Spontane Gedanken – Grillen

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder zum Grillen eingeladen. Und ich kann nur sagen, ich verstehe die Begeisterung für das alles immer noch nicht so ganz. Es ist nicht so, dass ich keinen Spaß hatte, aber das ganze Konzept des Grillens ist bei mir nie so recht angekommen.

Das fängt schon damit an, dass es draußen ohnehin tödlich heiß ist und man dann noch in der Nähe eines Grills sitzt, der auf die ohnehin tödliche Hitze nochmal eine ganze Portion Todeshitze drauflegt. Mit anderen Worten: Grillen ist vor allem Schwitzen und im Zuge dessen viel Saufen. Da ich keinen Alkohol mehr trinke kommen dann natürlich die ständigen Nachfragen, ob ich nicht doch ein kühles Bier haben will. Nein, will ich nicht.

Eingeladen sind 3 Leute. Eingekauft wird im Vorfeld aber natürlich für 25. Das wird sich im weiteren Verlauf des Abends noch negativ bemerkbar machen. Nachdem dann die drei Tonnen Grillkohle und acht Tonnen Grillfleisch angeschleppt wurden, werden erst mal die Grillanzünder gesucht und über die gängigen Alternativen palavert, wie man die Kohle noch zum Glühen bringen könnte. An diesem Punkt stellt sich dann endgültig heraus, wer die wahren Grillexperten sind, die im Notfall sogar in der Wildnis überleben würde. Kurz gesagt: Keiner der Anwesenden, würde in der Wildnis überleben, aber unter Umständen mit der Kombination glühende Kohlen und Kompressor eine Hecke in Brand setzen. Die Grillanzünder wurden zum Glück noch rechtzeitig gefunden.

Da liegt dann also die Wurst. Direkt vom Grill. Quasi brutzelt sie auf dem Pappteller weiter. Und es ist direkt klar, dass man sich bei jedem Bissen die Fresse verbrennen wird und die Geschmacksnerven mit dieser Hitze rein gar nichts anfangen können. Also warte ich ab. Ich hasse heißes Essen. Noch mehr, bei heißen Temperaturen. Aber dann kommt das Gedränge. „Ess doch auch mal was jetzt.“ „Die Wurst wird kalt.“ Die Wurst scheint zu glühen. Sie würde vermutlich nicht mal dann kalt werden, wenn ich sie in flüssigem Sauerstoff bade. Aber ein guter Gastgeber hat natürlich vorgesorgt und fährt Plan B auf: „Hier, wir haben auch Saucen.“ Und dann werden mehrere Saucengläser und Plastiktuben über den Tisch geschoben, bei denen ich nie sicher bin, ob die nicht nach drei Jahren aus einer der hinteren Schrankecke gekramt wurden. Ich habe da ja so einen kleinen Tick, was das angeht. Bei mir zuhause weiß ich immer, wann ich was aufgemacht habe. Wenn also ein Saucenglas im Kühlschrank steht, weiß ich „Ah ja, das habe ich damals beim Grillen im Sommer 2009 geöffnet. Ist vermutlich nicht mehr wirklich genießbar.“ Wenn ich aber nicht weiß, was wann geöffnet wurde und schon wie lange irgendwo vergammelt, kann ich es einfach nicht essen. Also lehne ich die breite Saucenauswahl dankend ab und beschränke mich auf den Ketchup, der noch geschlossen ist. Je nachdem wo man sich befindet, kann das natürlich auch wieder Blicke auf sich ziehen. Im Sinne von „Wieso macht der die neue Ketchupflasche auf, wenn hier doch ganz viele angefangene Saucen stehen?“ Nun, weil ich es kann. Diese Blicke werden mir hier immerhin erspart, also kann ich meine Wurst in den Ketchupsee tunken, der aus der Flasche auf meinen Teller geflossen ist wie ein Wasserfall, nachdem er zuvor in der Flasche fest hing wie Stauwasser an einem Damm.

Ich werde nie verstehen, warum jemand Ketchup in Glasflaschen kauft. Aber klar, da kommt dann der Umweltschutz ins Spiel. Plastik ist böse und so. Wir müssen die Welt retten und so weiter. Ich halte es ja für einen großen Irrglauben, dass wir unbedingt die Welt retten müssen. Ja, das Ozonloch ist da. Und die Regenwälder werden weggeholzt. Und blah. Ja, der Mensch greift in die Natur ein. Und das hat er immer getan. Aber der Natur sind wir scheißegal. Wenn die Natur meint, dass es zuviel wird, dann rottet sie uns einfach aus. Kein Problem. Vulkanausbrüche, Erdbeben, Taifuns, eine neue Eiszeit … wenn die Natur uns erledigen will, haben wir keine Chance. Wir sind alle im Arsch. Wir wissen es nur noch nicht. Natürlich kann und sollte man trotzdem was für den Umweltschutz tun. Mache ich auch. Aber bei Ketchup in Glasflaschen ziehe ich die Grenze.

Wie dem auch sei. Nach dem Verzehr von ein paar Ketchupwürsten bin ich froh, es hinter mir zu haben und bin voll. Man mag es mir zwar nicht ansehen, aber ich bin kein großer Esser. Ja, ich esse gerne. Aber nicht wirklich viel auf einen Schlag. Aber irgendwie müssen ja die acht Tonnen Grillfleisch noch losgeworden werden, was dann immer mit dem Satz beginnt: „Ich habe auch noch Steaks. Die müssen auch noch weg.“ Warum müssen die auch noch weg? Und warum wurden die überhaupt gekauft? Muss beim Grillen wirklich ein Bombardement an Fleischprodukten verbraten werden, nur damit man sowas wie Abwechslung vortäuschen kann? Ich will gar kein Steak haben. Und zwei schon gar nicht. Ja, auch wir Fleischfresser haben unsere Grenzen.

Nachdem dann alles weggegrillt wurde und die Fliegen wie ein Bombenteppich auf das Fleisch hinabstürzen, das sich jetzt gestapelt auf einem Teller mitten in der glühenden Sonne befindet, ist die Sache zum Glück überstanden und ich warte gespannt auf die nächste Einladung zum Grillabend. Die folgt natürlich prompt für nächste Woche. Man sollte nicht erwarten, dass ich mich darüber Freue. Aber ich komme gerne und Spaß hat es trotz allem gemacht. *mampf*

Bundestagswahl – Spontane Gedanken 6

Es gibt ja so einige Themen, über die andauernd palavert wird. Und keins dürfte für mich so unfassbar langweilig sein wie Politik. Wenn ich das Wort nur höre, könnte ich direkt wegnicken. Es interessiert mich wirklich überhaupt nicht, dieses ewig gleiche Gelaber der Oberen, die viel reden aber absolut nichts sagen. Und deshalb geht mir die Wahl auch jedes mal aufs Neue ganz gewaltig am Arsch vorbei. Ich war nicht mehr wählen seit … keine Ahnung, 2002 oder so. Damals mit Schröder noch, dem Affen, der dann doch lieber mit Gas seine Knete verdienen wollte und somit mal wieder zeigte, wie hirnlos und behämmert diese ganze politische Grütze eigentlich ist, und sich deshalb lieber verpisst hat und alle seine Wähler hängen ließ. Toller Typ …
Jetzt flennen natürlich wieder alle rum: „Du gehst nicht wählen? Aber die Demokratie!“ Nun, für mich definiert sich Demokratie dadurch, dass ich zwischen Pest und Cholera entscheiden darf, wer die nächsten 4 Jahre die meiste Knete fürs Nichtstun in den faulen Arsch geschoben kriegt, ohne auch nur irgendwas zu bewegen oder Interesse daran zu haben, mir als Bürger das Leben zu erleichtern, während ich zusehen muss, dass ich über die Runden komme und nicht ab morgen unter der Brücke penne. (Um es mal überspitzt auszudrücken. Hier im Dorf gibts gar keine Brücke unter der ich pennen könnte.)

Aber dieses Jahr war es etwas anders. Die Arschkrampen für Dummgeborene sind auf dem Vormarsch. Und da musste ich dann doch mal am heiligen Sonntag, der in der Regel für Filme, Serien und Football reserviert ist, vor die Tür gehen, um meine Kreuze zu machen. Aber nicht, weil ich irgendeine Partei ganz besonders toll gefunden hätte. Soweit ich das beurteilen kann, sind die alle sogar noch faulere Saftsäcke geworden, als es ohnehin schon der Fall war. Nein, ich war wählen aus Protest, einfach weil ich keinen Bock auf die Abgefuckten Fotzen-Deutschen habe und nicht irgendwann mit einem Kreuz auf dem Arm im Gleichschritt gegen illegale Einwanderer marschieren will. Das würde nämlich bedeuten, dass ich am heiligen Sonntag wieder regelmäßig vor die Tür müsste. Also keine Option für mich.

Und was hat es am Ende gebracht? Merkel ist mal wieder Kanzlerin. Wie auch die nächsten zwanzig Jahre. Oder vermutlich bis sie irgendwann den Löffel und damit das Amt abgibt. Die SPD ist der gleiche Saftladen wie immer und kaspert immer weiter ab. Die anderen sind halt auch da gewesen und keine Sau interessierts. Und die NSDAP 2.0 ist natürlich auch am Start. Als drittbeste Partei. Und jetzt wundern sich die Leute alle über die Dummheit der Wähler? Hallo, kleine Ansage: Wo Menschen sind, ist vor allem die Dummheit. Wen wundert da bitte so ein Ergebnis? Dumme Arschlöcher dürfen eben auch wählen. Das ist nun mal Demokratie.

Vielleicht wäre es deshalb mal Zeit, die Demokratie zu überdenken. Ja ja, ich weiß, alle finden die richtig toll. Aber ich bin mal für etwas Abwechslung. Wie wäre es mal wieder mit einer Diktatur? Und nein, ich meine keinen größenwahnsinnigen Massenmörder, unter dessen Herrschaft man zu sputen hat, wenn man nicht an die Wand gestellt werden will. Ich meine irgendjemand cooles, der einfach locker drauf ist und hin und wieder mal zum „Tag des Tanzes“ aufruft, an dem jeder verpflichtet ist zu tanzen. Oder einfach mal spontan einen neuen Feiertag einführt, an dem man sich so richtig besaufen kann – inklusive einer Woche Zwangsurlaub, um den Kater auszukurieren. Ich würde das natürlich für andere Dinge nutzen, da ich nicht mehr trinke. Aber eine freie Woche ist eine freie Woche. Man muss halt nur aufpassen, dass er nicht plötzlich in Polen einmarschieren will, dann kann da so viel nicht schief gehen. Und wir wären immer alle gut drauf, wegen dem Tanzen und dem Saufen und dem Urlaub. Wobei es vermutlich genau darauf hinauslaufen würde. Die Macht steigt den Leuten ja gerne zu Kopf.

„Mein Diktator, hast du gehört: In Polen wird nicht getanzt.“

„Was? Das müssen wir ändern. Lasst sie uns ausrotten und dann auf dem Massengrab tanzen!“

„Aber mein Diktator …“

„Schnauze. Ich habe gesprochen. Und jetzt tanz ab!“

 

Hm, vielleicht ist die Demokratie also doch nicht so verkehrt. Wenn die Arschgeigen mal anfangen würden, ihren verdammten Job zu machen. Bis dahin versuche ich erstmal, die nächsten 4 Jahre zu überleben und dann geht der Spaß von vorne los. Und dann werde ichwieder an der Wahlurne stehen und überlegen, wo das Kreuz am sinnvollsten ist und vergeblich nach der Autorenpartei suchen, die für Kreativität für alle steht. Aber so heilig ist mir der Sonntag dann mittlerweile auch nicht mehr, um mir diese Suche entgehen zu lassen. Und vielleicht finde ich diese Partei ja doch noch irgendwann.

Zeit – Spontane Gedanken 5

Zeit ist relativ, sagte mal ein großer Denker. Aber auch große Denker können sich mal irren. Denn in erster Linie ist Zeit nicht vorhanden. Vor allem nicht für die Dinge, die man gerne macht. Und deshalb ist hier gerade halt nicht so viel los. Aber wie das mit der Zeit so ist, wird sie sicher zurück kommen. So lange wird es hier eben nur sporadisch neuen Quark aus meiner Feder geben. Das Problem ist nebenbei nicht, dass ich keine Lust zu Schreiben hätte. Ich schreibe nach wie vor jede Menge. Nur haben im Moment andere Dinge Vorrang. Ich will endlich mal etwas veröffentlichen, mit dem ich auf Dauer Millionär werden kann – denn das ist natürlich mein großes Ziel. Halt mal eben einen Bestseller aus dem Ärmel schütteln und dann für den Rest meiner Zeit auf Tahiti Eier schaukeln. Daran arbeite ich gerade akribisch und beginne unbewusst damit, neue Wörter in meinen Wortschatz aufzunehmen.

„Sporadisch“ und „akribisch“ sind ja echt so Wörter, wo ich mich immer frage, wie sowas entsteht. Wichtig scheint zumindest die Endung „-isch“ zu sein. Muss ich mich mal näher mit befassen, wenn ich die Zeit dafür habe. „Zeit“ ist ja nebenbei auch so ein Wort, das sich etabliert hat, obwohl es gar nicht so recht ausdrückt, wie gewaltig sie ist. Eigentlich sollte sowas wie „Zeit“ einen viel größeren, breiteren, bedeutenderen, gewaltigeren Ausdruck haben. Etwas richtig gigantisches, das direkt zeigt, dass man da von etwas wirklich großem spricht.

Es ist so ein bisschen wie die Wortfindung des Wals, der neben dem Petunientopf entstand und die Dinge benannte, während er Richtung Boden fiel. Leider blieb ihm ja nicht viel Zeit, denn der Aufprall war tödlich und zu dem Wort war er noch gar nicht gekommen.

Ich habe leider auch nicht viel Zeit, also muss ich mir schnell ein Wort ausdenken, dass dem Ausdruck „Zeit“ den verdienten Effekt der Größe, des Gigantischen, des Monströsen zu geben. Wie wäre es mit Gagontamantonerium? Klingt toll, nicht wahr? Kann sich nur kein Schwein merken. Bleiben wir also wohl doch einfach bei „Zeit“. Es würde wohl auch zu viel Zeit in Anspruch nehmen, jedes mal nach der Uhrgagontamantonerium zu fragen. Das wäre einfach zu gagontamantoneriumintensiv.

Wenn ich wieder Zeit habe, lesen wir uns wieder. So lange macht es wie der Petunientopf und denkt euch einfach „nicht schon wieder“.

Studieren – Spontane Gedanken 3

Ich habe ja nicht studiert. Nicht, weil es mir an Interessengebieten mangelt, die sich da unter Umständen angeboten hätten. Sondern eher, weil ich schon die Schule absolut grauenhaft fand. Es ist einfach so, dass ich direkt abschalte, wenn ich etwas langweilig finde, oder es mich einfach nicht interessiert. Quasi eine Version von ADHS – nur ohne das „H“. Dabei bin ich recht wissbegierig. Ich interessiere mich erstmal für eigentlich alles. Man kann mir zum Beispiel was über Energiegewinnung aus Kuhscheiße erzählen und ich denke dann im ersten Moment: „Hm, das ist interessant.“ Aber im Verlauf des Gesprächs Schrägstrich Vortrags fällt mir dann natürlich auf, dass es überhaupt nicht interessant ist und ich denke mir nur noch: „Mann, das ist überhaupt nicht interessant. Es ist mir scheißegal. Werd fertig mit deinem Kackgelaber.“

Ganz schlimm ist es zum Beispiel bei Religion. Da kann ich einfach nichts ernst nehmen und es ist mir einfach komplett egal. Dieser ganze Humbug mit Leuten, die übers Wasser latschen und das Wasser dann in Wein verwandeln und einem alten Sack mit langem Bart, der irgendwo im Himmel rumsitzt und sich irgendwann dachte: „Boah, ist das langweilig hier im Nichts. Ich glaube, ich erschaffe mal was. Vielleicht einen Wal und einen Petunientopf.“ Aber dann hat er doch erst mal kleiner angefangen und an seiner Nähmaschine das Elementarteilchen gebastelt. Und daraus hat er dann immer mehr Kram zusammengefuckelt, den kein Mensch braucht. Unter anderem den Menschen.

Ich glaube das ja nicht. Ich bin Verfechter der Evolutionstheorie. Die verstehe ich zwar auch nicht wirklich, aber das Grundprinzip ergibt einfach mehr Sinn als ein alter Fatzke im Nichts an einer Nähmaschine. Irgendetwas ist da und entwickelt sich halt weiter. Und so entsteht dann der Dodo. Und dann kommen wir und rotten ihn aus. Evolution ergibt Sinn. Und überhaupt, wenn es einen Gott gäbe, müsste der demnach ja mittlerweile auch weiterentwickelt sein durch die Evolution. Gott wäre inzwischen also vermutlich ein dreiköpfiges Tentakelmonster mit millionen Froschaugen. Und eigener fliegender Untertasse natürlich. Und sowas soll ich anbeten?

Jetzt ist allerdings die Frage, wo denn das Universum eigentlich herkommt, wenn nicht Gott da war, um es mit seiner Nähmaschine zu erschaffen. Kann ich auch nicht sagen. Viel wichtiger ist aber ja ohnehin die Frage, wo es hingeht. Und ich schätze mal, solange wir hier rumturnen, geht es weiter vor die Hunde.
Ich meine, wir sind nicht mal ansatzweise in der Lage das Universum zu begreifen, aber es gibt bereits ernsthafte Überlegungen, eine Realityshow auf dem Mars zu drehen. Sowas wie Big Brother. Nur, wenn du raus bist, biste verreckt. Und dann liegste da im Dreck. Auf dem Mars. Die Idee ist einfach so dermaßen dämlich, dass es eigentlich nur ein großer Erfolg werden kann. Und theoretisch könnte dann auf dem Mars ja sogar eine ganz neue Evolution beginnen. Und neue Religionen könnte man auch gründen. Und dann beten sie da oben alle Grupsalong das Marsmonster an. Da würde ich dann aber abschalten. Religion interessiert mich halt nicht. Auch nicht mit grünen Aliens vom Mars.

Es ist quasi so, wie wenn ein Geschichtsprofessor vor einem steht und man sich denkt: „Cool. Der hat bestimmt interessante Geschichten auf Lager.“ Und dann erzählt er einem was vom Deckschrubber auf Christoph Kolumbus‘ Schiff und man denkt sich nur: „Mann, das ist überhaupt nicht interessant. Es ist mir scheißegal. Werd fertig mit deinem Kackgelaber.“ Ich kann mich darauf dann einfach nicht konzentrieren. Und deshalb habe ich nicht studiert.

Geburtstage -Spontane Gedanken 2

In wenige Tagen ist es wieder mal so weit. Ich werde ein Jahr älter. Okay, um genau zu sein, werden wir alle jeden Tag ein Jahr älter (habe ich euch allen schön den Tag versaut, was?). Aber am eigenen Geburtstag wird man halt ganz besonders ein Jahr älter. Glücklicherweise bin ich aber niemand, den das wirklich stört. Also das Älterwerden. Älter werden wir alle. Weiser nur die wenigsten. Und ich sowieso nicht. Trotzdem finde ich Geburtstage absolut grauenhaft. Vor allem den eigenen. Man mag es kaum glauben, aber ich stehe einfach nicht gerne im Mittelpunkt. Mir gehen die meisten Leute halt einfach nur auf den Sack. Und außerdem habe ich gerne meine Ruhe. Das sind zwei Dinge, die sich auf dem eigenen Geburtstag einfach schlecht vereinbaren lassen. Denn da hat man eigentlich nie Ruhe und es gehen mir ausnahmslos alle Leute auf den Sack. Alle möglichen Leute gratulieren und labern einen voll und rufen an und nerven von morgens bis abends rum und dann besitzen sie auch noch die Dreistigkeit, mir nicht jeweils 1000 Euro zu schenken, um mich für diesen nervenzerrenden Scheiß gebührend zu entlohnen.

Eigentlich will ich gar keine 1000 Euro haben. Ich bin da ziemlich bescheiden. Alle labern immer davon, was sie machen würden, wenn sie mal richtig Geld hätten. Mir fällt dazu nix ein. Haus bauen will ich nicht. Auto fahren kann ich nicht. Verreisen brauche ich nicht. Meine Träume sind eigentlich relativ günstig umsetzbar. Ich müsste nur jemanden bezahlen, der mir am Geburtstag die Leute vom Leib hält. Simpel aber billig. Aber geht ja nun mal nicht so einfach offenbar.

Und dann wollen ja auch noch alle feiern. Weil feiern und saufen geht halt immer. Nun, das habe ich auch mal so gesehen. Bis vor wenigen Jahren war ich auf jeder Party und jeder Veranstaltung, auf der es was zu saufen gab und habe mich volllaufen lassen, bis nix mehr rein ging – und habe dann noch ein bisschen was hinterher gekippt. Vermutlich war ich gar nicht weit vom Alkoholiker entfernt. Aber mittlerweile habe ich dem irgendwie abgeschworen. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Ich hatte einfach keinen Bock mehr drauf. Vor allem nicht auf den Kater am nächsten Tag, der mit dem Alter halt auch nicht besser wird. Ganz im Gegenteil. MIttlerweile kostet mich so ein anständiges Saufgelage schon mal eine Woche, bis ich überhaupt wieder irgendwas gescheit auf die Reihe kriege. Und deshalb wird auch nicht gefeiert. Und gesoffen schon gar nicht.

Aber man wird natürlich andauernd eingeladen. Jeder hat Geburtstag. Jedes Jahr. Und jeder feiert den Mist. Jedes Jahr. Und jeder lädt einen zu dem Quark ein. Jedes Jahr. Nicht, dass ich eine gute Party nicht zu schätzen weiß. Nur fühle ich mich oft auch einfach verpflichtet, da dann auch hin zu gehen, ob ich Bock habe oder nicht. Und inzwischen ist meine Bocklosigkeit doch stark gewachsen, was solche Dinge angeht. Ich habe 30 Jahre lang Dauerparty gemacht. Und ich finde, das reicht dann halt auch mal. Jetzt muss ich nicht mehr jede Kackparty mitnehmen, nur weil es eine Party ist. Aber es gibt eben viel zu viele davon, weil jeder feiert. Kann man ja nicht immer absagen.

Ich finde ja ohnehin,wir sollten zu der alten Tradition zurückkehren, statt Geburtstagen den Namenstag zu feiern. Das ist zwar noch viel sinnloser und schwachsinniger, aber hat einen großen Vorteil. Man kann mit anderen Leuten zusammen feiern. Und es gibt weniger Partys im Jahr. Früher hießen eh alle Karl und Elfriede. Also konnten sich zweimal im Jahr die Karls und Elfriedes zusammentun und eine große Party schmeißen, um ihren Namenstag zu zelebrieren, wie es sich gehört und dann war für den Rest des Jahres Ruhe im Dorf. Mann, muss das eine entspannte Zeit gewesen sein.

Ich hab da mal nix vorbereitet – Spontane Gedanken

Ich bin wieder hier,

in meinem Revier,

ich hab wieder Bock,

auf meinen Blog.

Ich bin wieder da,

noch immer nur Blah,

denn wie jeder weiß,

ich laber nur Scheiß.

Ja, da bin ich wieder. Ihr dachtet doch nicht wirklich, dass ihr den irren selbsternannten Schriftsteller im neuen Jahr nicht mehr ertragen müsstet.

Nein, es geht mit dem üblichen Wahnsinn weiter. Und mit „üblicher Wahnsinn“ meine ich selbstverständlich, dass ich immer noch keinen Plan habe, was ich hier eigentlich treibe.

Normalerweise habe ich ja zumindest immer ein paar Posts auf Lager, die ich dann so nach und nach hier raushaue. Aber für die Rückkehr aus der Winterpause habe ich einfach gar nichts. Was soll man auch groß sagen, wenn man aus der Pause kommt? „Hallo“? „Tach, ihr Affen“? Nicht gerade spannende Themen.

Diese Themenebbe kommt öfter mal vor. Bisher habe ich hier im Blog ja auch noch nicht so viele Kategorien etabliert. Und mir fällt auch nicht viel ein. Aber ich will etwas mehr Vielfalt liefern.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, hier öfter mal spontan zu werden. So wie jetzt gerade. Einfach mal ohne Plan drauf los schreiben und gucken, wo das hinführt. Tolle Idee, ich weiß.

Also schnallt euch an, denn 2017 wird eine wilde Fahrt hier auf dem Blog. Mit viel Spontani… Spontantä… Spongebob… direkten Gedankengängen meinerseits. Solche zum Beispiel:

Schwurbelgurbelgurgelknurrzel.

Das ist ungefähr das, was mir durch den Kopf geht, wenn ich mal wieder irgendwo auf eine politische Debatte stoße. 2017 wird ja ein politisch wichtiges Jahr. Zumindest habe ich mir das sagen lassen.

In den USA ist der Trumpf, der nach einer Ente benannt ist, an der Macht.

Hierzulande muss das hässliche Entlein ihren Titel verteidigen.

Und die größten Herausforderer zur Zeit sind offenbar weltweit rechte Entenärsche.

Dazu kann ich nur voller Inbrunst sagen: Es ist mir scheißegal.

Die Erde wird sich auch nach 2017 weiter drehen. Aber zumindest habe ich beschlossen mal wählen zu gehen. Nicht, weil mich irgendeiner der Arschkrampen, die meinen, über dieses Land und seine Zukunft entscheiden zu müssen, interessiert. Ich will nur nicht im Gleichschritt marschieren müssen, wenn irgendein A(dol)F D(ie) Macht ergreift, also wähle ich aus Protest. Gegen Rechte Hirnamputierte Arschlöcher.

Das nur so am Rande. Mehr Politik wird es hier vermutlich nicht geben. Es geht mir einfach zu sehr am Arsch vorbei. Außerdem hält das zu sehr davon ab, Quatschgedanken wie diesen zu haben:

Schwurbelgurbelgurgelknurrzel.

Das Wort dürft ihr nebenbei  verwenden. Ich stelle es euch zur freien Verfügung. Einfach, weil ich so ein netter Kerl bin. Und wo das herkommt, gibt es noch viel mehr.

Freut euch also auf mehr spontane Gedanken in Zukunft.

Das wird ein Spaß!!!