikdosending, das nicht unbedingt „FRISCH!“ schreit, aber sah alles ganz gut aus. Schmeckten auch ganz gut. Und hielten sich auch lange im Kühlschrank. So nach einer Woche habe ich die letzten Erdbeeren aus der Packung gegessen. Weil die so töfte waren musste ich die dann natürlich noch mal kaufen und habe sie wieder im Kühlschrank aufbewahrt. Allerdings habe ich sie etwas aus dem Blick verloren und wollte dann nach drei Tagen mal welche in meinen Quark schneiden. Und siehe da: Alle vergammelt. Also ist das Verfallsdatum bei Erdbeeren offenbar ihre eigene Willkür. Wenn sie keinen Bock zum Gammeln haben, lassen sie es halt. Wenn sie einen schlechten Tag haben, kann man sie schon wegschmeißen, wenn man vom Einkauf zu Hause angekommen ist.

Ganz interessant wird es scheinbar bei Früchten, die auf Bäumen wachsen. Birnen werden weich. Wie Leute, die alt werden. Die werden ja auch weich in der Birne. Aber essen kann man sie scheinbar etwas länger. Also die Birnen, nicht die alten Leute. Ich habe neulich zum Test mal einen Apfel gekauft. Seit Wochen liegt jetzt der Apfel hier rum und er sieht noch aus wie am ersten Tag. Okay, eigentlich habe ich ihn natürlich gekauft, um ihn zu essen, aber dann gabs doch wieder Pommes mit Schnitzel und der Apfel blieb liegen. Aber schlecht wird der scheinbar nicht. Oder ist das nur noch die Schale und da drin ist alles bereits vergammelt und verwurmt und demnächst greift der mich an, wenn ich zu nahe an den Obstkorb gehe?

Ihr erfahrt es, wenn ich es überlebe.

Die 5 Besten … Fakten über mich

Normalerweise beantworte ich Goranas Fragen nach den 5 Besten ja auf meinem Filmschrottplatz, da es sich für gewöhnlich um Film- und Serienthemen dreht. Hin und wieder geht es dann aber auch mal um was anderes. Da bietet es sich dann an, die Fragen auch mal hier zu beantworten (hab ich ja schon mal getan), da die Filmschrottplatzbesucher mich schon ziemlich gut kennen und wissen wie irre ich bin. Das sollen die Leser hier natürlich auch zwischendurch mal mitkriegen. Hier also

Die 5 Besten Fakten über mich

Ich halte zwar die Formulierung für etwas eigenartig, denn was sind schon gute oder schlechte Fakten? Was sind die besten Fakten? Was sind die schlechtesten? Und wen interessiert der Quark überhaupt? Egal. Da ich das ganze nicht so genau definieren kann, gehe ich das eben etwas anders an und gebe euch mal einen Einblick in meine Birne:

5 Egal was ich alleine oder mit anderen als Kind gespielt habe, ich habe immer eine Geschichte dazu erfunden, um es spannender zu machen. Spielzeugsoldaten hatten eigenen Charakter und Ränge, „He-Man“ und die „Masters Of The Universe“ kloppten sich in interstellaren Machtkämpfen mit Playmobilfiguren. Selbst wenn ich und mein Cousin zu zweit Fußball gespielt haben (er im Tor, ich im Sturm) war es ein Duell zweier Teams, bei denen immer im Wechsel ein Team im Angriff und eins im Tor war, quasi wie beim Elfmeterschießen, und wir haben ganze Strafraumsezenen inszeniert, um es spannender zu machen, anstatt einfach nur aufs Tor zu pölen. Ein absolutes Highlight war wohl das Nachspielen von „Resident Evil“ auf dem Grundstück meines Onkels, für dass ich extra Karten gezeichnet und Rätsel erfunden habe und wir dann in Zombies und Helden aufgeteilt wurden. War ein Riesenspaß.

4 Zu Schulzeiten habe ich viel gezeichnet. Vor allem Cartoons mit den „Looney Tunes“ oder „Tom und Jerry“. Aber auch simples Gekritzel in Schulhefte und auf Schultischen. Mein Platz war quasi ein künstlerisches Meisterwerk und das ständif wegwischen zu müssen war ein Verbrechen an der Kunst. Lehrer haben einfach kein Auge für sowas.

3 Zur etwa gleichen Zeit startete ich den unglaublich gescheiterten Versuch, Raptexte zu schreiben. Ich müsste mal gucken, ob ich da noch welche von Rumfliegen habe, dann poste ich die mal hier. Ist bestimmt ein Riesenspaß mit grandiosen Zeilen.

2 Als großer Fan der alten Lucas Arts Point & Click Adventures wie „Monkey Island“ oder „Day Of The Tentacle“ habe ich mal versucht, so ein Spiel zu erstellen. Es ging um einen Jungen an einer Burg, der das Herz der Prinzessin erobern wollte, indem er zum Ritter wird und sie rettet, nachdem sie entführt wurde. Die Idee war nebenbei schon so banane, wie ihr es teils von mir gewohnt seid. Der Entführer war natürlich nicht irgendein Bauer von Nebenan, sondern ein böser Wissenschaftler, der mit einer Zeitmaschine angereist ist, um die Prinzessin zu entführen, da er in seiner Zeit keine Frau gefunden hatte. Ihr seht, meine Ideen waren schon immer etwas speziell. Das Spiel war zum Teil schon programmiert und die ersten paar Räume waren schon spielbar. Leider habe ich dann zwischenzeitlich das Interesse verloren und irgendwann bei einem Festplattencrash auch alle Daten davon. Eigentlich schade, aber vielleicht verwurste ich die Idee mal zu einem Buch. Wenn hier jemand ist, der den Quatsch lesen will …

Das Schreiben habe ich erst äußerst spät für mich entdeckt. Der erste Versuch war ein Filmdrehbuch, da ich ja großer Filmfan bin und das natürlich der erste Impuls war. Ich mochte aber diese drögen Vorgaben und Einschränkungen nicht sonderlich gerne und habe das schnell eingestellt (auch wenn das Thema nie ganz vom Tisch war und ich vielleicht irgendwann doch mal ein Drehbuch schreibe). Eigentlich nur aus einer Laune heraus habe ich damals dann begonnen, einen Roman zu schreiben. Eigentlich war es so, wie immer: Ich hatte eine Idee und habe losgelegt. In dem Fall war es nur so, dass ich schnell festgestellt habe, dass das genau das Richtige für mich ist, da es verhältnismäßig simpel umzusetzen ist – man muss schließlich erstmal nur schreiben können – und dass es absolut keine Grenzen gibt, was man machen kann. Perfekt. Und jetzt habt ihr mich und meinen Wahnsinn an der Backe. Toll, nicht wahr?.

Studieren – Spontane Gedanken 3

Ich habe ja nicht studiert. Nicht, weil es mir an Interessengebieten mangelt, die sich da unter Umständen angeboten hätten. Sondern eher, weil ich schon die Schule absolut grauenhaft fand. Es ist einfach so, dass ich direkt abschalte, wenn ich etwas langweilig finde, oder es mich einfach nicht interessiert. Quasi eine Version von ADHS – nur ohne das „H“. Dabei bin ich recht wissbegierig. Ich interessiere mich erstmal für eigentlich alles. Man kann mir zum Beispiel was über Energiegewinnung aus Kuhscheiße erzählen und ich denke dann im ersten Moment: „Hm, das ist interessant.“ Aber im Verlauf des Gesprächs Schrägstrich Vortrags fällt mir dann natürlich auf, dass es überhaupt nicht interessant ist und ich denke mir nur noch: „Mann, das ist überhaupt nicht interessant. Es ist mir scheißegal. Werd fertig mit deinem Kackgelaber.“

Ganz schlimm ist es zum Beispiel bei Religion. Da kann ich einfach nichts ernst nehmen und es ist mir einfach komplett egal. Dieser ganze Humbug mit Leuten, die übers Wasser latschen und das Wasser dann in Wein verwandeln und einem alten Sack mit langem Bart, der irgendwo im Himmel rumsitzt und sich irgendwann dachte: „Boah, ist das langweilig hier im Nichts. Ich glaube, ich erschaffe mal was. Vielleicht einen Wal und einen Petunientopf.“ Aber dann hat er doch erst mal kleiner angefangen und an seiner Nähmaschine das Elementarteilchen gebastelt. Und daraus hat er dann immer mehr Kram zusammengefuckelt, den kein Mensch braucht. Unter anderem den Menschen.

Ich glaube das ja nicht. Ich bin Verfechter der Evolutionstheorie. Die verstehe ich zwar auch nicht wirklich, aber das Grundprinzip ergibt einfach mehr Sinn als ein alter Fatzke im Nichts an einer Nähmaschine. Irgendetwas ist da und entwickelt sich halt weiter. Und so entsteht dann der Dodo. Und dann kommen wir und rotten ihn aus. Evolution ergibt Sinn. Und überhaupt, wenn es einen Gott gäbe, müsste der demnach ja mittlerweile auch weiterentwickelt sein durch die Evolution. Gott wäre inzwischen also vermutlich ein dreiköpfiges Tentakelmonster mit millionen Froschaugen. Und eigener fliegender Untertasse natürlich. Und sowas soll ich anbeten?

Jetzt ist allerdings die Frage, wo denn das Universum eigentlich herkommt, wenn nicht Gott da war, um es mit seiner Nähmaschine zu erschaffen. Kann ich auch nicht sagen. Viel wichtiger ist aber ja ohnehin die Frage, wo es hingeht. Und ich schätze mal, solange wir hier rumturnen, geht es weiter vor die Hunde.
Ich meine, wir sind nicht mal ansatzweise in der Lage das Universum zu begreifen, aber es gibt bereits ernsthafte Überlegungen, eine Realityshow auf dem Mars zu drehen. Sowas wie Big Brother. Nur, wenn du raus bist, biste verreckt. Und dann liegste da im Dreck. Auf dem Mars. Die Idee ist einfach so dermaßen dämlich, dass es eigentlich nur ein großer Erfolg werden kann. Und theoretisch könnte dann auf dem Mars ja sogar eine ganz neue Evolution beginnen. Und neue Religionen könnte man auch gründen. Und dann beten sie da oben alle Grupsalong das Marsmonster an. Da würde ich dann aber abschalten. Religion interessiert mich halt nicht. Auch nicht mit grünen Aliens vom Mars.

Es ist quasi so, wie wenn ein Geschichtsprofessor vor einem steht und man sich denkt: „Cool. Der hat bestimmt interessante Geschichten auf Lager.“ Und dann erzählt er einem was vom Deckschrubber auf Christoph Kolumbus‘ Schiff und man denkt sich nur: „Mann, das ist überhaupt nicht interessant. Es ist mir scheißegal. Werd fertig mit deinem Kackgelaber.“ Ich kann mich darauf dann einfach nicht konzentrieren. Und deshalb habe ich nicht studiert.

Geburtstage -Spontane Gedanken 2

In wenige Tagen ist es wieder mal so weit. Ich werde ein Jahr älter. Okay, um genau zu sein, werden wir alle jeden Tag ein Jahr älter (habe ich euch allen schön den Tag versaut, was?). Aber am eigenen Geburtstag wird man halt ganz besonders ein Jahr älter. Glücklicherweise bin ich aber niemand, den das wirklich stört. Also das Älterwerden. Älter werden wir alle. Weiser nur die wenigsten. Und ich sowieso nicht. Trotzdem finde ich Geburtstage absolut grauenhaft. Vor allem den eigenen. Man mag es kaum glauben, aber ich stehe einfach nicht gerne im Mittelpunkt. Mir gehen die meisten Leute halt einfach nur auf den Sack. Und außerdem habe ich gerne meine Ruhe. Das sind zwei Dinge, die sich auf dem eigenen Geburtstag einfach schlecht vereinbaren lassen. Denn da hat man eigentlich nie Ruhe und es gehen mir ausnahmslos alle Leute auf den Sack. Alle möglichen Leute gratulieren und labern einen voll und rufen an und nerven von morgens bis abends rum und dann besitzen sie auch noch die Dreistigkeit, mir nicht jeweils 1000 Euro zu schenken, um mich für diesen nervenzerrenden Scheiß gebührend zu entlohnen.

Eigentlich will ich gar keine 1000 Euro haben. Ich bin da ziemlich bescheiden. Alle labern immer davon, was sie machen würden, wenn sie mal richtig Geld hätten. Mir fällt dazu nix ein. Haus bauen will ich nicht. Auto fahren kann ich nicht. Verreisen brauche ich nicht. Meine Träume sind eigentlich relativ günstig umsetzbar. Ich müsste nur jemanden bezahlen, der mir am Geburtstag die Leute vom Leib hält. Simpel aber billig. Aber geht ja nun mal nicht so einfach offenbar.

Und dann wollen ja auch noch alle feiern. Weil feiern und saufen geht halt immer. Nun, das habe ich auch mal so gesehen. Bis vor wenigen Jahren war ich auf jeder Party und jeder Veranstaltung, auf der es was zu saufen gab und habe mich volllaufen lassen, bis nix mehr rein ging – und habe dann noch ein bisschen was hinterher gekippt. Vermutlich war ich gar nicht weit vom Alkoholiker entfernt. Aber mittlerweile habe ich dem irgendwie abgeschworen. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Ich hatte einfach keinen Bock mehr drauf. Vor allem nicht auf den Kater am nächsten Tag, der mit dem Alter halt auch nicht besser wird. Ganz im Gegenteil. MIttlerweile kostet mich so ein anständiges Saufgelage schon mal eine Woche, bis ich überhaupt wieder irgendwas gescheit auf die Reihe kriege. Und deshalb wird auch nicht gefeiert. Und gesoffen schon gar nicht.

Aber man wird natürlich andauernd eingeladen. Jeder hat Geburtstag. Jedes Jahr. Und jeder feiert den Mist. Jedes Jahr. Und jeder lädt einen zu dem Quark ein. Jedes Jahr. Nicht, dass ich eine gute Party nicht zu schätzen weiß. Nur fühle ich mich oft auch einfach verpflichtet, da dann auch hin zu gehen, ob ich Bock habe oder nicht. Und inzwischen ist meine Bocklosigkeit doch stark gewachsen, was solche Dinge angeht. Ich habe 30 Jahre lang Dauerparty gemacht. Und ich finde, das reicht dann halt auch mal. Jetzt muss ich nicht mehr jede Kackparty mitnehmen, nur weil es eine Party ist. Aber es gibt eben viel zu viele davon, weil jeder feiert. Kann man ja nicht immer absagen.

Ich finde ja ohnehin,wir sollten zu der alten Tradition zurückkehren, statt Geburtstagen den Namenstag zu feiern. Das ist zwar noch viel sinnloser und schwachsinniger, aber hat einen großen Vorteil. Man kann mit anderen Leuten zusammen feiern. Und es gibt weniger Partys im Jahr. Früher hießen eh alle Karl und Elfriede. Also konnten sich zweimal im Jahr die Karls und Elfriedes zusammentun und eine große Party schmeißen, um ihren Namenstag zu zelebrieren, wie es sich gehört und dann war für den Rest des Jahres Ruhe im Dorf. Mann, muss das eine entspannte Zeit gewesen sein.

Die 5 Besten … Bücher

Normalerweise geht es bei Goranas 5 Besten am Donnerstag eher um Film und Serienthemen, weshalb ich diese Top 5 eher auf meinem Filmschrottplatz poste. Aber da es diese Woche mal um Bücher geht, macht es natürlich mehr Sinn, das Ergebnis hier zu posten.

5 Lieblingsbücher

Große Überraschungen wird es hier zwar vermutlich nicht geben, aber vielleicht interessiert es ja trotzdem jemanden.

5 Neue Vahr Süd von Sven Regener

Die Lehmann-Reihe ist generell einfach eine lockere Angelegenheit, aber die Geschichten von Lehmann beim Bund sind dann doch nicht zu schlagen.

4 Gott bewahre (The Second Coming) von John Niven

Was wäre wenn Jesus heute zurückkehren würde? Dieses Buch beschreibt es ziemlich gut. Jesus, Hippies und jede Menge Arschlöcher treffen aufeinander. Wenn man Religion nicht zu ernst nimmt (oder wie ich absolut ablehnt) kann man damit eigentlich nur Spaß haben.

3 Hotel New Hampshire von John Irving

Bären, Berrys und Bekloppte. Irving ist bei mir immer etwas Hit & Miss. Aber noch vor „Garp und wie er die Welt sah“ ist das hier sein für mich bestes Werk.

2 Einfach göttlich (Small Gods) von Terry Pratchett

Die Scheibenwelt darf selbstverständlich nicht fehlen. Die Auswahl war groß, letztlich ist aber diese Geschichte mein Favorit, einfach weil sie so wunderbar mit dem Wahnsinn namens Religion ins Gericht geht und ohne zu verurteilen den Spiegel vorhält. Pratchett war nun mal ein absoluter Gott, was das angeht.

1 Das Leben, das Universum und der ganze Rest (Life, the Universe and Everything) von Douglas Adams

Der dritte Anhalter-Band ist meiner Meinung nach einen kleinen Tacken besser als die Vorgänger – und als die Nachfolger sowieso. Vielleicht liegt es daran, dass die Geschichte selbst so herrlich banane ist und ursprünglich eine Idee für die Serie „Doctor Who“ war. Generell ist die Reihe – oder zumindest die ursprüngliche Trilogie – einfach meine absolute Nummer 1 und ich habe nichts öfter gelesen als die ersten drei Anhalter-Romane.

Honorable Mentions: Brenner-Romane von Wolf Haas, Alles von Charles Bukowski, Shining von Stephen King, Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling, Fever Pitch von Nick Hornby

Ich hab da mal nix vorbereitet – Spontane Gedanken

Ich bin wieder hier,

in meinem Revier,

ich hab wieder Bock,

auf meinen Blog.

Ich bin wieder da,

noch immer nur Blah,

denn wie jeder weiß,

ich laber nur Scheiß.

Ja, da bin ich wieder. Ihr dachtet doch nicht wirklich, dass ihr den irren selbsternannten Schriftsteller im neuen Jahr nicht mehr ertragen müsstet.

Nein, es geht mit dem üblichen Wahnsinn weiter. Und mit „üblicher Wahnsinn“ meine ich selbstverständlich, dass ich immer noch keinen Plan habe, was ich hier eigentlich treibe.

Normalerweise habe ich ja zumindest immer ein paar Posts auf Lager, die ich dann so nach und nach hier raushaue. Aber für die Rückkehr aus der Winterpause habe ich einfach gar nichts. Was soll man auch groß sagen, wenn man aus der Pause kommt? „Hallo“? „Tach, ihr Affen“? Nicht gerade spannende Themen.

Diese Themenebbe kommt öfter mal vor. Bisher habe ich hier im Blog ja auch noch nicht so viele Kategorien etabliert. Und mir fällt auch nicht viel ein. Aber ich will etwas mehr Vielfalt liefern.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, hier öfter mal spontan zu werden. So wie jetzt gerade. Einfach mal ohne Plan drauf los schreiben und gucken, wo das hinführt. Tolle Idee, ich weiß.

Also schnallt euch an, denn 2017 wird eine wilde Fahrt hier auf dem Blog. Mit viel Spontani… Spontantä… Spongebob… direkten Gedankengängen meinerseits. Solche zum Beispiel:

Schwurbelgurbelgurgelknurrzel.

Das ist ungefähr das, was mir durch den Kopf geht, wenn ich mal wieder irgendwo auf eine politische Debatte stoße. 2017 wird ja ein politisch wichtiges Jahr. Zumindest habe ich mir das sagen lassen.

In den USA ist der Trumpf, der nach einer Ente benannt ist, an der Macht.

Hierzulande muss das hässliche Entlein ihren Titel verteidigen.

Und die größten Herausforderer zur Zeit sind offenbar weltweit rechte Entenärsche.

Dazu kann ich nur voller Inbrunst sagen: Es ist mir scheißegal.

Die Erde wird sich auch nach 2017 weiter drehen. Aber zumindest habe ich beschlossen mal wählen zu gehen. Nicht, weil mich irgendeiner der Arschkrampen, die meinen, über dieses Land und seine Zukunft entscheiden zu müssen, interessiert. Ich will nur nicht im Gleichschritt marschieren müssen, wenn irgendein A(dol)F D(ie) Macht ergreift, also wähle ich aus Protest. Gegen Rechte Hirnamputierte Arschlöcher.

Das nur so am Rande. Mehr Politik wird es hier vermutlich nicht geben. Es geht mir einfach zu sehr am Arsch vorbei. Außerdem hält das zu sehr davon ab, Quatschgedanken wie diesen zu haben:

Schwurbelgurbelgurgelknurrzel.

Das Wort dürft ihr nebenbei  verwenden. Ich stelle es euch zur freien Verfügung. Einfach, weil ich so ein netter Kerl bin. Und wo das herkommt, gibt es noch viel mehr.

Freut euch also auf mehr spontane Gedanken in Zukunft.

Das wird ein Spaß!!!

Ganz schön kalt hier. Winterpause

So langsam weihnachtet es sehr. Das Wetter ist scheiße. Im Radio läuft grauenhaftes Ram-tam-tam-Gedudel, bei dem jeder normale Mensch unweigerlich das kalte Kotzen kriegt, wenn er nur daran denkt – ich beispielsweise habe mich während des Schreibens dieses Satzes drei Mal übergeben. Und in den Kaufhäusern herrscht mal wieder Ausnahmezustand, damit auch jeder noch seinen Turbo Man abkriegt, bevor der Laden schließt und die Kinder am KonsumUmnachten glücklich sind. Es ist die Hölle auf Erden. Wie jedes Jahr eben. Und da mir das alles tierisch auf den Senkel geht und ich damit absolut nichts zu tun haben will, weder im echten Leben noch hier im Bloguniversum des Selbsternannten Schriftstellers, gehe ich jetzt in eine Winterpause.

Der Plan ist, mich einfach die nächsten Wochen einzuschließen und mich um Dinge zu kümmern, die nichts mit dem ganzen Feiertagsquatsch zu tun haben. Also Geschichten schreiben. Und vielleicht ein paar Blogposts für das neue Jahr vorbereiten. Schließlich wollen mein Leser – alle 5 – ja wissen, wie es auf meiner Suche nach dem ersten Blogpost weitergeht. Oder was aus Hausmeistersohn Peter wird, wenn Lord Edgar ihn doch noch in die runzligen Finger kriegt. Da mein Urlaub dieses Mal wohl eher kurz ausfällt, könnte das zwar schwieriger werden, als gedacht, aber irgendwie wird das schon klappen. Zur Not kann man ja auch immer einfach seinen komplett verhassten Job kündigen.

Wir lesen uns also im neuen Jahr, das hoffentlich noch verrückter und kreativer wird für mich, für Hausmeistersohn Peter, für uns alle.

Liebster Award von I.J. Tonk – (Mehr oder weniger) intelligente Antworten auf interessante Fragen #15

Seit Jahrhunderten schon stehen Experten vor dem großen Rätsel, wofür die Initialen „I.J.“ in „I.J. Tonk“ stehen. Erste Vermutungen, dass es sich um Inkontinenzia Jelisaweta Tonk handelt, ließen sich nicht bestätigen. Also rätseln die Experten weiter. Aber heute habe ich die Chance, diesem Mysterium auf die Spur zu kommen. Denn wie es der Zufall will, hat „I.J.Tonk“ mir ein paar Fragen gestellt, die es zu beantworten gilt. Und wie wir alle wissen, sagen Fragen einiges über einen Menschen aus. Und über seinen Namen sowieso. Deshalb kann ich natürlich nicht anders, als diese Fragen sorgfältig zu beantworten. Während wir also gemeinsam das Namensrätsel entschlüsseln, erfahrt ihr auch noch etwas über mich. Ist das nicht toll? Nein, ich weiß. Aber da müsst ihr jetzt durch.

Den letzten Award habe ich übrigens im April auf meinem Filmschrottplatz beantwortet. Lange her. Aber eine Pause schadet ja nicht, um dann mit neuem Elan an die Sache heranzugehen. Nä? Genau.

1 Welches Land würde dich zu einem Roman inspirieren und warum?

Ich bin ja leider bisher nicht allzu viel rumgekommen. Ich bin halt nicht so ein Weltenbummler, wie die Menschen von 1724 sagen würden. Bisher war ich nur in Holland, Schweden und auf Klassenfahrt in Kroatien. In Holland war jeder schon mal, das gibt also nicht viel her. In Kroatien war ich nur besoffen, kann mich also an nix mehr erinnern. Bleibt Schweden. Das Land gibt bestimmt was her. Vielleicht einen Roman über eine Herde von Elchen, die einfach nur ein Knäckebrot wollen und dafür über Leichen gehen. Zur Rettung wird natürlich eine Spezialeinheit aus den USA geschickt, die so eine unfassbare Kampausbildung genossen haben, dass sie sich direkt im Blutrausch alle gegenseitig umnieten. Am Ende gewinnen die Elche und bekommen von den Menschen eine eigene Knäckebrotfabrik, die dann für die Fortsetzung von tollwütigen IKEA-Mitarbeitern überfallen wird, die einfach nicht mehr mit der Saunaeinrichtung ihres lokalen IKEA-Marktes zufrieden sind.

„Jag älskar sverige!!!“

2 Verändert sich dein Leseverhalten oder deine Lesevorlieben je nach Jahreszeit?

Überhaupt nicht. Aber ich lese nie das, was ich gerade schreibe. Soll heißen, wenn ich mal wieder an einem Fantasyroman arbeite, lese ich gleichzeitig auf keinen Fall Fantasy, um mich nicht beeinflussen zu lassen. Leider bleiben dadurch natürlich einige Bücher liegen, da ich generell viel mehr schreibe, als ich lese – was mal andersrum war, aber was will man machen. Da ich momentan am zweiten Roman arbeite (nein, er spielt nicht in Schweden), lese ich gerade eine Biografie. Denn die hat absolut gar nichts mit dem zu tun, was ich gerade schreibe.

3 Für welches Buch würdest du gern Musik hinterlegen? (Welche Musik wäre das?)

So spontan schwierig zu sagen. Definitiv Rockmusik. Und zwar gute. Nicht diese weichgespülte Pop-Rock-Kacke die heutzutage überall runtergedudelt wird. Hard Rock gibts in meinem Buch. Nur welches das wäre, kann ich so nicht sagen. Vielleicht irgendeine ausgefallene Mischung. „Der Struwwelpeter“ unterlegt mit Led Zeppelin und Black Sabbath oder so.

4 Mit welchem Schriftsteller würdest du gern frühstücken? Und was gäbe es zu essen?

Ich glaube ja, dass ich mit meinem Lieblingsautor Terry Pratchett beim Frühstück am meisten Spaß hätte. Schon alleine, weil der nicht nur beim Schreiben einen sehr guten Geschmack beweist. Schließlich zeigt „Soul Music“, dass er ebenfalls alter Rockmusik nicht abgeneigt war. Wie „Moving Pictures“ beweist ist er auch noch ein Filmfan gewesen. Und einer seiner Lieblingsfilme war der fantastische „The Return Of Captain Invincible“ mit Christopher Lee, der als Antagonist über die Vorzüge von Alkohol singt. Wir würden uns dann eventuell ebenfalls besaufen und Loblieder auf den Alkohol singen. Ein perfekter Montag Mittag sozusagen.

5 Eine Nacht bist du in einer Bibliothek eingesperrt. Zu welchem Buch greifst du zuerst?

Bei der Auswahl ist das unmöglich zu sagen. Ich würde wahrscheinlich die ganze Nacht damit verbringen, die Buchrücken der Bücher zu lesen. Und kurz vor der Öffnugnszeit würde ich mich vermutlich für das Buch entscheiden, dass ich als allererstes in der Hand hatte, aber erst mal wieder zur Seite gestellt habe. Und dann fliege ich raus und konnte es nicht lesen. Und dann werde ich vor lauter Wut über meine eigene Dummheit vergessen haben, welches Buch es war und werde es nie wieder finden. Dabei hätte dieses Buch vielleicht mein Leben verändert und in die richtige Richtung gelenkt. Und dann ende ich als Penner unter eine Brücke, der sich mit Büchern zudeckt die von anderen auf Parkbänken vergessen wurden, in der Hoffnung, dass irgendwann das gesuchte Buch aus der Bibliothek dabei ist. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gering. Ich lasse mich besser niemals in einer Bibliothek einsperren.

6 In 30 Sekunden löscht dein Hirn alle Erinnerungen. Welche 4 Stichwörter notierst du, um dich an etwas zu erinnern?

Zwei

Und

Vier

Zig

7 Mit welcher Romanfigur würdest du gern für 24 Stunden tauschen?

James Bond. Immer in Action und am Frauen wegflexen. Für 24 Stunden würde ich das eventuell auch so gerade durchhalten.

8 Wie sehen deine gelesenen Bücher aus? (Wie neu? Mit Eselsohren? Mit Markierungen oder Post it’s?)

Eigentlich gehe ich recht sorgfältig mit meinen Büchern um. Ich neige allerdings dazu, gute Bücher mehr als einmal zu lesen und dadurch sind die dann irgendwann ziemlich mitgenommen. Wenn man den „Anhalter“ ein Dutzend mal liest, fallen halt auch mal ein paar Seiten raus. Wird wohl Zeit, den mal zu ersetzen.

9 Die perfekte Lese-Szenerie? (Essen? Trinken? Decke? Sofa oder Bett? Drinnen oder draußen?)

Ich lese fast ausschließlich im Bett. Und deshalb auch fast ausschließlich am Wochenende. Hat sich irgendwie so ergeben. Außerdem muss ich das einfach einschränken, sonst käme ich nicht mehr zum Schreiben. Und dann wäre hier auf dem Blog plötzlich nix mehr los. Und was macht ihr dann? Hm? Sollen wir das mal testen? „O, ein gutes Buch …“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na, ganz schön langweilig, wenn hier nix los ist, was? Also muss ich wohl doch wieder weniger lesen und mich aufs Schreiben konzentrieren. Man kann eben nicht alles haben.

10 Wie stehst du zu Hörbüchern?

Ich kann absolut nachvollziehen, warum die Dinger so beliebt sind. Man kann wunderbar noch Sachen nebenher machen, während man eben das Buch vorgelesen bekommt.

Ich bin da aber überhaupt kein Fan von.  Wenn ich lese entsteht eine komplette Welt in meinem Kopf, mit eigenen Stimmen und allem Drum und Dran. Durch die Vorleserstimme würde mir da zu viel zerstört werden. Okay, wenn Hans-Peter Gnöttgen seine selbstverfasste Biografie vorliest mag das noch okay sein. Bei einem fiktionalen Roman kommt das für mich aber nicht in die Tüte. Und in die Ohren schon gar nicht.

11 Wenn wir einen 13. Monat hätten, wie würdest du diesen benennen?

Pluto. Und dann würden immer alle sagen: „Pluto? Das ist doch gar kein Monat.“ Und dann sage ich: „Da liegt ihr falsch. Pluto ist kein Planet.“

„Aber auch kein Monat.“

„Natürlich ist das ein Monat. Oder wie erklärt ihr euch, dass wir heute am 24. Pluto den Schnitzeltag feiern?“

„Das könnte man auch in jedem anderen Monat machen.“

„Nein, die sind alle so vollgestopft mit sinnlosen Feiertagen, dass wir Pluto brauchen, um die wirklich wichtigen Feiertage unterzukriegen. Habt ihr eigentlich schon alles für das große Bier und Steak Fest am 26. eingekauft? Denkt an den Bollerwagen für das Bier und die Kuh für das Steak.“

„Eine lebendige Kuh? Wer soll die denn schlachten?“

„Na, das wird sich morgen auf der Schlachthausextavaganza entscheiden. Wie jedes Jahr am 25. Pluto.“

Und dann würde ein Raumschiff landen und eine Gruppe kleiner grüner Männchen würde mich entführen und zu ihrem König machen und dann feiern wir jeden Tag den großen Plutotag auf Pluto. Es wird gesoffen und gefeiert und dann fliegen wir alle in einer Plutoniumexplosion in die Luft. Hm, vielleicht nenne ich den Monat doch besser Nitroglycerin.

 

Blogstock: Just For Fun, Nix Ernstes …

Wir unterbrechen die Sommerpause aus gegebenem Anlass:

Die erste Nominierung für einen Blog ist schon eine besondere Sache. Ich weiß noch genau, wie damals mein Filmschrottplatz – für den ich hier ständig billige Werbung mache – zum ersten Mal nominiert wurde. Das war nämlich … also … es ging um … ihr wisst schon … na gut, erwischt. Es ist gelogen. Ich musste erst mal nachgucken. Und wie es der Zufall so will, war damals meine erste Nominierung ein Blogstock mit 11 Fragen, die ich beantworten sollte. Ihr ahnt schon, wo das hier hin geht, was? Richtig. Sam von Introspektiv hat mich ebenfalls nominiert und 11 Fragen rausgehauen, die ich jetzt beantworten soll. Bevor ich jetzt noch ewig um diese Aufgabe herumschwadroniere, sage ich einfach lieb „Danke“ und lege los.

1.) Du fährst im Auto eine Straße entlang. Im Gegenverkehr machst du einen großen Lastwagen aus, dahinter einen weiteren. Rechts neben dir, steht abseits der Straße ein Kind, das Eis isst. Plötzlich startet der hintere LKW ein Elefantenrennen, scheint dich nicht zu sehen und fährt auf deine Spur, um den vorderen LKW zu überholen. Kurz: weichst du nach links aus, bist du tot, bleibst du, bist du tot (ja, wir gehen davon aus, dass beide LKW-Fahrer UND du zu schnell fahrt, als dass man das noch mit guter Reaktion retten könnte, hier wird nicht gemogelt!), wenn du rechts ausweichst, überfährst du das Kind. Was tust du?

Sind wir doch mal ehrlich: Ich bin ein Mensch. Menschen sind selbstsüchtige Saftsäcke. Ergo: Das Kind ist nicht zu retten. Es hat keine Chance. Ich mache das Blag platt.

Das klingt jetzt vielleicht etwas böse, aber so ist es gar nicht gemeint. Ich würde selbstverständlich niemals ein Kind absichtlich über den Haufen fahren. Unabsichtlich vielleicht schon, da ich überhaupt keinen Führerschein habe. Jedenfalls stelle ich mir das Szenario etwa so vor:

Ich fahre cool die Straße entlang. Ihr wisst schon. Sonnenbrille. Zigarette. Arm aus dem Fenster gelehnt. Das Radio aus dem Fenster geworfen, weil es nur generische Kacke spielt. Der Fahrtwind weht mir durch mein prächtiges Haar. Am Kinn. Und auch auf dem Kopf. „Wow, dieser Fahrtwind bei 250 Sachen ist echt erfrischend“, denke ich, während die Umgebung verschwommen an mir vorbeizieht. „Wow, ich bin ganz schön schnell“, denke ich. „Ich sollte nicht so schnell fahren. Moment, ich habe keinen Führerschein, ich sollte gar nicht fahren. Was zur Hölle mache ich hier, bei 250 Sachen ohne Führerschein und mit prachtvollem Barthaar? Bin ich denn bekloppt?“

Während ich weiter vor mich hingrübel taucht vor mir ein LKW auf. Ich sehe den LKW und lache. Es ist ein Dildotransporter. Ich überlege, ob ich ihn anhalten soll, aber ich habe keine Freundin, die einen Dildo brauchen könnte, also entscheide ich mich dagegen. Plötzlich taucht ein weiterer LKW auf, der den Dildokraftwagen überholen will. „Was macht denn der Lastkondomwagen da?“, denke ich. „Ist der denn bekloppt?“

Die Sextransportgefährte nähern sich schnell, was unter anderem daran liegt, dass ich immer noch nicht langsamer geworden bin. Aber auch die Sextrucker geben gut Gas.

Aus den Augenwinkeln sehe ich ein kleines Kind, das an einem Eis leckt, am Straßenrand stehen. „Was zur Hölle macht ein Blag mit Eis hier mitten am Arsch der Welt? Ist das denn bekloppt?“

Ich muss schnell denken. Eine meiner absoluten Stärken, wie ich gerne selbst behaupte. „Äh … hmmm … tja nun … ähm …“, denke ich. Die Lastwagen kommen unaufhaltsam näher. Mir bleibt nicht mehr viel Zeit. „Wenn ich nach links ausweiche sorge ich dafür, dass die Mädels ihre Dildos nicht kriegen. Und die sind doch so schon immer kacke drauf. Wie schlimm wäre es dann wohl, wenn sie ihre Dildos nicht kriegen?“ Nach links ausweichen ist keine Option.

„Wenn ich auf meiner Spur bleibe, kriegen die ganzen Paare ihre Kondome nicht und sie zeugen noch mehr Kinder, die völlig sinnlos mit ihrem Eis in der Walachei am Straßenrand stehen.“Auf der Spur bleiben kann ich nicht verantworten.

„Das Eis sieht lecker aus.“ Ich reiße das Lenkrad im letzten Moment nach rechts. Es knallt laut, als ich das Kind erwische und es über das Autodach davon fliegt. Ich gucke in den Rückspiegel und sehe, wie der LKW sein Überholmanöver erfolgreich beendet. Mit dem aus dem Fenster gelehnten Arm fange ich das Eis. „Bäh, Schoko“, denke ich und werfe es weg, um mir cool noch eine Zigarette anzuzünden.

In Wahrheit sähe es wohl eher so aus:

WAAAAAAAAAAAAH! LKW! WAAAAAAAAAAAAAAAAH! NOCH EIN LKW! WAAAAAAAAAHHHHH! AUSWEICHEN! WAAAAAAAAAAHHHHH! EIN KIND! WAAAAHHHHH EIS AUF MEINER WINDSCHUTZSCHEIBE! WAAAAAAAAAAH! ICH KANN NICHTS SEHEN! WAAAAAAAAAAAAHHHH! ICH BIN VOR EINEN BAUM GEFAHREN UND DIE KARRE BRENNT UND ICH GEHE IN FLAMMEN AUF UND … schoko? WAAAAAAAAAAAAAAHHHHH!

2.) Das war ziemlich mies als Einstieg, gell? Dafür jetzt eine leichtere: stell dir vor, du dürftest dich bis an dein Lebensende nur noch von einem Gericht ernähren. Dafür aber von Profiköchen und nur mit den besten Zutaten zubereitet. Und um eventuellen Vitaminmangel auszugleichen bekommst du ernährungsergänzende Tabletten. Für welches Gericht würdest du dich entscheiden?

Das ist leicht: Eine Pizza mit folgendem Belag: Salami, Schinken, Thunfisch, Zwiebeln, Ananas, Käse, Spaghetti Bolognese, Pommes Frites und Schnitzel.

3.) Angenommen du stirbst (zB durch LKWs) und auf dem Weg ins Jenseits stellst du fest, dass erst alle 100 Jahre die Seelen in Zweierpaaren von der Welt abtransportiert werden. Die Reise würde eine gute Woche dauern und du wartest mit Millionen von Seelen auf die nächste Abfahrt. Plötzlich heißt es, dass du dir sogar eine von drei Seelen aussuchen darfst, mit der du die Reise antreten wirst. Als dir die Auswahl präsentiert wird, bist du darüber nicht mehr so entzückt: Mao Zedong, Adolf Hitler und Joseph Stalin. Mit wem trittst du die Reise an? Ihr könnt euch während dessen Anschweigen, miteinander unterhalten, aber ihr seid nicht stofflich, demnach könnt ihr euch nicht physisch anfallen.

Ich warte 100 Jahre, bis ich ausgewählt werde. Bevorzugt von einem netten Mädchen, das gerne schwachsinnige Stories hört. Der würde ich dann von dem einen Mal erzählen, als ich zwischen Mao Zedong, Adolf Hitler und Joseph Stalin wählen sollte.

Wenn ich aber muss, dann nehme ich Mao Zedong. Der kommt immerhin aus einer interessanten Kultur.

4.) Wie wir wissen geht die Erde vor allem daher zugrunde, weil wir zu viele Menschen sind. Angenommen, du könntest auf einen Knopf drücken, der plötzlich drei Dimensionen erstellt und in jeder wäre die exakte Kopie unserer Dimension – nur, würde die Menschheit rein zufällig auf diese Dimensionen verteilt werden (aber an den selben Ort in der jeweiligen Dimension!), würdest du drücken?

Klar. Warum denn nicht? Es wäre doch jeweils eine exakte Kopie der Welt,oder verstehe ich da was falsch? Ich will als Knopfdrücker aber natürlich in Welt Nummer 1, als alleiniger Herrscher, der das Volk unterdrückt und zusammen mit hochkarätigen Wissenschaftlern an einem Dimensionstor baut, um in die anderen Dimensionen zu gelangen, um diese zu versklaven, damit sie mir dann alle zusammen eine Statue auf dem Mond bauen. Wo ist jetzt dieser Knopf noch mal?

5.) Denken wir mal in Extremen, weil wir das ja bisher noch nicht getan haben. Bist du tendenziell eher ein Freund des Kommunismus oder der Kapitalismus?

Das wird mir zu politisch hier. Ich gehe Hundewelpen streicheln …

Ihr seid immer noch da? Okay, dann sage ich mal folgendes dazu: Politik interessiert mich einfach zu wenig, um mich damit wirklich auseinanderzusetzen. Ich schnappe hin und wieder natürlich das übliche Blah-Blah auf, das die Politikpisser so von sich geben, aber im Endeffekt geht es eh nur darum, dass sie reicher werden und ich ärmer, also können sie mich alle mal am Arsch lecken.

Zur eigentlichen Frage: Ich habe ehrlich gesagt nie wirklich verstanden, wie ein kommunistisches System genau funktioniert. Naja, und Kapitalismus … sind wir doch ohnehin alle ein Opfer von, oder?

6.) Angenommen, eine wählerische Fee würde dir das Angebot machen, dir die Gabe zu verleihen, Gedanken deutlich zu hören. Von anderen Menschen. Du könntest das nicht abschalten, es wäre eben so, wie wenn die Personen ihre Gedanken aussprechen würden. Würdest du auf das Angebot der Fee eingehen?

Nein. Ich kriege schon meine eigenen Gedanken nicht sortiert, da kann ich nicht noch die von anderen gebrauchen. Ich würde nebenbei nicht mal auf das Angebot eingehen, wenn ich es abschalten könnte. Ich will gar nicht wissen, was die Leute so denken, denn ich bin ziemlich sicher, dass es nichts Gutes ist. Die Fee könnte mich stattdessen mit einer anderen Superkraft ausstatten: Dem fehlerlosen Geschichtenschreiben zum Beispiel.

7.) Stell dir vor, die Schwester der Fee würde auch noch antanzen und dir folgenden Deal vorschlagen: „Wenn du mir das Leben nach dem Jenseits gibst, werde ich dafür sorgen, dass du zu Lebzeiten nie mehr unglücklich sein wirst. Du wirst Spaß am Leben haben, darin Erfüllung finden, für deine Mitmenschen ein Segen sein und mindestens neunzig Jahre alt werden!“ – auf Fragen deinerseits, ob es denn tatsächlich ein Leben nach dem Jenseits gibt, würde sie jedoch nicht eingehen. Würdest du darauf eingehen?

Ja. Da ich nicht an ein Leben nach dem Tod glaube, sondern daran, dass wir dann nichts weiter als Wurmfutter sind, kann sie die Würmer gerne haben. Und ich kann nur noch das tun, worauf ich Bock habe. Wo soll ich unterschreiben?

8.) Gibt es deiner Auffassung nach „Terror“? Und was ist deiner Auffassung nach die Hauptursache von Terror?

Das Thema nervt mich zwar nur noch, aber ganz kurz:

Definition von Terror: Vollidioten ohne jegliches Denkvermögen töten Leute, einfach weil sie meinen, das wäre richtig so.

Ja gibt es.

Hauptursache: Menschen sind strunzdoofe Arschlöcher und Religion das größte Übel, dass sie sich jemals auferlegt haben.

9.) Nehmen wir an, du bist in einer Situation die juristische Gewalt, in der entschieden wird, ob ein junger Vater von zwei kleinen Kindern, der am verbluten ist, ansonsten aber kerngesund ist, eine Bluttransfusion erhält. Du müsstest vor keinem autoritären Gericht auf Erden Rechenschaft für deine Entscheidung ablegen, jedoch warnt dich die Ehefrau: sie sagt, in ihrer Glaubensauffassung ist die Seele verloren, wenn man fremdes Blut eingeflößt bekommt. Sie beteuert, dass ihr Mann dies ebenfalls glaubt und bittet dich darum, ihn lieber sterben zu lassen, er würde das so wollen.

Bullshit. Pump den Typ voll Blut.

10.) Glaubst du, dass die Menschen in Deutschland allgemein besser dran wären, wenn das Volk durch regelmäßige und signifikante Volksabstimmungen mehr direkte Macht hätte?

Kommt wohl auf die Themen an, die abgestimmt werden. Gerade momentan merkt man ja doch, wie viele Hirnamputierte noch hier rumrennen, die immer noch gerne im Stechschritt marschieren würden, wenn sie dafür „ihr Land“ wieder kriegen würden. Ich weiß nicht, ob ich die wirklich entscheiden lassen will, wie die Zukunft dieses Landes auszusehen hat.

Andererseits hätte man so zumindest mal das Gefühl, dass diese sogenannte „Demokratie“ wirklich bedeutet, dass das Volk was zu melden hat. Bisher ist Demokratie nämlich eigentlich nur: Wählt denjenigen, den ihr verhältnismäßig weniger zum kotzen findet, und er sagt euch dann, was das richtige für das Land ist. Überzeugt mich ehrlich gesagt nicht so, das System.

11.) Glaubst du, dass die Lieblingsfarbe etwas über den Menschen aussagt?

Klar!

Rot – Massenmörder

Blau – Immer besoffen

Grün – Gärtner

Gelb – Asiate

Pink – Mädchen

Rosa – Mädchen ein Jahr älter

Schwarz – Satanist

Weiß – Aus der Irrenanstalt entflohener, sich für einen Engel haltender, Psycho

 

Vielen Dank für die Nominierung und die Fragen. War mir zwar ne Ecke zu politisch, aber ich habe das Beste draus gemacht, denke ich.

Ich nominiere bei diesen Späßen nebenbei selber nie jemanden, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass diese Dinger dadurch zu Endlosschleifen werden, die dann 42 Mal zu einem zurück kommen und beginnen zu nerven. Deshalb überlasse ich das Verbreiten den anderen und kann hinterher behaupten, dass ich alles getan habe, um eine Blogstock-Epidemie zu verhindern,