Veröffentlichung: Dewon Harper ist wieder da …

Es ist leider nicht ganz die Knallerankündigung, die ich geplant hatte. Es sollte eigentlich ein Komplettpaket werden, mit dem neuen Dewon Harper Teil UND den Taschenbüchern zu allen bisherigen Veröffentlichungen. Leider gibt es beim zweiten Part dieses Plans noch ein paar Probleme. Aber die Papierversion wird kommen! Deshalb gibt es jetzt erstmal „nur“ DEWON HARPERS VERDACHTSFÄLLE im Kindle-Format. HIER könnt ihr den Spaß herunterladen.

Dewon Harper wird in diesem Teil endlich aktiver und versucht mehr über seine Vergangenheit herauszufinden. Aber natürlich erzählt er auch wieder irrsinnige Geschichten aus der Stadt Lebingen. Unter anderem über Mafiosi im Ruhestand, Geheimagenten und Gerichtsverhandlungen.

Zur Einstimmung hier ein kleiner Textauszug:

»Elsa?« Sie vernahm unterbewusst eine Stimme. »Elsa?« Sie vernahm unterbewusst ein Schütteln. »Elsa?« Sie wachte auf und schaute in das Gesicht von Jacob. »Geht es dir gut, Elsa? Du siehst absolut schrecklich aus.«

Elsa konnte es sich vorstellen. Als Bettlerin stand die äußere Erscheinung ohnehin nicht weit oben auf der Prioritätenliste. Aber eine schlaflose Nacht machte das Bild sicher nicht schöner. Elsa rückte die Lumpen zurecht, die sie an ihrem Körper trug, um den Anblick wenigstens etwas ansehnlicher zu gestalten und schaute Jacob an. Er sah wie immer aus, als hätte er die entspannteste Nacht seines Lebens hinter sich. Nichts schien sein Aussehen in Mitleidenschaft ziehen zu können. Braungebrannt von der Sonne setzte er sich neben Elsa und holte seine Sammeldose hervor. Er strich Elsa die verfilzten Haare aus dem Gesicht und schrak zurück.

»Deine Augen sind geröteter als meine Lendengegend, als ich diesen widerlichen Ausschlag hatte«, sagte er.

»Mir geht es nicht so gut.«

»Das sieht man dir an. Vielleicht hast du dir eine Krankheit zugezogen, als dich gestern die Prostituierte angerempelt hat. Die tragen bestimmt unzählige Krankheiten mit sich herum.«

Elsa schaute zu den Prostituierten auf der anderen Straßenseite herüber. Sie winkten ihr zu.

»Sie mögen dich offenbar.«

Elsa ignorierte das Winken der Prostituierten und die Aussage Jacobs. »Ich habe Wölfe heulen gehört. Das hat bestimmt nichts mit den Prostituierten zu tun.«

»Es gibt keine Wölfe in der Nähe der Stadt. Das bildest du dir alles nur ein.«

Elsa zuckte mit den Schultern. »Aber ich habe sie ganz deutlich gehört.«

»Wen hast du gehört?«

Elsa und Jacob sahen auf. Ottel stand vor ihnen und hatte mal wieder von seinem Geschick Gebrauch gemacht, sich an jeden anschleichen zu können, obwohl er bereits mehrere Biere intus hatte. Schwankend stand er vor ihnen und sabberte in seinen Bart.

»Wölfe«, antwortet Elsa.

»Wölfe? Und dann sitzt ihr hier so ruhig herum?«

»Was ist los?«, fragte Berchtold, der wie immer als Letzter zum Betteln kam.

»Die Wölfe kommen!«, schrie Ottel ihn an. »Wir sind verloren!« Ottel torkelte davon.

»Wölfe? Hier in der Stadt?« Berchtold setzte sich. »Kann ich mir kaum vorstellen.« Er griff unter sein löchriges Gewand und holte einen schimmeligen Apfel hervor. »Wollt ihr mal abbeißen?«, fragte er und übergab sich Sekunden später nach dem ersten Biss. Elsa und Jacob verzichteten.

Jetzt seid ihr natürlich erst so richtig gespannt auf den Spaß. Hier also nochmal der Link zum Ebook. Viel Spaß beim Lesen von DEWON HARPERS VERDACHTSFÄLLE.

Technisches Desaster – Ein Ebook bei Amazon hochladen

Wie ja mittlerweile bekannt ist, bin ich neben meiner Tätigkeit als selbsternannter Schriftsteller auch als technisches Desaster unterwegs und prinzipiell mit einfach allem im ersten Moment komplett überfordert. Das ist natürlich nicht die beste Voraussetzung, um online ein Ebook zu veröffentlichen. Aber gut, da muss ich nun mal durch.

Die ersten Dinge sind selbsterklärend. Titel, Autorenname, ach, guck mal, man kann sogar angeben, ob es sich um den Teil einer Serie beziehungsweise Reihe handelt. Wird zwar nicht immer der Fall sein, aber hier schon. Die Beschreibung, auch Klappentext genannt, habe ich zum Glück schon vorgeschrieben. Und stelle fest, dass die kacke ist. Okay, da muss ich noch mal ran. Umschreib … umschreib … umschreib … ja, das ist besser. Schnell reinkopieren. In 2 Minuten werde ich es wieder kacke finden.

Puh, Stichwörter. Was zum Geier soll ich da bitte eingeben. Ich bin ehrlich: Dieser ganze Kram wie SEO beim Bloggen übersteigt meinen Horizont. Ich kritzel da einfach immer irgendwas rein, das in meinen Augen passt. Oder vergesse es einfach mal komplett. Hier stehe ich vor dem gleichen Problem. Na gut, kritzel ich eben irgendwas rein, wonach sowieso kein Mensch suchen wird. Aber mir fällt bei sowas einfach absolut nichts ein.

Also zu den Kategorien. Nun ist ja das Problem, dass ich mich bei den Kurzgeschichten ein bisschen austobe und die nicht so recht klassifizierbar sind. Aber im engeren Sinne sind es wohl Krimigeschichten. Zumindest größtenteils. Also nehmen wir erst mal das. Leider gibt es doch sehr wenige Unterkategorien. Warum kann ich beispielsweise bei der Überkategorie „Fantasy“ dann auch „Humor“ wählen, bei „Krimi“ aber nicht? Die Auswahl ist da doch recht komisch eingegrenzt. Aber gut, mache ich eben „Krimi“ und dann „Sammlungen“, das passt dann schon. Und weil ich die zweite Kategorie nicht außen vor lassen will, nehme ich zusätzlich noch „Action & Abenteuer“. Das passt so einigermaßen. Das könnte man seitens Amazon aber wirklich mal besser regeln. Gebt mir die unterschiedlichen Überkategorien wie „Fantasy“, „Krimi“, „Liebesroman“ usw. und dann lasst mich komplett frei die Unterkategorien wie „Humor“, „Afroamerikanisch“, „Urban“ usw. selber wählen. Das wird mich in Zukunft immer wieder vor Probleme stellen. Das steht mal fest. Okay, „Afroamerikanisch“ brauche ich vermutlich eher selten, aber wer weiß, was die Zukunft bringt.

Alterseinstufung brauche ich nicht. Wobei ich mich ja ernsthaft immer mal wieder frage, warum es eigentlich für Bücher keine Selbstkontrolle gibt, wie für Filme oder Videospiele. Nicht, dass ich das fordere, aber selbst der brutalste Roman kann ja wirklich von jedem gekauft werden und ob das dann immer so gut ist, weiß ich auch nicht so genau.

Egal. Fertig mit Stufe 1.

Ach nee, das Thema DRM. Ähm, ja … nein … vielleicht. Okay, da muss ich mich erst nochmal reinlesen. Überspringe ich vorerst.

Datei hochladen … warten … warten … warten … 135 Rechtschreibfehler gefunden … WAS!?! Okay, das muss ich mir mal genauer angucken. Ähm, das ist ein Name. Ignorieren. Das ist ein englisches Wort. Ignorieren. Das ist auch ein Name, wie kann das Programm den nicht kennen? Ignorieren. Das Wort habe ich erfunden. Ignorieren. Okay, ich gebe zu, das Wort „Horsd’oeuvre“ hätte ich wirklich nicht benutzen sollen. Die Schreibweise macht mich aus Prinzip kirre. Aber ignorieren. Das Wort wird sicher so geschrieben. Ignorieren. Oh, da habe ich zwei Buchstaben verdreht. Also noch mal zurück in die Datei und korrigieren. Wenn ich schon dabei bin, kann ich auch gleich die Rechtschreibung des anderen Wortes überprüfen, aber ich bin mir absolut sicher, dass es so geschrieben wird. Wird es nicht. Korrigieren. Datei neu hochladen … warten … warten … warten … 138 Rechtschreibfehler gefunden … Häh, wieso sind das jetzt mehr geworden? Das ist ein Name und den hast du vorhin noch nicht als falsch gekennzeichnet. Und wieso kennst du den nicht? Ist ja nicht so, dass es sich um Frexulon III. vom Planeten Grogulom handelt. (Sowas gibt es erst in Teil 4 der Reihe. Ja, Teasen kann ich) Ignorieren. Nach langem Check stellt sich heraus, es ist alles gut. Also alles ignorieren. Zumindest haben wir daraus gelernt, dass, egal durch wie viele Rechtschreibprüfungen man sein Werk gejagt hat, die Rechtschreibprüfung von Amazon setzt immer noch einen drauf.

Das Cover hat zum Glück keine Fehler, denn auf meine Covergestalterin Gorana ist absolut Verlass.

ISBN hab ich nicht und braucht man für ein Ebook auch nicht. Also weiter zu Stufe 3.

Okay, Amazon muss erst noch die Datei verarbeiten und ins Kindle-Format konvertieren. Eigentlich Schwachsinn, da ich es bereits als mobi-Datei hochgeladen habe, aber wer versteht schon den ganzen Technikkram? Ich jedenfalls nicht … warten … warten … warten … ah, fertig.

KDP Select klingt sinnvoll, weil man damit sicher eine breitere Masse erreicht. Also vermutlich so 5 Leute mehr. Man muss eben mitnehmen, was man kriegen kann.

Natürlich lasse ich mein Buch in allen Ländern vertreiben. Wer weiß, wo sich die ganzen ausgewanderten Deutschen aufhalten, die das vielleicht lesen wollen. Und die Japaner lieben Deutsch, also sollte man die nicht ignorieren. Hm, vielleicht sollte ich den Quatsch ausschließlich in Japan veröffentlichen …

Tja, der Preis. Ich bin ja versucht, einfach 12.000 einzugeben. Dann reicht ein verkauftes Buch, um mir erst mal etwas Zeit für weitere Schreiberei freizuschaufeln. Aber das ist wohl etwas übertrieben. Also mache ich es schön günstig, damit die Leute im besten Fall gar nicht groß darüber nachdenken und auf „Kaufen“ klicken. Nebenbei interessant, dass bei den unterschiedlichen Tantiemen auch unterschiedliche Grenzen gelten. Warum kann man sein Buch für 215 Euro verscherbeln, wenn man weniger Tantiemen einnimmt, aber bei mehr ist die Grenze dann 9,99? Irgendwie eine eigenartig große Lücke.

MatchBook klingt durchaus interessant und auch fair, allerdings kann ich an dieser Stelle schon mal verraten, dass – zumindest vorerst – keine Taschenbuchversion geplant ist. Ich glaube einfach, dass sich das in diesem Fall nicht lohnt, da durch die Druckkosten der Preis zu hoch würde. Bei einem Werk mit nur knapp 100 Seiten rechnet sich das einfach nicht. Sollte sich herausstellen, dass die Nachfrage danach doch immens hoch ist, reiche ich das vielleicht dann noch nach.

Und damit haben wir es. Das Buch ist fertig. Und … bleh. Warum zur Hölle öffnet sich das Buch mittendrin und nicht am Anfang? Wer schlägt denn bitte in der Buchhandlung ein Buch auf Seite 142 auf? Also wieder raus das ganze Ding und auf zur lustigen Fehlersuche. Okay, Startpunkt festlegen und wieder hochladen. Und es hat nichts geholfen.

Also wende ich mich an den Kundendienst. Der stellt sich als äußerst hilfreich heraus. Also, er antwortet gar nicht erst. Doch nach ein paar Tagen kommt dann doch mal was und zwar die Erkenntnis, dass der Kundendienst nicht hilfreich ist. Angeblich haben sie das Buch geprüft und festgestellt, dass es sich auf der ersten Seite öffnet. NEIN! TUT ES NICHT, IHR SAFTNASEN! Danke für nichts.

Okay, dann muss ich wohl vorerst damit leben. Vielleicht kommt mir später noch ein Geistesblitz, wie sich das ändern lässt. Ich habe ohnehin mit Komplikationen gerechnet, denn ich bin nun mal ein technisches Desaster. Ein letzter Versuch, indem ich es nochmal hochlade und vorher die Guidelines (oder wie das heißt) rausnehme, kann nicht schaden. Vielleicht klappt es dann. Und wenn nicht, dann ist es eben so.

Welche Probleme hattet ihr bisher beim Hochladen eines Buchs? Und hatte der Kundendienst da auch gerade Mittagspause? Habt ihr das Problem dann selbst in den Griff gekriegt oder einfach das Handtuch geworfen?

Montagsfrage: Print oder eBook?

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Das Buchfresserchen stellt jeden Montag eine Frage zum Thema Bücher oder Lesen oder Schreiben oder einfach allem. Warum also nicht mitmachen? Hä? Warum nicht? Na? Seht ihr, mir fällt auch kein Grund ein.

Die Frage in dieser Woche lautet:

Print oder eBook, was bevorzugst du?

Und da starte ich direkt mit einer Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt.

Noch vor einiger Zeit hatte ich mit eBooks eigentlich gar nichts am Hut und war auch der Meinung, dass ein Buch aus Papier bestehen sollte. Es gehört einfach dazu, die Seiten umzublättern, sich über die Eselsohren an den Ecken aufzuregen und zu versuchen, zu entziffern, was da unter dem Kaffeefleck eigentlich für ein Fremdwort steht.

Auf der anderen Seite habe ich aber auch den Vorteil von eBooks entdeckt. Der liegt in meinem Fall vor allem bei Schreibratgebern, die ich mittlerweile bevorzugt in digitaler Form genieße, einfach weil das Inhaltsverzeichnis mich schnell zwischen Seiten hin und her wechseln lässt und ich auf dem Reader auch Stellen markieren kann, was ich in einem haptischen Buch nicht gerne mache.

Generell habe ich mich also durchaus mit der digitalen Buchform angefreundet. Es gibt aber auch Ausnahmen, die ich einfach im Regal stehen haben will. Unter anderem natürlich das Gesamtwerk des besten Schriftstellers aller Zeiten, Terry Pratchett. Und selbstverständlich „Was ist Was – Ritter und Burgen“.